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Förderprogramm Regenwasser

Gestaltungsraum Innenstadt

Was plant und baut die Stadt Bochum zur Klimaanpassung

Förderprogramm Regenwasser

Alleestraße 1. Bauabschnitt, 2024
Alleestraße 1. Bauabschnitt, 2024 (Quelle: Stadt Bochum)

Noch bis Ende 2030 fördert das Land NRW im Rahmen des Förderprogramms “Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft” (KRiS) öffentliche und private Maßnahmen zur Entsiegelung von Flächen und den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser durch Nutzung, Speicherung oder Abgabe ins Grundwasser. Ziel ist es, das Stadtklima allgemein zu verbessern und mögliche Überflutungen durch Stark- und Dauerregen zu verringern. Die Stadt Bochum hat drei Gestaltungsräume ausgewiesen, in den Baumaßnahmen wie beispielsweise die Entsiegelung von Flächen, Rigolen-Versickerung sowie Dach- und Fassadenbegrünung mit bis zu 90 % der Kosten bezuschusst werden.

Gesamtüberblick BR Innenstadt Süd-West
Gesamtüberblick BR Innenstadt Süd-West (Quelle: Stadt Bochum)

Als Gestaltungsraum Innenstadt Süd-West wurde das Gebiet zwischen Alleestraße und Oskar-Hoffmann-Straße, westlich der Achse Rathaus/Bahnhof im Zentrum, ausgewiesen. Die ca. 203 Hektar große Fläche befindet sich im Einzugsgebiet der Emscher. Die Entwässerung erfolgt in den Marbach.

Umgestaltung nach dem Prinzip der Schwammstadt

Mehr als 70 % der Gesamtfläche im Gestaltungsraum sind als befestigte/versiegelte Flächen an die Mischwasserkanalisation angeschlossen. Dem Prinzip der Schwammstadt folgend, plant die Stadt Bochum die wassersensible, naturnahe Umgestaltung der westlichen Cityachse (Alleestraße), so dass Regenwasser versickern kann bzw. durch ein neues Regenwassersystems in den Marbach abgeleitet wird. Die Maßnahme erfolgt in mehreren Bauabschnitten.

Visualisierungen des Querschnitts, 2024
Visualisierungen des Querschnitts, 2024 (Quelle: Stadt Bochum)
Visualisierungen des Querschnitts, 2024
Visualisierungen des Querschnitts, 2024 (Quelle: Stadt Bochum)

Die Bauarbeiten haben bereits im Bereich zwischen Westring und Bessemerstraße begonnen. Ergänzend zur Mischwasserkanalisation wird hier ein neues Entwässerungs-System mit Mulden-Rigolen-Versickerung errichtet. Zu den dezentralen Speicherelementen, die durch einen Drainagekanal verbunden sind, gehören unter anderem Baum- und Muldenrigolen. Gehwege und private vordere Dachflächen werden durch die Maßnahme von der Mischwasserkanalisation abgekoppelt und Teile der Innenstadt direkt an den Marbach angebunden. Ein Regenrückhaltebecken mit anschließendem Regenklärbecken wurde bereits an der unteren Stahlindustrie gebaut.

KRiS fördert private und öffentliche Maßnahmen im Rahmen des Programms für die Klimaanpassung mit bis zu 60 %. Da der Gestaltungsraum Innenstadt Süd-West im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft liegt, bezuschusst diese den nachhaltigen Umgang mit Regenwasser mit bis zu zusätzlichen 30 %.

Maßnahmen (geplante Umsetzung 2025-2033)

  • Alleestraße 1. Bauabschnitt
    Wassersensibler Komplettausbau vom Westring bis Bessemerstraße inkl. eines Regenwassersystems bis zum Marbach mit naturnaher Regenwasserbewirtschaftung und Abkopplung der Dach- und Gehwegflächen
  • Alleestraße 2. Bauabschnitt
    Wassersensibler Komplettausbau von Bessemerstraße bis Wattenscheider Straße inkl. eines Regenwassersystems bis zum Marbach
  • Rottstraße:
    Neubau eines Regenwassersystems vom Westring bis zur Alleestraße inkl. naturnaher Regenwasserbewirtschaftung und Abkopplung der Dach- und Gehwegflächen
  • Oskar-Hoffmann-Straße:
    Neubau eines Regenwasserkanals als Lückenschluss zwischen Universitätsstraße und Steinring
  • Ehrenfeldstraße/Bessemerstraße:
    Neubau eines Regenwasserkanals, Entsiegelung von Flächen und Gewässeranschluss

Ansprechpartner*in

Stadt Bochum, Tiefbauamt, Abteilung Entwässerung, kris@bochum.de
Herr Pacha, 0234 910-4139, TPacha@bochum.de
Herr Reinhardt, 0234 910-3776, JReinhardt@bochum.de
Frau Schulte-Wermlinghoff, 0234 910-3973, Schulte-Wermlinghoff@bochum.de