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Zukunftsperspektiven für die Bochumer Kultur

Bochum – die Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet führt einen Kulturentwicklungsprozess (KEP) durch.

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Bochum ist die Kulturhauptstadt des Ruhrgebiets. Das Schauspielhaus, die Bochumer Symphoniker, das Kunstmuseum oder das Planetarium und Stadtbücherei bilden mit den Angeboten der sogenannten Freien Kulturszene eine einzigartige, abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Ob das prinzregent-Theater, ROTTSTR5 Theater, das Kulturhaus Thealozzi oder das Zeitmaultheater – alle stehen für ein attraktives, avantgardistisches und breit gefächertes Kaleidoskop kleinerer Bühnen und Bretter. Das weltweit erfolgreichste Musical hat in Bochum seine Heimat. Es gibt Museen unter Tage, die besten Puppenspieler der Welt geben sich hier ein Stelldichein, am Kemnader See entsteht eine Zeltstadt voller Musik und Kunst. Das größte Innenstadt-Festival der Region lockt jährlich bis zu eine Million Besucher und und und.

Das kulturelle Leben zeichnet sich durch die Verschiedenartigkeit und die hohe Qualität der unterschiedlichsten Angebote aus. Doch wie steht`s mit der Kultur in Bochum? Was erwarten wir von der Kultur und wohin soll sich die Kulturlandschaft entwickeln? Wo liegen Stärken aber auch Schwächen der Bochumer Kultur? Um diese Fragen zu beantworten werden Ziele definiert, Schwerpunkte gesetzt und entsprechende Strategien entwickelt – in einem Kulturentwicklungsprozess (KEP). Kern dieses Prozesses sind zwei Großgruppenkonferenzen der Bochumer Kulturschaffenden: die „Zukunftskonferenz Kultur“ und die „Ergebniskonferenz“. Die Ergebnisse werden dokumentiert, den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt undder Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Zukunftskonferenz Kultur soll eine Ideenschmiede sein, die wiederkehrend stattfindet, und auch in Zukunft Basis für eine zielgerichtete und zukunftsfähige Kulturentwicklung in Bochum sein wird.

Die Kulturschaffenden und Kulturverantwortlichen, sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und sich mit ihrer Meinung, mit Anregungen und Ideen aktiv einzubringen.

Auf dieser Seite wollen wir fortlaufend über den Fortgang und die Ergebnisse des Prozesses berichten sowie über die entsprechenden Beteiligungsformate informieren.

Kontakt: kep@bochum.de

Nach einer Bestandsaufnahme der Bochumer Kultur fand im November 2019 die erste Zukunftskonferenz in der Stadthalle Bochum-Wattenscheid statt. 150 Gäste hatten die Möglichkeit, sich mit den kulturellen Stärken und Bedarfen der städtischen und freien Kulturangebote auseinanderzusetzen.

Aus der Zukunftskonferenz haben sich sieben Arbeitsgemeinschaften zu den Themen

  • Finanzen und Förderung,
  • Produktions- und Präsentationsräume,
  • Diversität, Teilhabe und Partizipation,
  • Vernetzung und Kommunikation,
  • Digitale Plattformen und Prozesse,
  • Kulturelle Bildung und Teilhabe und
  • Nachhaltige Stadtentwicklung

gegründet. Die Arbeitsgruppen haben im Januar dieses Jahres ihre Arbeit aufgenommen, die Ideen zusammengefasst und zu verwertbaren Maßnahmen und konkreten Ergebnissen ausgearbeitet. Sie haben sich in Eigenregie mehrmals getroffen und ihre Resultate zusammengestellt. Diese sollten auf der nächsten Großgruppenkonferenz vorgestellt und diskutiert werden.

Die Ergebniskonferenz sollte am Samstag, 31. Oktober 2020 in der Jahrhunderthalle mit 100 geladenen Gästen stattfinden. Die aktuelle Lage der Pandemie macht die Durchführung der Ergebniskonferenz, wie sie geplant war, unmöglich. Daher hat die Stadt Bochum entschieden, die Konferenz abzusagen.

Um den Kulturentwicklungsprozess durch die Pandemie nicht weiter zu verzögern, wurde ein neues Verfahren gewählt. Der KEP geht nun 100% online und es wird gerade eine Lösung entwickelt, um den partizipativen Prozess auch digital zu realisieren.

Auf der Seite  kep-bochum.de  sind ebenfalls die Ergebnisse der sieben Arbeitsgruppen eingestellt.

Von Mitte November bis Mitte Dezember sind zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppen die entsprechenden Präsentationen und ein Diskussionsforum eingerichtet.

Sie sind herzlich eingeladen, sich dort zu beteiligen.


Wie der Kulturentwicklungsprozess (KEP) geplant ist

Projektphasen/Zeitplanung
Stand: 7. Januar 2020

Grafik zur Zeitplanung des Kulturentwicklungsprozesses

Diagramm, das den inhaltlichen Projektverlauf des Kulturentwicklungsprozesses darstellt.

  • Wie steht´s mit der Kultur in Bochum?
  • Stärken - Schwächen - Chancen
  • Was erwarten wir von der Kultur? Wie soll sich die Kulturlandschaft in Zukunft entwickeln?
  • Was nützt die Kultur? Wo liegt ihre stadtentwicklungspolitische Bedeutung?
  • Herausforderungen in der Zukunft
  • Zukünftige Prioritäten? Die wichtigsten Handlungsfelder der Kulturpolitik
  • Konkrete Maßnahmenvorschläge an Stadtspitze und Rat der Stadt

  • Partizipation - aktive Mitwirkung möglichst Vieler
  • Kreativität
  • Konsensbildung
  • Akzeptanz
  • Indentifikation
  • Hohe Umsetzungsbereitschaft
  • öffentliche Wirkung in der Stadt
  • Spannung - Aufmerksamkeit - ein Schub für die Kultur

Bestandsaufnahme:

  • Im Mai wurden Interviews mit 13 Expertinnen und Experten durchgeführt.
  • Im Juni hat eine große Online-Befragung zur Bestandsaufnahme der Bochumer Kultur stattgefunden. In der Bochumer Kultur aktive Einzelpersonen , Kultur-Organisationen, die nicht von der Stadt Bochum finanziell gefördert werden (oder lediglich mit einem Betrag unter 1.000 Euro) und Bochumer Kultureinrichtungen oder –organisationen, die von der Stadt Bochum mit einem regelmäßigen Zuschuss (für Betriebskosten oder Projekte) von mindestens 1.000 Euro pro Jahr gefördert werden, haben sich beteiligt.


Die Interviews und Fragebögen wurden inzwischen ausgewertet.
Einige Ergebnisse finden Sie hier:

Das Herzstück, die Zukunftskonferenz Kultur, fand am Freitag, 22. November 2019 in der Zeit von 14 bis 19:30 Uhr und am Samstag, 23. November 2019 von 9 bis 18 Uhr in der Stadthalle Wattenscheid, Saarlandstr. 40, 44866 Bochum statt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftskonferenz 2019 in der Stadthalle Wattenscheid

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftskonferenz 2019 applaudieren in der Stadthalle Wattenscheid.

Kernstück des partizipativen Kulturentwicklungsprozesses ist die 1,5-tägige „Zukunftskonferenz“, die in der Stadthalle Wattenscheid stattfand. Etwa 160 Kulturschaffende und Kulturverantwortliche Bochums haben daran teilgenommen.
Zu ihrer Vorbereitung wurde vom Kulturbüro eine  Arbeitsgruppe zusammengestellt, die die Bochumer Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt repräsentierte. Um möglichst alle Interessengruppen abzudecken, hat diese Vorbereitungsgruppe in Rücksprache mit vielen Bochumer Kulturschaffenden eine Einladungsliste für die Zukunftskonferenz erstellt. Sie umfasste am Ende ca. 360 Personen. Darunter waren auch Akteurinnen und Akteure aus der Kreativwirtschaft, der Hochschullandschaft, den Kulturvereinen sowie Teilnehmende aus den Bereichen Jugend, Bildung und Integration. Außerdem wurden über die Presse und die Homepage Bürgerinnen und Bürger mit besonderem Kulturinteresse aufgerufen, sich zur Konferenz anzumelden. Von dieser Möglichkeit haben 15 Personen Gebrauch gemacht. Das Interesse, an der Konferenz teilzunehmen, war in allen Bereichen erfreulich groß, sodass die Teilnehmerliste ein recht ausgewogenes Abbild der Bochumer Kulturlandschaft einschließlich ihrer wichtigsten Schnittstellen darstellte. Das zeigt das folgende Schaubild „Zusammensetzung der Zukunftskonferenz“:

Schaubilde - Zusammensetzung der Zukunftskonferenz

Auf diesen Grundlagen haben die Konferenzteilnehmer*innen die für die Entwicklung der Kultur in Bochum wichtigsten Handlungsfelder definiert. So ergaben sich neun Themen/Handlungsfelder, zu denen sich dann in der letzten Runde -  nach dem persönlichen Interesse der Konferenzteilnehmer*innen -  Arbeitsgruppen bildeten. Sie erarbeiteten Ziele für ihr jeweiliges Handlungsfeld, Maßnahmen-Ideen und dazu erste konkrete Handlungsempfehlungen.
Wenn Sie Interesse an detaillierteren Informationen über die Arbeitsergebnisse der Zukunftskonferenz haben, so finden Sie hier das entsprechende Fotoprotokoll.

Teilneherinnen der Zukunftskonferenz 2019 im Gespräch in der Stadthalle Wattenscheid
Alle Gruppen wurden am Ende gebeten, einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin für die vertiefende und konkretisierende Weiterarbeit am jeweiligen Thema zu benennen und sich selbst bei Interesse an einer Mitarbeit in eine Liste einzutragen. Damit legten Sie die Grundlage für die nachfolgende KEP-Phase der Arbeit in sieben kleinen Arbeitsgruppen. Zur Vertiefung und Konkretisierung der Ergebnisse der Zukunftskonferenz und damit zugleich zur Vorbereitung der Ergebniskonferenz wurden sieben Arbeitsgruppen gebildet, die in der 5. Kalenderwoche ihre Arbeit aufgenommen haben und bis zum 13.März 2020 ein Papier mit Zielen, Maßnahmen-Vorschlägen und Handlungsempfehlungen erarbeiten, das auf der Ergebniskonferenz präsentiert und diskutiert werden wird. In einer durch die Ergebniskonferenz möglicherweise noch einmal modifizierten Form wird dieses Papier in den TAKE-PART-Kulturentwicklungs-Bericht einfließen, der dem Kulturausschuss und dem Rat der Stadt Bochum vor den Sommerferien zur Beschlussfassung vorgelegt werden wird.

Die zu bearbeitenden Handlungsfelder/Themen und die Ansprechpersonen der sieben Arbeitsgruppen finden Sie hier.

Den Abschluss des partizipativen Prozesses bildet die Ergebniskonferenz.

Das ist wieder eine Großgruppenkonferenz. Sie dient der gemeinsamen Sichtung und der abschließenden Diskussion der Ergebnisse des bisherigen Arbeitsprozesses, insbesondere der Ergebnisse der sieben Arbeitsgruppen.