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Stadtarchiv

Veranstaltungen und Vorträge

im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Bestuhltes Publikum bei einem Vortrag

Stadtarchiv

Veranstaltungsort: (falls nicht anders angegeben): Stadtarchiv -Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum

Der Eintritt zu den  Ausstellungen und Veranstaltungen ist in der Regel frei.

Das sind unsere nächsten Veranstaltungen:

18. Januar, 19 Uhr
Linda Unger
Lore Agnes - Eine Bochumer Bergarbeitertochter im Reichstag

Lore Agnes
Lore Agnes (Quelle: Stadt Bochum)

Wer kennt es nicht, das legendäre Bild von Clara Zetkin vor dem Reichstag, mit ihrem Stock in der Hand und von ihren Mitstreiterinnen flankiert? Diese Mitstreiterinnen sind die SPD-Politikerinnen Mathilde Wurm aus Frankfurt und Lore Agnes - aus Bochum!

Wie weit Lore Agnes, geboren als Laura Benning, Tochter eines Bochumer Bergmanns und Fabrikarbeiters, es einmal bringen würde ahnt zunächst niemand.

Linda Unger hat in Archiven gestöbert und ist dabei auf einige unerwartete Ergebnisse gestoßen.

31. Januar 2023, 19 Uhr
Dr. Manfred Keller:
Vom Umgang mit der jüdischen Geschichte und Kultur vor Ort - Projekte der Evangelischen Stadtakademie Bochum.

Jüdinnen und Juden haben über Jahrhunderte die Geschichte der Stadt Bochum begleitet und geprägt. Sie leisteten bedeutsame Beiträge zum wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben vor Ort. Zwölf Jahre Nationalsozialismus haben die jüdischen Gemeinden in Bochum und Wattenscheid ausgelöscht und einen großen Teil ihres Kulturerbes zerstört.

Auf diesem Hintergrund beleuchtet der Vortrag die Erinnerungskultur vor Ort, speziell im Blick auf den Umgang mit jüdischer Geschichte und Kultur. Exemplarisch stellt der Referent zwei Projekte der Evangelischen Stadtakademie Bochum vor - den „Erinnerungsweg zur jüdischen Geschichte in Bochum und Wattenscheid“  sowie „Leben und Werk des jüdischen Kantors Erich Mendel / Eric Mandell“ - und lädt ein zum gemeinsamen Nachdenken und zum Gespräch über den Umgang mit der jüdischen Geschichte und Kultur in unserer Stadt.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
5. Februar, 14 Uhr

Prof. Dr. Manfred Rasch
Das Ruhrgebiet und Bochum im Ersten Weltkrieg: Impressionen
aus Wirtschaft und Technik.
15. Februar, 19 Uhr

Gefallenenliste
Gefallenenliste (Quelle: Stadt Bochum)

Der Erste Weltkrieg hat das Ruhrgebiet verändert, nicht nur sozial, sondern auch technisch und wirtschaftlich. In Bochum produzierte vor dem Ersten Weltkrieg nur der Bochumer Verein Rüstungsgüter. Im Laufe des Krieges wurden Kohle und Arbeitskräfte knapp, weshalb man sich bemühte, Energie zu sparen (Elektrifizierung) und Arbeit mechanisierte, aber auch Kriegsgefangene und Frauen zu zum Teil schwerer Arbeit heranzog. Trotz notwendiger Investitionen stiegen die Gewinne einiger Firmen enorm, weshalb der Reichstag eine Prüfungskommission einsetzte, jedoch ohne großen Erfolg! Diese Entwicklungen werden anhand von Fotografien und Grafiken dargestellt.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
5. März, 14 Uhr

Dr. Hans H. Hanke
„Aus dem Werkstoff des Krieges einen Boten des Friedens“
Das Bochumer Glockenspiel für die Weltfriedenskirche in Hiroshima
8. März, 19 Uhr

Übergabe der Glocke für Hiroshima
Übergabe der Glocke für Hiroshima (Quelle: Stadt Bochum)

1952 wurde ein Glockenspiel des „Bochumer Vereins“ feierlich der Weltfriedenskirche in Hiroshima übergeben, wo es noch heute erklingt. Auch wenn dieses Geschenk der ehemaligen „Gauhauptstadt“ Bochum halbwegs bekannt ist, so ist das gesamte Konzept der Kirche weitgehend unbekannt. Die Weltfriedenskirche von Hiroshima wurde im Gedenken an die Opfer des Krieges und der Atombomben in Verbindung mit dem Wunsch nach weltweitem Frieden 1950 bis 1954 nach einem Entwurf des Architekten Murano Tōgo (1891–1984) errichtet. Mit Bochum trugen die Städte Düsseldorf, Münster, Bonn, München, Köln und Aachen sowie die Länder Bayern und NRW zur kunstvollen Ausstattung des Gebäudes bei. Konrad Adenauer schenkte das Altarbild. Die Geschichte der Kirche ist abwechslungsreich und soll in Wort und Bild vorgestellt werden.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
2. April, 14 Uhr

Christoph Hirt
Von Raubgräbern und Schatzsuchern
– Unterwegs mit einem Bochumer Sondengänger
19. April, 19 Uhr

Fundstück von Christoph Hirt, Mars-Statuette aus Bochum Stiepel
Fundstück von Christoph Hirt, Mars-Statuette aus Bochum Stiepel (Quelle: LWL – Archäologie für Westfalen)

Wenn man an archäologische Funde in Deutschland denkt, fallen einem nicht sofort die Stadt Bochum und das Ruhrgebiet ein. Kaum jemand weiß, dass auch hier schon bedeutsame Entdeckungen gemacht wurden. Sowohl steinzeitliche als auch römische Artefakte belegen frühe Besiedlung und Handel in der Region. Darum lohnt es sich, einmal auf die Suche zu gehen. Als offizieller Sondengänger hat man die Möglichkeit, sich legal in seiner Freizeit damit zu beschäftigen. Was man hier entdecken kann und welche Voraussetzungen man für diese Tätigkeit erfüllen muss, beleuchtet der Vortrag des Bochumer Hobbyarchäologen Christoph Hirt.

Markus Lutter
1953 – 2023 – 70 Jahre Bochumer Jahresfilm
3. Mai, 19 Uhr

Ausschnitt aus der Bochumer Jahresschau 1960
Dreharbeiten der Bochumer Jahresschau 1960 (Quelle: Stadt Bochum)

Es ist nun 70 Jahre her, dass die erste „Bochumer Jahresschau“ zum Zweck der „Aufklärung der Bürgerschaft“ vom Presseamt der Stadt Bochum gedreht wurde. Einer Idee des Deutschen Städtetages folgend war Bochum eine der ersten Städte, die einen Jahresbericht in filmischer Form erstellte - als „Rechenschaftsbericht des Rates und der Stadtverwaltung“. Diese Filme änderten sich in ihrer Form, aus steifen Reden wurden Filmclips, aus einer Verpflichtung eine Tradition, aus der Jahresschau die „Bochumer Themen“. Bochum ist die einzige Stadt Deutschlands, die noch einen Jahresfilm dreht. Bereits zum 50. Jubiläum dieser Filmreihe wurde eine Zusammenfassung mit dem Titel „Bochum - ein halbes Jahrhundert Stadtgeschichte“ erstellt. 20 Jahre danach, zum 70. Jubiläum, ist es Zeit, wieder einmal zurückzublicken. Erfahren Sie bei dem Vortrag Interessantes über den Jahresfilm und die filmische (Selbst-)Darstellung Bochums.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
7. Mai, 14 Uhr

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
4. Juni, 14 Uhr

Gero Kopp
Der Weg des Bochumer Sports in die NS-Diktatur
21. Juni, 19 Uhr

Mitteilung zum Deutschen Turnfest 1933
Mitteilung zum Deutschen Turnfest 1933 (Quelle: Stadt Bochum)

Der deutsche Sport und dessen Entwicklung während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 wurden vor allem auf überregionaler, nationaler Ebene, aber auch in internationaler Perspektive in vielen Aspekten umfangreich analysiert. Vor allem aber aus dem Auftreten der handelnden Akteur*innen der Sportverbände und -vereine vor Ort begründet sich für die heutige Sportbewegung Deutschlands auch eine besondere Verantwortung. Anhand einer Betrachtung der bürgerlichen Bochumer Turn- und Sportvereine ab dem Frühjahr 1933 soll dieser Prozess im Rahmen des Vortrags durch lokale Beispiele näher dargestellt werden. Dieser war in erster Linie durch eine weitreichende bereitwillige oder sogar begeisterte Unterordnung in die nationalsozialistische Politik gekennzeichnet. Die sogenannte Selbstgleichschaltung der Vereine, deren Schritte vor allem auf Eigeninitiative erfolgten, steht charakteristisch für diese Entwicklung ebenso wie die Zusammenarbeit der Vereine mit NS Organisationen oder die Partizipation an „nationalen Feiertagen“.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
2. Juli, 14 Uhr

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
6. August, 14 Uhr

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
3. September, 14 Uhr

Heiko Koch
Das Heusnerviertel
20. September, 19 Uhr

Heusnerviertel
Heusnerviertel (Quelle: Ingrid Kratkey)

Bochum war in den 1980er Jahren eine Hochburg der Hausbesetzerszene. 1981/82 wurden vier leerstehende Fabrikhallen für ein „Autonomes Zentrum“ und von 1984 bis 1986 bis zu 20 Häuser im Heusnerviertel besetzt. Dies geschah, um dem Bau der Westtangente zu trotzen, billigen Wohnraum zu erlangen und ein „alternatives Leben“ zu gestalten. Über die Jahre hinweg lebten hier einige hundert Besetzer*innen, bis das Viertel 1986 unter großem Protest und Widerstand geräumt und abgerissen wurde. Heiko Koch schrieb 2017 seine Masterthesis über diese Großraumbesetzung. In seinem Vortrag umreißt er faktenreich die Geschehnisse in und um das Viertel. Als Soziologe befasst er sich mit der Zusammensetzung des Besetzer*innen-Milieus, ihren Motiven, der Gestaltung ihres alltäglichen Lebens und den Formen ihres Widerstands.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
1. Oktober, 14 Uhr

Dolf Mehring
Die wechselvolle Geschichte der Bochumer Waisenfürsorge – dargestellt am Beispiel des St. Vinzenz e.V.
18. Oktober, 19 Uhr

Schlafsaal im Sankt Vinzenz
Schlafsaal im St. Vinzenz (Quelle: Stadt Bochum)

Die Fürsorge für Waisenkinder spielte in der Stadt Bochum schon im Mittelalter eine Rolle. In der Regel wurden Waisen in der Großfamilie mit aufgezogen oder von Pflegeeltern versorgt. Das Bochumer ‚Gasthaus‘ nahm aber bereits in der Zeit nach dem dreißigjährigen Krieg ‚fahrende Schüler‘ und ‚verbrannte Jungen‘ auf. Die Stiftung Overdyck widmete sich ab 1819 dem Thema Waisen. Mit der Gründung des ersten Bochumer Krankenhauses – St. Elisabeth – vor genau 175 Jahren – kamen die Vinzentinerinnen nach Bochum, die die Waisenpflege neben der Krankenpflege als ihre Basis-Aufgabe ansahen. 1887 wurde das Bochumer St.Vinzenz Kinderheim als Ausgründung des Elisabeth-Hospitals eröffnet. Neben den christlichen Einrichtungen entstanden auch städtische Kinderheime. Die Entwicklung der Waisenfürsorge in Bochum verlief dynamisch, insbesondere in Kriegszeiten wurde sie zu einem gravierenden Faktor in der Kinder- und Jugendhilfe.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
5. November, 14 Uhr

Dr. Marco Rudzinski
Konsum, Kortum und Konsorten
15. November, 19 Uhr

Verkaufsstelle der Konsumanstalt des Bochumer Vereins 1925
Verkaufsstelle der Konsumanstalt des Bochumer Vereins 1925 (Quelle: Historisches Archiv Krupp)

Für die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln spielt der Lebensmittelhandel seit jeher eine unverzichtbare Rolle. In der Ruhrgebietsgeschichte ist er gleichwohl stiefmütterlich behandelt worden: Zu sehr stand der Handel hier stets im Schatten der Schwerindustrie. Der bebilderte Vortrag möchte als ein Mosaikstein in dieser Hinsicht Abhilfe schaffen, und zwar am Beispiel der Stadt Bochum. Beleuchtet wird die Entwicklung des örtlichen Lebensmittelhandels in den vergangenen 150 Jahren. Dabei mag das ein oder andere Detail verblüffen oder auch Erinnerungen wecken.

Kostenlose Führung durch die Ausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“
3. Dezember, 14 Uhr

PD Dr. Dietmar Bleidick
Vom Stollen zur Schachtanlage.
Vor- und frühindustrieller Bergbau in Bochum zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert
13. Dezember, 19 Uhr

Haunert Brockhauser Tiefbau
Haunert Brockhauser Tiefbau (Quelle: Dietmar Bleidick)

Im Ruhrtal zwischen Dortmund und Essen liegen die Ursprünge des Ruhrbergbaus. Auch im Bochumer Süden entstanden seit dem 17. Jahrhundert zahlreiche Bergwerke. Nach rund zwei Jahrhunderten Stollenbergbau begann Mitte des 19. Jahrhunderts der Übergang zur modernen Tiefbauzeche. Der Vortrag skizziert unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, technischer, politischer und gesellschaftlicher Aspekte die Leitlinien dieser Entwicklung und ihrer Bedeutung für den Raum Bochum. Außerdem wird der 2021 fertiggestellte neue Bergbauwanderweg Bochum-Süd vorgestellt.