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Stadtarchiv

Schaufenster Stadtgeschichte

Monatliche Reihe des Stadtarchivs - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Stadtarchiv

Das „Schaufenster Stadtgeschichte“ präsentiert einmal im Monat ein besonderes Dokument oder Objekt aus den Beständen des Stadtarchivs - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Auf diese Weise werden nicht nur historische Ereignisse oder Persönlichkeiten vorgestellt. Das „Schaufenster Stadtgeschichte“ gewährt auch einen Einblick in die bunte Vielfalt der historischen Zeugnisse, die zum kulturellen Erbe Bochums gehören und die im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte verwahrt werden.

Archivale des Monats

Werbeschild Café Ferdinand: „Liebling, ich möchte jetzt mit dir…“

Werbeschild Café Ferdinand
Werbeschild Café Ferdinand (Quelle: Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte)

Viele Jahre hing das Schild des Café Ferdinand in der Ferdinandstraße an seinem Platz und warb für eine entspannende Einkehr in diese bei vielen Bochumern beliebten Institution. Aus dem früheren Slogan „Wo ist Ferdinand?“ erwuchs Mitte der 1980er Jahre der bis zuletzt genutzte Werbespruch „Liebling, ich möchte jetzt mit dir… ins Café Ferdinand“, der mit dem Bild eines jungen Liebespärchens Passanten neugierig machen sollte. Und das sehr erfolgreich! Über viele Jahrzehnte war das Ferdinand, eine Mischung aus Café, Bistro, Kneipe und Kulturraum, beliebter Treffpunkt nicht nur für die Bewohner des nahen Ehrenfelds. 

Die Geschichte dieses Cafés geht bis in das Jahr 1874 zurück, als der frühere Bergmann Heinrich Märker eine „Gast- & Schenkwirthschaft“ in der Ferdinandstraße eröffnete. Das Lokal entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt für die Fuhrleute nach Altenbochum und Witten. Die schweren Bombardierungen Bochums im November 1944 überstand das Gebäude als einziges des gesamten Straßenzuges nahezu unversehrt. Nach mehreren Betreiberwechseln nahm das bis zuletzt wohlbekannte Café 1982 zunächst als „Granny´s Rock Café“ und ab 1985 als Café Ferdinand Gestalt an und entwickelte sich im erweiterten Umfeld des Hauptbahnhofs zu einem beliebten Treffpunkt für die Ehrenfelder und darüber hinaus. Von morgens bis in die späte Nacht wurde hier gefeiert, gegessen und getrunken, Kultur genossen oder einfach nur die Zeitung gelesen, geradezu legendär waren die stets stark frequentierten Frühstücksbüffets am Vormittag.

Die Schließung des Café Ferdinand im November 2025 wurde in weiten Teilen der Stadtgesellschaft mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Diese altehrwürdige Institution gepflegter Cafékultur lebt in den Erinnerungen von Generationen treuer Gäste und nun auch in der Sammlung des Stadtarchivs – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte fort.