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Stadtarchiv

Veranstaltungen und Vorträge

im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Stadtarchiv

Veranstaltungsort (falls nicht anders angegeben): Stadtarchiv -Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Der Eintritt zu den  Ausstellungen und Veranstaltungen ist in der Regel frei.

Eine verbindliche Voranmeldung per E-Mail an stadtarchiv@bochum.de oder per Telefon unter 0234 910-9510 ist erforderlich. 

Es gelten die jeweils gültigen Vorschriften der Corona-Schutzverordnung. 
Es besteht die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher wird auf vierzig Personen beschränkt. Alle Besucher werden auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern verpflichtet.
Der Cafébereich, der als Aufenthalts- und Pausenraum für die Besucherinnen und Besucher dient, bleibt geschlossen.

Das sind unsere nächsten Veranstaltungen:

27. Januar 2022, 19 Uhr
Zum Internationalen Holocaustgedenktag:
Jürgen Langowski: "Argumente gegen Auschwitzleugner"


Mit Holocaustleugnern kann man nicht reden. Sie sind rationalen Argumenten nicht zugänglich und beharren auf ihren Vorurteilen. Trotzdem ist es wichtig, ihre Propaganda nicht unwidersprochen stehen zu lassen. Jürgen Langowski informiert in seinem Vortrag über die Methoden der sogenannten "Revisionisten" und zeigt, wie man ihren Fälschungen entgegentreten kann.
Jürgen Langowski, im Hauptberuf literarischer Übersetzer, betreibt seit Mitte der 1990er Jahre das Projekt "Holocaust-Referenz - Argumente gegen Auschwitzleugner". Auf der 2002 vom Bündnis Demokratie und Toleranz ausgezeichneten Website https://www.h-ref.de widerlegt er die Scheinargumente, mit denen Holocaustleugner versuchen, die Realität des Völkermordes an den Juden, Sinti und Roma zu bestreiten. Die Überzeugung, die ihn bei seiner Arbeit leitet, fasst er so zusammen: "Rechtsextremismus in jeder Erscheinungsform geht uns alle an, und je mehr sich einmischen, desto einfacher wird es für uns alle. Dazu möchte ich meine Leser ermuntern."
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Bochumer Bündnis gegen Rechts und dem Kinder- und Jugendring Bochum e.V. statt.

Einweihung des ersten Jugendheimes nach dem Krieg in Langendreer mit Oberbürgermeister Geldmacher am 30. Juli 1949
Einweihung des Jugendheims Langendreer 1949 (Quelle: Stadt Bochum)

16. Februar 2022,19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Dolf Mehring: 100 Jahre Jugendamt Bochum – oder: Die Geschichte der Kinder- und Jugendhilfe in Bochum 

Am 25. Februar 1921 wurde vom Magistrat der Stadt Bochum die Satzung für das Jugendamt Bochum beschlossen. Damit war das Jugendamt, heute das größte Stadtamt der Verwaltung, offiziell gegründet. 
Bereits am 1. Juli 1906 entstand in Bochum das Waisen- und Fürsorgeamt. Bochum ist damit eine der ersten Großstädte in Deutschland, die lange vor dem Inkrafttreten des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes 1924 eine eigene Jugendbehörde schufen.  
Warum und wie es dazu kam und welche Entwicklung das Bochumer Jugendamt und die Kinder- und Jugendhilfe bis heute nahm, hat Dolf Mehring intensiv erforscht. In seinem Vortrag wird er die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen dieses sozialgeschichtlich wenig beachteten aber spannenden Kapitels der Bochumer Geschichte beleuchten: Von der Entwicklung der ersten Kindergärten, Jugendverbände und Jugendring in Bochum, Jugendhilfe in NS-Zeit und Krieg, Neuaufbau mit Hilfe der Briten, Fürsorge- und Heimerziehung, Kinderkuren bis hin zum Kinderschutz in der Neuzeit.

Veranstaltungshinweis:
Im Rahmen der Aktion „700 Jahre – 700 Frauen“ 

Donnerstag, 3. März, 18:30 (Einlass ab 18:15 Uhr) 
Karla Baer, das Akkordeon und der Bronze-Löwe
Vortrag von Ingrid Wölk 

Im Jahr 1 nach der Aktion „700 Frauen“ im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Stadt Bochum soll als 701. Karla Baer gewürdigt werden. 1920 als Tochter von Else und Leo Baer in eine jüdische Unternehmerfamilie hinein geboren, riss sie der Machtantritt der Nationalsozialisten aus ihrem sozialen Umfeld heraus und zerstörte alle Zukunftspläne. 1939 gelang Karla zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder Werner die Flucht nach Frankreich. Alle vier überlebten im Untergrund. 2010 starb Karla Baer (verheiratete Goldberg) hochbetagt in Toronto. Der biografisch angelegte Vortrag zeigt eine starke Persönlichkeit, die als junge Frau im französischen Exil den Mut hatte, sich der Résistance gegen die deutsche Besatzung anzuschließen und im reiferen Alter ihren künstlerischen Ambitionen nachging.
Doch was hat es mit dem Akkordeon und dem Bronze-Löwen auf sich? Beide begleiteten Karla Baer von Bochum ins Exil und durch ihr ganzes Leben. Der „Löwe“ verweist zurück auf die alte Synagoge an der Wilhelmstraße, deren Zerstörung am 9. November 1938 er entging. Seine Replik kann heute in der neuen Synagoge am Erich-Mendel-Platz besichtigt werden. Sie ist ein Geschenk von Karlas kanadischer Familie, der Familie Goldberg.

Ort: Historischer Nordbahnhof, Ostring 15, 44787 Bochum
Es gilt die Corona-Schutzverordnung: 2G-Regel und Maskenpflicht.
Anmeldung erforderlich unter: Gleichstellungstelle@bochum.de oder unter Telefon: 0234 910-1155 .
 

Eine Postkarte mit dem Apollotheater um 1909
Apollotheater, Postkarte 1909 (Quelle: Stadt Bochum)

23. März 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
PD Dr. Dietmar Bleidick: Das historische Ehrenfeld im Bild 

Anfang des 20. Jahrhunderts entstand südlich des Bochumer Hauptbahnhofs ein neuer Stadtteil. Innerhalb von 10 Jahren entwickelte sich unter Initiative des Bauunternehmers Clemens Erlemann im Ehrenfeld eine dichte Wohnbebauung mit großstädtischer Infrastruktur: dem Stadttheater, zwei Schulen, Kirchen der beiden Konfessionen und der Knappschaft als größtem Arbeitgeber. Ende der 1920erJahre war der Ausbau beendet. Mit dem Parkhotel, dem Kino Lichtburg und dem Villenviertel am Rechener Park gehörte das Ehrenfeld neben dem Stadtparkviertel zur bevorzugten Wohnlage der bürgerlichen Bochumer Gesellschaft. 
Der Vortrag erinnert an das Bild des historischen Ehrenfelds vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Zahlreiche Fotos und Postkarten lassen die facettenreiche Geschichte des Stadtteils lebendig werden, der trotz zahlreicher baulicher Veränderungen bis heute seinen ursprünglichen Charakter gewahrt hat.

13. April 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Wulf Schade M.A.: Benötigt aber missachtet! Polnischsprachige Menschen im Ruhrgebiet.
150 Jahre gesellschaftlicher Umgang mit Anderen

Bis zu Beginn des ersten Weltkrieges wurden Hunderttausende polnischsprachiger Menschen als Arbeitsmigrantinnen und –migranten ins Ruhrgebiet angeworben. Ähnlich wie die deutschsprachigen bildeten sie weder religiös noch politisch eine homogene Gruppe, wurden aber von den dominierenden Eliten in Staat, Kirche und Gesellschaft als weitgehend einheitliche, letztlich feindliche Masse angesehen, die es zu kontrollieren galt. Sie hatten sich als ‚Fremde‘ einzugliedern, zu unterwerfen und ihre Identität aufzugeben. Aber wie wurden und werden diese Menschen in den folgenden Jahrzehnten bis heute betrachtet? War und ist man bereit, bestehende Vorurteile und Stereotypen aufzugeben?

Louis Baare in den 1870er Jahren
Louis Baare in den 1870er Jahren (Quelle: Rudzinski)

11. Mai 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Dr. Marco Rudzinski: Louis Baare. Ein Bochumer Managerunternehmer 

Anlässlich des 125. Todestages von Louis Baare, 40 Jahre lang Generaldirektor des Bochumer Vereins für Bergbau und Gussstahlfabrikation, nimmt der Vortrag Leben und Wirken dieser markanten Persönlichkeit der Bochumer Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts in den Blick.
Dabei steht nicht allein seine Arbeit für das größte Unternehmen der Stadt im Mittelpunkt, das er sowohl zu einem vertikalen Konzern ausbaute als auch zu einem der bedeutendsten Qualitätsstahlproduzenten seiner Zeit formte. In diesem Zuge vermochte der spätere Ehrenbürger auch die Entwicklung Bochums in verschiedener Hinsicht zu beeinflussen. Über 34 Jahre war Louis Baare bis zu seinem Tod am 17. Mai 1897 als Stadtverordneter kommunalpolitisch aktiv.
Darüber hinaus gilt es eine weitere Seite seiner Tätigkeit zu beachten: Als früher Sachwalter schwerindustrieller Interessen suchte er Einfluss auf die Politik des jungen Kaiserreiches zu gewinnen.

8. Juni 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Andreas Halwer: Zwangsarbeit in Bochum – Historische Darstellung anhand von Quellen

Im Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Bochum flächendeckend eingesetzt. Nicht nur die Rüstungsbetriebe mussten weiter produzieren, auch Bauernhöfe oder städtische Dienstleistungen kamen ohne die aus ganz Europa stammenden Arbeitskräfte nicht aus. Der Vortrag soll die Arbeits- und Lebensbedingungen anhand verschiedener Quellen darstellen. Eine neu erstellte Stadtkarte der Zwangsarbeiterlager wird dabei im Mittelpunkt stehen. 
Der Vortrag findet in Kooperation mit der Volkshochschule Bochum statt.

4. September 2022, 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich. Schlaglichter Bochumer Geschichte“

Treffpunkt im Foyer.

Carl Arnold Kortum
Carl Arnold Kortum (Quelle: HANKE)

14. September 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Dr. Hans H. Hanke: Das war C.A.Kortum

Der Name „Kortum“ ist in Bochum allgegenwärtig. Weit weniger präsent ist Person Kortums, der nicht selten als Kaufhausgründer bezeichnet wird.
Im Vortrag soll sein Leben und sein Wirken als Arzt, Gelehrter sowie unterhaltsamer Dichter in Wort und Bild vor Augen geführt werden. Dass dabei das Bochum seiner Zeit und sein Nachwirken nicht außer Acht gelassen werden kann, ist selbstverständlich. 



2. Oktober 2022, 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich. Schlaglichter Bochumer Geschichte“.

Treffpunkt im Foyer.

Friedrich-Ebert-Straße mit Zeche Holland circa 1974
Friedrich-Ebert-Straße mit Zeche Holland circa 1974 (Quelle: Heid Postkarten)

18. Oktober 2022
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Veranstaltungsort: Zweigbücherei Wattenscheid Gertrudiscenter, Beginn 18:30 Uhr
Andreas Froning: Die Jahre Straßenbahn in Wattenscheid

Über 125 Jahre ist sie nun her, die Inbetriebnahme der heutigen Straßenbahnlinien von und nach und durch Wattenscheid. Insbesondere die Linie 302, die über 30 Kilometer von Buer über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Bochum bis nach Langendreer führt, stellt ein schönes Stück Ruhrgebiet dar. Nach den bescheidenen Anfängen in den 1890er Jahren befördert die Straßenbahnlinie 302 heutzutage jährlich Millionen Menschen durch das mittlere Ruhrgebiet und ist damit ein unverzichtbarer Teil der Infrastruktur eines der größten Ballungszentren Europas. Das Wachsen und Werden dieser längsten Linie der BOGESTRA, ja sogar der längsten Straßenbahnlinie des gesamten Ruhrgebiets, soll Thema dieses reich bebilderten Vortrags sein. 
Der Vortrag findet in Kooperation mit der Stadtbücherei – Zweigbücherei Wattenscheid – statt.

Zeche Vollmond, Postkarte um 1900
Zeche Vollmond, Postkarte um 1900 (Quelle: HEID)

2. November 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
PD Dr. L. Joseph Heid: Ende der Maloche im Kohlebergbau

Auch jüdische Arbeiter waren unter Tage dabei  
Ende Dezember 2018 war „Schicht im Schacht“: Mit einem zentralen Festakt wurde der deutsche Steinkohlenbergbau in Bottrop verabschiedet. Von den ausländischen Bergmännern, die man im vorletzten Jahrhundert mit allerlei Versprechungen ins Ruhrgebiet geholt hatte, war wenig die Rede. Und schon gar nichts hörte man von jüdischen Arbeitern, die man während des Ersten Weltkrieges und auch danach in Russisch-Polen, teils freiwillig, teils mit Gewalt zur schwerindustriellen Arbeit nach Deutschland gelockt hatte. Allein 4.000 von ihnen arbeiteten als Kumpel in den Kohlegruben des rheinisch-westfälischen Industriegebietes unter Tage. Viel zitiert auch das Wort, das als Ehrenwort der Ruhrgebietsarbeiter gilt: Maloche. Wo kommt es her, dieses rein hebräische Wort, und wie konnte es sich selbstverständlich und allgemein verbreiten?

6. November, 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich. Schlaglichter Bochumer Geschichte“

Treffpunkt im Foyer.

4. Dezember, 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich. Schlaglichter Bochumer Geschichte“

Treffpunkt im Foyer.

Ausschnitt aus der Karte des Westfälischen Reichskreises 1761 (Stadtarchiv Hagen)
Ausschnitt aus der Karte des Westfälischen Reichskreises 1761 (Stadtarchiv Hagen) (Quelle: Stadtarchiv Hagen)

14. Dezember 2022, 19 Uhr
Vortragsreihe Bochumer Stadtgeschichte
Prof. Dr. Felicitas Schmieder: Die Grafschaft Mark und ihre Städte in der frühen Regionalkartographie

Seit dem späten 15. Jahrhundert sind in Westfalen die ersten regionalen Karten erhalten, von der Handskizze lokaler Grenz- oder Territorialstreitigkeiten bis hin zu Teilkarten größerer Werke, die mit Namen wie Ortelius oder Mercator verbunden sind. Vor allem letztere Karten wirken auf uns wie die Vorstufen unserer moderner Karten - doch man kann sie auch lesen als die späten Produkte einer mittelalterlichen Kartographie, für die Raum und Zeit noch ungetrennt erschienen und die Landschaften noch anders sah, als wir das heute tun.