Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Der Treffpunkt ist am Empfang.
Aktuelle Ausstellungen
Plakat "Bochum macht sich" (Quelle: Stadt Bochum)
Am 8. Juni 1321 bestätigte und präzisierte Graf Engelbert II. von der Mark in einer Urkunde der Siedlung um den Bochumer Reichshof einige Privilegien und setzte damit einen wichtigen Meilenstein in einem längeren Prozess der Stadtwerdung Bochums im Mittelalter.
Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte nimmt die Freude an der eigenen Geschichte zum Anlass, in einer Ausstellung die Bochumer Stadtgeschichte neu und mit frischem Blick vorzustellen. Dabei besteht keinesfalls der Anspruch auf enzyklopädische und chronologische Vollständigkeit. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Schlaglichter der Bochumer Geschichte, die ein vielfältiges, buntes, manchmal düsteres, in jedem Fall aber spannendes und unterhaltsames Bild von (mindestens) 700 Jahren Stadtgeschichte liefern.
Die Ausstellung konzentriert sich besonders auf Themen, an denen sich Umbrüche und der Umgang damit festmachen lassen. Die Besucherinnen und Besucher werden auf eine Zeitreise mitgenommen, deren Ziel es ist, Bochumer Stadtgeschichte und Alltagsleben aus verschiedenen Perspektiven immer wieder neu zu entdecken und einen neuen - oder besser: geschärften - Blick auf die eigene Stadt zu entwickeln, im eigenen Alltag Bochum mit anderen Augen zu sehen.
Die Ausstellung wurde gefördert durch den LWL - Für die Menschen. Für Westfalen-Lippe.
Eine Ausstellung des Stadtarchivs - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Ausstellungsstart: 30. Oktober 2021
Eintritt frei
Kommende Ausstellungen
Licht und Schatten:
Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945
28. Mai 2026 bis 31. Januar 2027
Ausstellungsplakat (Quelle: Stadtarchiv)
Der „Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation" war einer der führenden Konzerne Deutschlands. Früh zeigte er Interesse am Medium Fotografie und engagierte freie „Lichtkünstler". 1886 gab es den ersten fest angestellten Werksfotografen, und 1939 beschäftigte die Firma neun Fotografen – so viele wie kaum eine andere in Deutschland. Die Fotografen dokumentierten für interne Zwecke, unterstützten die Materialprüfung und trugen stark zur Öffentlichkeitsarbeit bei. Ihre qualitativ herausragenden Aufnahmen waren Teil von Ausstellungen, erschienen in Prospekten und Zeitungen. Heute erzählen sie Zeitgeschichte und erlauben einen Blick in das Gesicht der Arbeit. Sie werfen Schlaglichter auf technische Meisterleistungen wie die Olympiaglocke von 1936, zeigen Produktionsprozesse, aber auch Alltagsszenen und die Folgen nationalsozialistischer Politik. So spiegeln die Fotografien Licht und Schatten der deutschen Geschichte wider. Chemisch-physikalisch erzeugen Licht und Schatten im Wechselspiel ein Abbild der fotografierten Objekte. Aber sehen wir auf den Fotografien die Wirklichkeit? Welche Absichten und Inszenierungen standen hinter ihnen? Wurden sie bearbeitet? Wo fanden sie Verwendung? Dienten sie auch politischer Propaganda? Die Ausstellung versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Im Historischen Archiv Krupp in Essen liegen mehr als 180.000 Motive der Fotografie des Bochumer Vereins.
Diese Ausstellung präsentiert erstmals einen Querschnitt und ist ein Kooperationsprojekt des Krupp-Archivs, von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum und dem Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.
Förderer der Ausstellung Licht und Schatten (Quelle: Stadtarchiv)
Führungen
jeweils sonntags, 11 bis 12 Uhr. Die Teilnahme ist entgeltfrei.
Termine: 7. Juni 2026, 5. Juli 2026, 9. August 2026, 6. September 2026, 4. Oktober 2026, 8. November 2026, 6. Dezember 2026, 10. Januar 2027
Filmvorführungen
14. Oktober 2026, 19 Uhr: Filme vom „Bochumer Verein“, 1934-1941
Die Werksfotografen des Bochumer Vereins erhielten 1934 den Auftrag, auch Schmalfilme zu drehen. Fleißig dokumentierten sie bis in den Zweiten Weltkrieg die Produktion in zahlreichen Betrieben, aber auch soziale Einrichtungen wie das Lehrlingsheim in Dülmen oder Feiern in der Siedlung Höntrop. Der Filmabend am 14. Oktober stellt einen Querschnitt aus dem filmischen Schaffen der Werksfotografen vor.
28. Januar 2027, 19.00 Uhr: Film „Bochumer Stahl“, 1943/1952
Zu seinem 100jährigen Jubiläum 1942 plante der Bochumer Verein einen repräsentativen Imagefilm. Das Projekt konnte jedoch nicht zu einem echten Abschluss gebracht werden, obwohl die Prisma Film GmbH mit beträchtlichem Aufwand drehte und auch Spielfilmsequenzen entstanden. Erst 1952 erblickte der Film im Bochumer „Union-Theater“ das Licht der Öffentlichkeit – in leicht gekürzter Form und mit neuer musikalischer Untermalung.
Beide Veranstaltungen werden von Ralf Stremmel und Felix Hartelt (Historisches Archiv Krupp) moderiert und dauern jeweils ca. 90 Minuten. Die Teilnahme ist entgeltfrei. Anmeldungen bitte unter Telefon 0234 910-9510 (Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte)
Vorträge
(Termin folgt)
Dirk Urbach (Ruhr-Universität Bochum): „Der Bochumer Verein in der lokalen Erinnerungskultur“
25. November 2026, 19 Uhr
Felix Hartelt (Historisches Archiv Krupp): „Der Klang des Stahls: Der Bochumer Verein und seine Produktwelt“
Die Teilnahme ist entgeltfrei.
Exkursion
„Bochumer Verein und Zwangsarbeit“ (Termin und Ablauf folgen)