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Gesundheit

Verhaltenstipps

Erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Hitzeperioden erträglicher machen können.

Gesundheit

Achten Sie auf sich und auch auf Ihre Mitmenschen - besonders, wenn es sich um hitzegefährdete Personen handelt.

Keep cool in Bochum – Mit diesen 10 Tipps für heiße Tage

Hitzeaktionskampagne (Quelle: Stadt Bochum)

  1. Viel Trinken: Mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag, am besten Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte.
  2. Richtig Lüften: Nur nachts und in den frühen Morgenstunden lüften, Fenster tagsüber komplett schließen.
  3. Wohnung abdunkeln: Rollläden und Vorhänge tagsüber geschlossen halten, um die Sonne auszusperren.
  4. Leichte Ernährung: Leichte Kost wie Obst, Gemüse (zum Beispiel Gurken, Melonen) und kleine Portionen belasten den Körper weniger.
  5. Abkühlung für den Körper: Lauwarme Duschen, feuchte Tücher im Nacken oder kühle Fußbäder
  6. Anstrengungen vermeiden: Sport und schwere körperliche Arbeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  7. Sonnenschutz: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Hut verwenden.
  8. Wärmequellen minimieren: Elektrogeräte (Fernseher, Computer, Backofen) ausschalten, da sie zusätzliche Hitze erzeugen.
  9. Luftige Kleidung: Helle, weite Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen tragen.
  10. Cool bleiben: Sich in schattigen Bereichen oder kühlen Innenräumen aufhalten und direkte Sonne  meiden.

Diese und weitere Tipps finden Sie auch zusammengefasst im Hitzeflyer (pdf-Datei).

Allgemein gilt:

Zur heißesten Tageszeit zwischen 11 Uhr und 18 Uhr sollte die Aktivität reduziert und nach Möglichkeit keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten werden. Genießen Sie ein spannendes Buch und ruhen Sie sich an einem heißen Tag einfach mal aus. Sollte dies nicht möglich sein, finden Sie unter Hitze am Arbeitsplatz Maßnahmen zur Steigerung des Wohlbefindens. 

Weder Sie selbst, noch Kinder oder Tiere sollten in parkenden Autos sitzen bleiben. Autos erhitzen sich unter Sonneneinstrahlung sehr schnell und erreichen extreme Werte. 

Besondere Vorsicht bei Hitze ist bei der Einnahme von Medikamenten geboten, welche den Flüssigkeitshaushalt oder die Temperatur des Köpers beeinflussen. Bei Hitze muss die Dosierung eventuell angepasst werden, sprechen Sie dazu mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin.

Tipps für Risikogruppen und ausführlichere Informationen:

  • Je kleiner ein Kind ist, desto empfindlicher reagiert es. Deshalb sollten Säuglinge (Kinder unter einem Jahr) nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden
  • Kinder sollten zwischen 11 und 15 Uhr, möglichst im Haus oder zumindest im Schatten aufhalten, da dann die Sonnenstrahlung am stärksten ist
  • Es wird eine luftige, helle Baumwollkleidung mit breitkrempigem Hut oder Mütze mit Nackenschutz empfohlen
  • Mindestens 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien sollten Sie dem Kind eine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) auftragen

Weitere Tipps zum Sonnen-und Hitzeschutz der Risikogruppe erhalten Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.kindergesundheit-info.de.

  • Kontrollieren Sie die Raumtemperaturen morgens zwischen 8 und 10 Uhr, mittags gegen 13 Uhr und abends nach 22 Uhr. Die Raumtemperatur sollte 26°C nicht übersteigen
  • Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber ab
  • Reduzieren Sie künstliche Beleuchtung und Elektrogeräte als Wärmequelle
  • Vermeiden Sie einen Hitzestau durch Bekleidung und Bettwäsche. Verwenden Sie leichte Bettwäsche, so wenig Kissen wie möglich und nur Laken als Zudecke
  • Halten Sie kühle (nicht kalte) Getränke bereit. Meiden Sie Kaffee, schwarzen oder grünen Tee wegen des Koffeins
  • Bieten Sie so oft, am besten in jeder Stunde, ein bis zwei Gläser Flüssigkeit zum Trinken an. Die tägliche Trinkmenge sollte wenigstens anderthalb bis zwei Liter betragen
  • Achtung: Bei manchen Krankheiten (zum Beispiel bei Menschen mit Demenz) müssen Sie die Flüssigkeitszufuhr sorgfältig kontrollieren. Lassen Sie sich von der Hausärztin oder dem Hausarzt einen Trinkplan erstellen
  • Bei starkem Schwitzen sollten Sie darauf achten, den Salzverlust auszugleichen. Reichen Sie natriumhaltiges Mineralwasser (>20mg/l)
  • Generell sollten Sie natriumarme Getränke wie Fruchtsäfte, Tee oder Kaffee nur dann reichen, sofern eine ausreichende Kochsalzzufuhr auf anderem Wege gesichert ist
  • Bieten Sie leichte Kost an: viel Gemüse, Salate, wasserreiches Obst
  • Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen
  • Kühlen Sie Lebensmittel oder brauchen Sie diese schnell auf. Angebrochene Packungen (zum Beispiel Joghurt, Flüssignahrung) oder Fruchtsäfte in geöffneten Flaschen können bei großer Hitze schnell verderben, weil der darin enthaltene Zucker bei Hitze auch das Bakterienwachstum fördert und dies zu Durchfallerkrankungen führen kann
  • Benutzen Sie eine kühlende Körperlotion, evtl. ein Wasserspray
  • Bereiten Sie ein kaltes Fußbad
  • Kontrollieren Sie täglich, bei großer Hitze auch mehrmals täglich, die Körpertemperatur. Die Körpertemperatur sollte nicht über 36,9°C steigen
  • Achten Sie auf Symptome, die auf eine Überhitzung des Körpers hinweisen wie Unruhe, Verwirrtheit, Erbrechen. Auch trockene, kühle Haut bei gleichzeitig hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt verständigen
  • Wechseln Sie durchgeschwitzte Bettwäsche öfter als üblich
  • Benutzen Sie, falls möglich, eher eine Netzhose mit Einlage anstelle einer Einwegwindel mit Plastikfolie

Hitzeknigge

Ausführlichere Informationen finden Sie im Hitzeknigge des Umweltbundesamtes.