Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, ist kaum zu übersehen, so imposant und attraktiv ist ihr Erscheinungsbild. Drei bis fünf Meter wächst sie in die Höhe, bildet riesige weiße Dolden und prägt mittlerweile das Bild an vielen Flussufern, Straßenböschungen, Bahnlinien und Waldrändern.
Die Herkulesstaude - schön und gefährlich!
Umwelttipps
Aber sie ist gefährlich und das in mehrfacher Hinsicht:
Sie enthält ein Gift,
welches zu gefährlichen Hautreizungen führen kann. Die feinen Haare auf den Blättern und Stängeln brechen bei Berührung ab. Wenn der dabei austretende Pflanzensaft auf die nackte Haut gelangt, wird diese für die UV-Strahlung sensibilisiert. Es können allergische Reaktionen (zum Beispiel Jucken, Blasenbildung) auftreten, die Verbrennungen dritten Grades gleichkommen.
Sie breitet sich schnell aus und ist schwer zu bekämpfen.
Aufgrund der hohen Regenerationsfähigkeit des Wurzelstockes und der enormen Samenbildung (jede Blütendolde kann mehrere Tausend Samen bilden), kann die Pflanze sich im Garten und in der freien Landschaft schnell verbreiten.
Sie unterdrückt andere Pflanzen.
Durch ihre großen Blätter verdrängt sie unsere einheimischen Pflanzenarten. Insbesondere an Gewässerrändern verdrängt sie die typische Ufervegetation und verstärkt dort die Erosion, weil ihre Pfahlwurzel keine für die Ufersicherung erforderlichen Seitenwurzeln bilden.
Bekämpfungsmöglichkeiten im Hausgarten
Zwar ist die Pflanze ein attraktiver Blickfang, aber wegen ihrer Gefährlichkeit sollte sie umgehend entfernt werden.
Schutzmaßnahmen:
Pflanzen in der Dämmerung oder bei starker Bewölkung entfernen. Dabei langärmelige Kleidung, lange Hosen und Handschuhe tragen. Sollte dennoch Pflanzensaft auf die Haut gelangen: einseifen und gründlich abwaschen. Die nächsten Tage direkte Sonne vermeiden. Bei starken Hautreaktionen zum Arzt.
Bekämpfung:
Kleine Pflanzen mit einem Spaten ausgraben. Geduld ist nötig, wenn sich bereits eine starke, lange Wurzel gebildet hat. Aufgrund des hohen Ausschlagvermögens muss die Pflanze immer wieder möglichst tief (mindestens 15 Zentimeter) abgestochen werden. Meist sind mehrere Jahre nötig bis die Pflanze wieder verschwunden ist. Blüht die Pflanze bereits, müssen zunächst die Blütendolden entfernt werden. Dabei muss ein Abfallen der Samen unbedingt vermieden werden. Am besten ist es, einen Plastikbeutel um die Dolde zu stülpen, diesen fest zubinden und dann die Blüte abzuschneiden.
Entsorgung:
Wurzel, Blüten und Früchte nicht kompostieren sondern über den Restmüll entsorgen.