Stadtarchiv

Aktuelle Ausstellungen

im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Stadtarchiv

„Bochum 1842 – historischer Stadtplan erzählt Geschichte“
„Bochum 1842 – historischer Stadtplan erzählt Geschichte“ (Quelle: Stadt Bochum)

Das Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster hat sich zum Stadtjubiläum etwas ganz Besonderes ausgedacht und den Nachdruck eines historischen Bochumer Stadtplans aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts herausgegeben. Ursprünglich 1842 als „Grundriss der Stadt Bochum“ vom Bochumer Pastor, Schulrektor und Heimatforscher Friedrich August Volkhart (*1785, +1869) 1842 angefertigt, vermittelt diese so genannte „Volkhart-Karte“ einen guten Überblick über Größe und Struktur Bochums vor der Hochphase der Industrialisierung. In gerade einmal 412 Wohnhäusern lebten damals 3.959 Menschen, dehnte sich das bebaute Stadtgebiet nicht viel weiter aus, als der Schatten des Turms der Probsteikirche fiel.

In einer kleinen Ausstellung, die das Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster gemeinsam mit dem Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte realisiert hat, werden einige historische Karten und Pläne gezeigt, die Friedrich August Volkhart verwendet haben könnte und die bei späteren Bearbeitungen der Karte ebenfalls eingeflossen sind. Einige Exponate, die Einblick in die hohe Kunst der Kartenzeichnung gewähren, werden ebenfalls präsentiert. 

Die Sonderausgabe zum Stadtjubiläum des hochwertigen Nachdrucks der bearbeiteten Volkhart-Karte kann zum Preis von 13,-- € im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte erworben werden. 

(19. Juni bis 1. August 2021)

Bücher und Kassetten Frauenwiderstand im Hunsrück (Quelle: Frauenarchiv ausZeiten/ Studentische Frauenbibliothek Lieselle /Linda Unger)

/Die Frauenwiderstandcamps im Hunsrück und das FrauenLesbenRadio Funk 'n Flug - feministische Widerstandsformen und Gegenöffentlichkeiten in den 1980er und 1990er Jahren/

Von 1983 bis 1993 fuhren jeden Sommer Frauen aus ganz Deutschland - auch aus Bochum! - in den Hunsrück.

Im Dorf Reckershausen nahmen sie an mehrwöchigen Frauenwiderstandscamps teil. Die Frauen protestierten gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen, gegen Militarisierung und (kalten) Krieg, und benannten diese als Ausdruck patriarchaler Gewalt.

Das FrauenLesbenRadio Funk 'n Flug sendete von 1994 bis 1998 ein Mal im Monat über die Ruhrwelle. Die Themen spiegeln das Diskussions- und Aktivitätsspektrum der 1990er Jahre wider. Die Macherinnen brachten damit eine Gegenöffentlichkeit zum Medienmainstream zu ihren Hörerinnen nach Hause, bevor das Internet populär wurde.

(4. Oktober 2020 bis 11. Januar 2021)