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Gesundheit

Verhaltenstipps

Erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Hitzeperioden erträglicher machen können.

Gesundheit

Achten Sie auf sich und auch auf Ihre Mitmenschen - besonders, wenn es sich um hitzegefährdete Personen handelt.

Allgemein gilt:

An heißen Tagen sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, insbesondere wenn Sie körperlich aktiv sind. Hierzu eignen sich besonders Wasser, Früchte- und Kräutertee oder Fruchtschorlen. Hierbei gilt zu beachten, dass diese Getränke lauwarm sein sollten, da der Körper bei eiskalten Getränken wiederum Energie verbraucht, um die Temperatur auszugleichen.

Durst ist ein Zeichen, dass der Körper bereits zu viel Flüssigkeit verloren hat. Daher trinken Sie jede Stunde ein Glas Wasser - auch wenn Sie keinen Durst haben. Alkoholische Getränke entziehen dem Körper zusätzlich Flüssigkeit.

Obst und frisches Gemüse erfrischen nicht nur, sondern liefern zusätzliche Flüssigkeit sowie Vitamine und Mineralien. Besonders geeignet sind Tomaten, Gurken und Melonen, durch ihren hohen Wasseranteil. 

Fettiges Essen ist nicht zu empfehlen, da es schwer im Magen liegt und damit den Körper zusätzlich zum Schwitzen bringt.

Zur heißesten Tageszeit zwischen 11 Uhr und 18 Uhr sollte die Aktivität reduziert und nach Möglichkeit keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten werden. Genießen Sie ein spannendes Buch und ruhen Sie sich an einem heißen Tag einfach mal aus. Sollte dies nicht möglich sein, finden Sie unter Hitze am Arbeitsplatz Maßnahmen zur Steigerung des Wohlbefindens. 

Tragen Sie weite, dünne, leichte und atmungsaktive Stoffe. Idealerweise in hellen Farben, da dadurch das Sonnenlicht reflektiert wird und der Körper sich weniger aufheizt als mit dunkler Kleidung.

Bei Hitze ist es wichtig, Sonnencreme zu verwenden, um die Haut vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen. Es ist ratsam, Sonnenschutzmittel mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (LSF) zu verwenden, um die Haut vor Sonnenbrand und langfristigen Schäden wie vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs zu schützen. Der LSF gibt an, um wie viel länger man sich mit der Verwendung des Sonnenschutzmittels der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu erleiden. Es wird empfohlen, Sonnenschutzmittel regelmäßig und großzügig aufzutragen und den Schutz durch das Tragen von Schutzkleidung und das Meiden der intensivsten Sonnenstrahlung zu ergänzen.

Um einen Sonnenstich zu vermeiden, sollte eine Kopfbedeckung - wie beispielweise ein Cappi, eine Mütze oder ein Tuch - getragen werden. Dies gilt insbesondere für Kinder.

So angenehm kaltes Wasser an Händen und Füßen ist, ist bei der Dusche lauwarmes Wasser vorzuziehen, damit der Körper nicht den Temperaturunterschied ausgleichen muss.

An heißen Tagen kommt es bei vielen Menschen zu geschwollenen Händen und Füßen, da sich die Venen weiten und die Flüssigkeiten nicht gut genug abtransportiert werden. Hier hilft leichte Bewegung und betroffene Gliedmaßen hoch legen.

Besonders erfrischend wirkt kaltes Wasser über Hände und Füße fließen zu lassen oder ein kaltes Fußbad zu nehmen.

Fächer und Ventilatoren sorgen für Luftbewegung, welche die warme Luft vom Körper wegtransportiert. Zusätzlich können feuchte Tücher für Verdunstungskühlung sorgen.

Morgens und spät abends, wenn die Luft kühler ist, kann durch Querlüften diese Luft die Wohnräume kühlen. Während des Tages können heruntergelassene Rollläden oder Jalousien das Aufheizen der Räume reduzieren.

Elektrische Geräte und deren Ladegeräte produzieren Wärme. Schalten Sie nicht benötigte Geräte aus und ziehen nach Möglichkeit auch die Ladegeräte aus den Steckdosen.

Weder Sie selbst, noch Kinder oder Tiere sollten in parkenden Autos sitzen bleiben. Autos erhitzen sich unter Sonneneinstrahlung sehr schnell und erreichen extreme Werte. 

Besondere Vorsicht bei Hitze ist bei der Einnahme von Medikamenten geboten, welche den Flüssigkeitshaushalt oder die Temperatur des Köpers beeinflussen. Bei Hitze muss die Dosierung eventuell angepasst werden, sprechen Sie dazu mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin.

Tipps für Risikogruppen und ausführlichere Informationen:

  • Je kleiner ein Kind ist, desto empfindlicher reagiert es. Deshalb sollten Säuglinge (Kinder unter einem Jahr) nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden
  • Kinder sollten zwischen 11 und 15 Uhr, möglichst im Haus oder zumindest im Schatten aufhalten, da dann die Sonnenstrahlung am stärksten ist
  • Es wird eine luftige, helle Baumwollkleidung mit breitkrempigem Hut oder Mütze mit Nackenschutz empfohlen
  • Mindestens 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien sollten Sie dem Kind eine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) auftragen

Weitere Tipps zum Sonnen-und Hitzeschutz der Risikogruppe erhalten Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.kindergesundheit-info.de.

  • Kontrollieren Sie die Raumtemperaturen morgens zwischen 8 und 10 Uhr, mittags gegen 13 Uhr und abends nach 22 Uhr. Die Raumtemperatur sollte 26°C nicht übersteigen
  • Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber ab
  • Reduzieren Sie künstliche Beleuchtung und Elektrogeräte als Wärmequelle
  • Vermeiden Sie einen Hitzestau durch Bekleidung und Bettwäsche. Verwenden Sie leichte Bettwäsche, so wenig Kissen wie möglich und nur Laken als Zudecke
  • Halten Sie kühle (nicht kalte) Getränke bereit. Meiden Sie Kaffee, schwarzen oder grünen Tee wegen des Koffeins
  • Bieten Sie so oft, am besten in jeder Stunde, ein bis zwei Gläser Flüssigkeit zum Trinken an. Die tägliche Trinkmenge sollte wenigstens anderthalb bis zwei Liter betragen
  • Achtung: Bei manchen Krankheiten (zum Beispiel bei Menschen mit Demenz) müssen Sie die Flüssigkeitszufuhr sorgfältig kontrollieren. Lassen Sie sich von der Hausärztin oder dem Hausarzt einen Trinkplan erstellen
  • Bei starkem Schwitzen sollten Sie darauf achten, den Salzverlust auszugleichen. Reichen Sie natriumhaltiges Mineralwasser (>20mg/l)
  • Generell sollten Sie natriumarme Getränke wie Fruchtsäfte, Tee oder Kaffee nur dann reichen, sofern eine ausreichende Kochsalzzufuhr auf anderem Wege gesichert ist
  • Bieten Sie leichte Kost an: viel Gemüse, Salate, wasserreiches Obst
  • Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen
  • Kühlen Sie Lebensmittel oder brauchen Sie diese schnell auf. Angebrochene Packungen (zum Beispiel Joghurt, Flüssignahrung) oder Fruchtsäfte in geöffneten Flaschen können bei großer Hitze schnell verderben, weil der darin enthaltene Zucker bei Hitze auch das Bakterienwachstum fördert und dies zu Durchfallerkrankungen führen kann
  • Benutzen Sie eine kühlende Körperlotion, evtl. ein Wasserspray
  • Bereiten Sie ein kaltes Fußbad
  • Kontrollieren Sie täglich, bei großer Hitze auch mehrmals täglich, die Körpertemperatur. Die Körpertemperatur sollte nicht über 36,9°C steigen
  • Achten Sie auf Symptome, die auf eine Überhitzung des Körpers hinweisen wie Unruhe, Verwirrtheit, Erbrechen. Auch trockene, kühle Haut bei gleichzeitig hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt verständigen
  • Wechseln Sie durchgeschwitzte Bettwäsche öfter als üblich
  • Benutzen Sie, falls möglich, eher eine Netzhose mit Einlage anstelle einer Einwegwindel mit Plastikfolie

Hitzeknigge

Ausführlichere Informationen finden Sie im Hitzeknigge des Umweltbundesamtes.