Programmübersicht
Das sind unsere nächsten Veranstaltungen und Vorträge:
im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Veranstaltungsort (falls nicht anders angegeben):
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Straße 47
44789 Bochum
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist in der Regel frei.
Das sind unsere nächsten Veranstaltungen und Vorträge:
7. Juni von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
Wichtige Information:
Der ursprünglich am 17. Juni 2026 um 19 Uhr geplante Vortrag „Der Synagogenvorsteher Philipp Würzburger - Initiator des Bochumer Stadtparks“ muss leider verschoben werden!
Über einen Ersatztermin werden wir rechtzeitig auf dieser Seite und per Newsletter informieren.
Unter der Adresse stadtarchiv@bochum.de können Sie unseren Newsletter abonnieren.
21. Juni 2026, 14 Uhr
Begleitprogramm zur Ausstellung „Licht und Schatten“
Zwangsarbeit beim Bochumer Verein – Der Gedenkort Obere Stahlindustrie
Ort: Obere Stahlindustrie, Zufahrt „Anlieferung Technischer Betrieb Stadt Bochum“ (s. rote Markierung Skizze)
Der Bochumer Verein hat während des Zweiten Weltkriegs erheblich vom System der Zwangsarbeit profitiert. Tausende Männer und Frauen mussten hier unter Zwang arbeiten, um die kriegswichtige Produktion überhaupt aufrecht zu erhalten. An der ehemaligen Brüllstraße – heute Obere Stahlindustrie – befand sich eine Außenstelle des KZ Buchenwald. Die hier unter menschenunwürdigen Zuständen untergebrachten KZ-Häftlinge wurden in der nahegelegenen Geschossfabrik des Bochumer Vereins zu Arbeit gezwungen.
Seit 2018 befindet sich am Kreisverkehr Kohlenstraße eine Stolperschwelle, seit 2019 auf dem Gelände des Technischen Betriebs der Stadt Bochum an der Oberen Stahlindustrie ein Erinnerungsort des Bochumer Künstlers Marcus Kiel. Dieser Ort ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Am 21. Juni 2026 besteht die Möglichkeit, diesen Ort zu besuchen. Ole-Björn Gläsker, Student der Ruhruniversität Bochum und Mitglied des Ausstellungsteams sowie Dr. Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, berichten über die Zwangsarbeit beim Bochumer Verein, über die Geschichte des KZ-Außenlagers und andere Gedenk- und Erinnerungsorte zur Zwangsarbeit in Bochum.
5. Juli von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
9. August von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
6. September von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
2. September 2026, 19 Uhr
Katrin A. Klimetzek, M.A.
Umzug der Superlative – das Uniarchiv Bochum in Bewegung
Seit Ende 2022 befindet sich das Universitätsarchiv Bochum im Aufbruch. Der Vortrag beleuchtet das ambitionierte Neuaufstellungsprojekt, das nicht nur eine enorme Herausforderung, sondern auch eine einzigartige Chance zur Modernisierung und Optimierung des Universitätsarchivs darstellt. Ein Umzug der Superlative: Über 4.000 Regalmeter mit wertvollen Archivalien wurden mit größter Sorgfalt und Präzision in unser neues Domizil transferiert. Das Universitätsarchiv Bochum bewahrt und erschließt die schriftlichen Zeugnisse der Ruhr-Universität Bochum und ihrer An-Institute. Von der Planung bis zur Umsetzung erhält man Einblicke in die Etappen des Projekts und erfährt, wie die Zukunft des Universitätsarchivs Bochum gestaltet wird.
4. Oktober von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
21. Oktober 2026, 19 Uhr
Prof. Dr. Georg Juckel
Sterilisation und Euthanasie psychisch kranker Bochumer Bürger
Auch 90 Jahre nach nationalsozialistischer Machtergreifung und Beginn des dunkelsten Kapitels deutscher Psychiatriegeschichte bleibt die Auseinandersetzung mit der Medizinhistorischen Vergangenheit als kontinuierliche ärztliche Verantwortung von Großer Relevanz. Die Eingriffe in das Leben psychisch kranker Menschen durch das nationalsozialistische Regime sind zwar ein fest etablierter Bestandteil der medizinhistorischen Forschung; über die genauen Vorgänge in einer konkreten Region mit ihren betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ist jedoch bisher wenig bekannt. Es wurden über 3.000 Bochumer BürgerInnen gefunden, die wegen einer angeblichen oder möglichen psychischen Störung zwangssterilisiert wurden. Mindesten 366 Bochumer BürgerInnen wurden aus den Provinzial- Heilanstalten in die Todes-Anstalten verlegt und fielen der Euthanasie zum Opfer. Die Transportlisten wurden durch Aufnahme- und Abgangsbücher, Sterbelisten sowie Patientenakten verifiziert. Mithilfe der Erbgesundheitsakten des Stadtarchivs konnten die verlegten Bochumer Patientinnen und Patienten daraufhin untersucht werden, ob sie Opfer einer Zwangssterilisation wurden. Das Untersuchungsprojekt war durch die DGPPN-Wanderausstellung zur T4-Aktion angestoßen worden und ist Teil der Bochumer Gedenk- und Stolpersteinprojekte.
8. November von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
11. November 2026, 19 Uhr
Dr. Klaus Wisotzky
Fritz Husemann (1873–1935) – „Vorwärts für Freiheit und Recht, für den Sozialismus!“
Fritz Husemann, der sein Leben lang für Freiheit und Recht, für den Sozialismus gekämpft hat, gehört zu den bedeutendsten Sozialdemokraten und Gewerkschaftern des Ruhrgebiets. Er hatte zunächst als Maurer und Bergmann gearbeitet und wurde 1904 als Sekretär vom Bergarbeiterverband angestellt, dessen Vorsitzender er von 1919 bis zum Verbot der Gewerkschaft 1933 war. Der engagierte Sozialdemokrat war bereits im Kaiserreich Kandidat bei Reichstags- und Landtagswahlen, doch in den Landtag wurde er erst nach dem politischen Umbruch gewählt, während er dem Reichstag von 1924 bis 1933 angehörte. Husemann war den Nationalsozialisten besonders verhasst, die ihn mehrfach verhafteten und ihn 1935 im Konzentrationslager Esterwegen ermordeten. Trotz der Bedeutung von Fritz Husemann fehlt eine wissenschaftlich erarbeitete Biografie. Dr. Klaus Wisotzky, ehemals Leiter des Hauses der Essener Geschichte / Stadtarchiv, möchte diese Lücke schließen und stellt in dem Vortrag erste Ergebnisse seiner Forschungen vor..
25. November 2026, 19 Uhr
Vortrag „Der Klang des Stahls: Der Bochumer Verein und seine Produktwelt“
Referent: Felix Hartelt (Historisches Archiv Krupp)
6. Dezember von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
9. Dezember 2026, 19 Uhr
Raphael Lübbers
Die Plakatsammlung des Bochumer Stadtarchivs
Seit Mitte der 1970er Jahre gibt es im Stadtarchiv Bochum eine systematische und rege Sammlungstätigkeit zum Medium des Plakats. Angefangen mit politischen Plakaten von 1848 über Kulturplakate, Sportplakate und Werbung bis in die heutige Zeit bietet der Bestand einen guten Einblick in das gesellschaftliche Leben Bochums und zeigt den Wandel stilistischer Geschmäcker im Verlauf verschiedener Jahrzehnte. Die Sammlung wurde in den vergangenen fünf Jahren umfassend bearbeitet und erschlossen. Begonnen wird der Vortrag mit einer historischen Einführung in die Gattung des Plakats. Nach einem Werkstattbericht über die Bearbeitung des Bestandes folgt ein Überblick über Highlights der Bochumer Sammlung.
10. Januar von 11 bis 12 Uhr
Kostenfreie Führung durch die neue Ausstellung „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 -1945“
Treffpunkt ist am Empfang.
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