Der Boden erfüllt im Garten vielfältige Aufgaben. Hier wachsen und gedeihen Pflanzen und Bäume, im Sommer dient er der Erholung, wird als Liegeplatz zum Spielen und Toben für Kinder und Haustiere oder als Nutzgarten zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt. Auch wenn der Garten hauptsächlich im Sommer genutzt wird, wird der Grundstein für einen gesunden, nährstoffreichen Boden, an dem Sie sich im kommenden Jahr erfreuen können, jetzt im Frühjahr gelegt.
Um Ihren Boden optimal auf das kommende Gartenjahr vorbereiten zu können, müssen Sie zuerst einmal feststellen, ob Sie einen leichten, sandigen oder schweren, lehmigen Boden haben. Sandiger Boden zerkrümelt zwischen den Fingern, er ist locker und gut zu bearbeiten. Lehmiger Boden klebt in Klumpen zusammen, lässt sich schwerer bearbeiten und bleibt an den Fingern haften. Ausgehend von dieser Bodenanalyse kann der Boden nun schon mit einfachen Maßnahmen verbessert werden. Sandiger Boden kann im Sommer schnell austrocknen, da das Wasser über die großen Poren schneller versickert. Auch Nährstoffe können so schneller aus dem Boden ausgewaschen werden. Es empfiehlt sich die Aufbringung von organischem Material wie Humus oder Kompost, das dem Boden hilft, Wasser zu speichern. Schwerer, lehmiger Boden dagegen benötigt auflockerndes Material wie Sand oder Kompost, der ihm hilft, sich aufstauendes Wasser abfließen zu lassen und eine Verdichtung verhindert.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der einen großen Einfluss auf die Qualität des Gartenbodens hat, ist der pH-Wert. Dieser lässt sich leicht im Labor anhand einer Bodenprobe feststellen. Sollte Ihr Boden zu sauer sein (pH-Wert unter 5,5), empfiehlt sich zur Bodenverbesserung im Frühjahr die Aufbringung von Kalk. Die Bodenprobe können Sie mit einfachsten Mitteln selbst nehmen. Ein großer verschließbarer Gefrierbeutel, ein kleiner Eimer oder Ähnliches reichen dazu völlig aus. Befüllen Sie ihn mit Gartenboden aus mehreren repräsentativen Punkten Ihres Gartens wie beispielsweise dem Gemüsebeet, der kahlen Stelle im Rasen …, beschriften Sie ihn und senden Sie ihn ins Labor. Eine Investition in eine Bodenanalyse kann Ihnen aber auch weitere Vorteile bringen, die gleichzeitig Ihre Umwelt und Ihr Portemonnaie schonen! Lassen Sie den Nährstoffgehalt des Bodens analysieren, können Sie gezielt fehlende Nährstoffe zuführen oder bei einem Nährstoffüberschuss Düngemittelgaben auslassen. Auf der Internetpräsenz der landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt Nordrhein-Westfalen der Landwirtschaftskammer NRW finden Sie kostenlos detaillierte Tipps zur Entnahme der Bodenproben, eine Beschreibung der möglichen Untersuchungen sowie ein Auftragsformular mit den ausgewiesenen Preisen. Dabei reicht es aus alle drei bis fünf Jahre eine Bodenprobe im Labor analysieren zu lassen. So vermeiden Sie die Überdüngung des Bodens, tragen einen großen Beitrag zum Grundwasser- und Bodenschutz bei und sparen bares Geld.