Am Röderschacht

Erläuterung

Die Bergarbeitersiedlung Am Röderschacht wurde in den 1880er Jahren durch die Bauabteilung der Zeche Friedlicher Nachbar errichtet. Es handelt sich vom Siedlungsgrundriß her um eine Kolonie, die gekennzeichnet ist durch eine strenge Aneinanderreihung von Häusern gleichen Bautyps in einem rasterförmigen Straßennetz.

Bei den Gebäuden der Kolonie "Am Röderschacht" handelt es sich um einen besonderen von der Bauabteilung der Zeche Friedlicher Nachbar entwickelten Haustyp, der höchst wahrscheinlich nur in Bochum gebaut wurde (Vergleiche Bochum-Linden, Am Sonnenberg, Am Schamberge). Es handelt sich um in Ziegelmauerwerk ausgeführte 2-geschossige  8-Familienhäuser mit flach geneigten, vorkragenden Satteldächern. Die Fassaden sind sparsam durch Lisenen und Gesimse gegliedert.

Die Kolonie "Am Röderschacht" dokumentiert in hervorragender Weise die Entwicklung des frühen Bergarbeiterwohnungsbaues im Ruhrgebiet vor der Jahrhundertwende. Durch den verwendeten Bautyp kommt ihr zudem Seltenheitswert zu. Eine besondere städtebauliche Qualität erhält die Kolonie durch die Hanglage, die Straßenbaumbepflanzung sowie die Straßenpflasterung.

Nicht zuletzt ist sie Ausdruck der Entwicklung der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Ortsteils Linden.


Übersichtskarte

Übersichtskarte der Siedlung "Am Röderschacht"




Luftbild

Luftbild




Bilder

Aufnahmen der Siedlung "Am Röderschacht"