Die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in KölnRheinRuhr vereint ideale Voraussetzungen: Sie bieten den Athlet*innen die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere – mit einer hohen Dichte an spektakulären Sportstätten, einer leistungsfähigen Infrastruktur und einer sportbegeisterten Bevölkerung. Die Bewerbung soll den Zusammenhalt stärken und langfristige Impulse für Sport, Stadtentwicklung und Inklusion setzen. Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele.
FAQ
Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Olympischen Spielen an Rhein und Ruhr.
Olympische Spiele an Rhein und Ruhr
Die Bewerbung stärkt die politische Unterstützung für den Sport und die Sportförderung.
- So wird in 2026 ein neues Förderprogramm des Landes für die Sanierung von Sportstätten für den Breitensport im Umfang von 600 Millionen Euro gestartet.
- Ebenfalls in 2026 wird die Förderung von Trainer*innen im Nachwuchsleistungssport deutlich verbessert.
- Für Übungsleitungen in Sportvereinen werden ab 2026 kostenlose Aus- und Fortbildungen angeboten.
Es sind 19 Städte beteiligt, darunter 17 Städte aus Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Kiel oder Warnemünde, Köln, Krefeld, Leverkusen, Markkleeberg (Sachsen), Mönchengladbach, Monheim, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal. Jede Stadt übernimmt bestimmte Sportarten.
Die weltweit bekannte Millionenstadt Köln wurde am 2. Dezember 2025 in einer Pressekonferenz als Leading City der Bewerbung bekannt gegeben. Diese Entscheidung erfolgte aus sportfachpolitischer Bewertung und wird von allen an der Bewerbung beteiligten Städten einstimmig befürwortet und getragen. In Köln werden das temporäre Leichtathletik-Stadion, das Olympische und Paralympische Dorf sowie der Media-Hub verortet sein. Die weiteren geplanten Sportarten in den anderen 16 Kommunen an Rhein und Ruhr bleiben bestehen.
Olympische und Paralympische Spiele können in der Rhein-Ruhr-Region als Katalysator für nachhaltige Entwicklungen in vielen Bereichen wirken. Ein zentrales Beispiel ist das Olympische und Paralympische Dorf, das nach den Spielen Lebensraum für rund 10.000 Menschen bieten würde. Gleichzeitig fließen Investitionen in ÖPNV, Sportstätten, Digitalisierung und Barrierefreiheit, die die Lebensqualität in der Region langfristig verbessern. Darüber hinaus sorgen die Spiele für internationale Aufmerksamkeit und setzen Impulse für Tourismus und wirtschaftliche Aktivitäten. Sie fördern den Sport in all seinen Facetten, stärken die Inklusion und das gesellschaftliche Miteinander und bieten die Chance, die Region als innovatives, weltoffenes Zentrum sichtbar zu machen.
Die Bewerbung setzt bewusst auf bestehende Infrastruktur - 100 Prozent der benötigten Sportstätten sind bereits vorhanden oder werden temporär ertüchtigt. Das reduziert die Kosten erheblich. Zudem wird auf Nachhaltigkeit und Nachnutzung gesetzt, sodass Investitionen langfristig der Bevölkerung zugutekommen. Die Kosten für die Durchführung der Spiele (das Durchführungsbudget) werden vollständig über Einnahmen durch TV-Rechte, Werbung und IOC-Zuschüsse abgedeckt. Öffentliches Geld würde nur für Sicherheit und medizinische Versorgung eingesetzt. Ein ausgeglichenes Durchführungsbudget ist - unabhängig von der Bewerberstadt - das Mindestziel Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland.
Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind eine Investition in die Zukunft mit klaren Finanzierungsmodellen und langfristigem Nutzen für Gesellschaft und Sport.
Die Spiele können ein positives Zeichen für internationalen Zusammenhalt, Frieden und Inklusion setzen. Sie bieten die Chance, gesellschaftliche Themen wie Barrierefreiheit, Klimaschutz und Teilhabe sichtbar zu machen und zu fördern. Es gilt die Chance zu nutzen und die Olympischen und Paralympischen Spiele in ein demokratisches Land wie Deutschland zu holen.
Die Bewerbung verpflichtet sich zu den Nachhaltigkeitsstandards des IOC und wird durch unabhängige Gremien begleitet. Es gibt klare Pläne zur Nachnutzung und transparente Berichterstattung. Die Region will ein neues Modell für nachhaltige Spiele etablieren.
Die Bewerbung strebt klimaneutrale Spiele an.
Dazu gehören:
- Nutzung bestehender Infrastruktur
- Förderung von ÖPNV und E-Mobilität
- Kompensation unvermeidbarer Emissionen
- Nachhaltige Bauweise bei temporären Anlagen
Die DOSB-Mitgliederversammlung entscheidet am 26. September 2026, ob KölnRheinRuhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Die finale Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) in einem mehrstufigen Dialogprozess. Wann die Spiele 2036, 2040 und 2044 vergeben werden, steht derzeit noch nicht fest.
Jede Stadt entscheidet selbst über ihre Beteiligung. Risiken werden durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur und transparente Planung minimiert.
Die Bewerbung setzt auf Bürgerbeteiligung – durch Dialogformate, Informationsveranstaltungen und die geplanten Ratsbürgerentscheide am 19.04.2026. Moderne, nachhaltige Spiele kann es nur mit und nicht gegen den Willen der Menschen im Land geben.
Die Bewerbung setzt bewusst auf Transparenz und Mitbestimmung. Deshalb führt Nordrhein-Westfalen am 19. April 2026 in allen am Konzept beteiligten Kommunen Ratsbürgerentscheide durch, bei dem die Menschen direkt abstimmen können.
Darüber hinaus können Bürger*innen auch aktiv als Unterstützer*innen mitwirken, etwa durch die Verbreitung von Informationen im eigenen Umfeld. Jede Form der Unterstützung trägt dazu bei, den gemeinschaftlichen Charakter der Bewerbung sichtbar zu machen und die Spiele zu einem Projekt der gesamten Region zu entwickeln.
Am 19. April 2026 können die Bürger*innen in den betroffenen Kommunen der Region RheinRuhr über die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 abstimmen. Grundlage dafür sind sogenannte Ratsbürgerentscheide, eine Form der direkten Demokratie, bei der die Entscheidung über eine konkrete Frage vom Stadtrat an die Bevölkerung übertragen wird (§ 26 Gemeindeordnung NRW). Die Abstimmung erfolgt über eine Ja-/Nein-Frage, beispielsweise: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt N.N. an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein-Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele beteiligt, die entweder im Jahr 2036, im Jahr 2040 oder im Jahr 2044 stattfinden sollen?“.
Abstimmungsberechtigt sind alle EU-Bürgerinnen und -bürger ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in einer der teilnehmenden Gemeinden wohnen. Die Abstimmungen werden ausschließlich per Brief durchgeführt. Damit das Ergebnis gültig ist, muss die Mehrheit der gültigen Stimmen für „Ja“ gestimmt haben. Diese Mehrheit muss zugleich – je nach Größe der Gemeinde – mindestens 10 bis 20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde ausmachen.
Die Paralympischen Spiele sind gleichwertiger Bestandteil der Bewerbung. Barrierefreiheit, Teilhabe und Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung sind zentrale Ziele – sowohl im Sport als auch in der Infrastruktur und Kommunikation.
Olympische und vor allem Paralympische Spiele können viel für Menschen mit Behinderung bewirken. Ihre sportlichen Leistungen werden sichtbar gemacht, was die gesellschaftliche Anerkennung fördert. Durch die mediale Aufmerksamkeit werden Vorurteile abgebaut und das Bewusstsein für Inklusion und Barrierefreiheit gestärkt. Die Sportler*innen dienen als Vorbilder, die zeigen, dass eine Behinderung kein Hindernis für Erfolg und Teilhabe ist. Gleichzeitig führen die Spiele oft zu nachhaltigen Verbesserungen in Infrastruktur und öffentlicher Wahrnehmung. Insgesamt tragen sie dazu bei, Menschen mit Behinderung mehr Selbstbewusstsein, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Paralympische Spiele können einen starken Impuls für den Sport von Menschen mit Behinderung in einer Region setzen, da sie Aufmerksamkeit, Anerkennung und Motivation schaffen.
Bestehende Sportvereine werden angeregt, neue Angebote sowohl für den Breitensport als auch für den Leistungssport zu entwickeln, sodass mehr Menschen mit Behinderung regelmäßig Sport treiben können. Die mediale Präsenz und lokale Begeisterung fördern Nachwuchsarbeit und Investitionen in barrierefreie Sportstätten und Förderprogramme, die langfristig den regionalen Sport stärken. Erfolgreiche Athlet*innen motivieren zudem andere Menschen mit Behinderung, aktiv zu werden und ihre sportlichen Ziele zu verfolgen. So tragen die Spiele nachhaltig zur Entwicklung einer inklusiven Sportkultur auf allen Leistungsniveaus bei.
Für Schulen: Olympische und Paralympische Spiele bieten Schulen die Chance, sportliche Bildung und Bewegung zu stärken und Werte wie Fairness, Vielfalt und Teamgeist zu vermitteln. Durch Projekte und Kooperationen mit Vereinen können diese Impulse praktisch umgesetzt werden.
Für Vereine: Olympische und Paralympische Spiele bieten Vereinen die Chance, durch mediale Aufmerksamkeit neue Mitglieder zu gewinnen – besonders in weniger bekannten Sportarten. Zudem können sie von Fördermitteln zur Investition in Sportstätten und der Infrastrukturprofitieren. Ebenfalls können lokale Vereine Teil des kulturellen und sportlichen Begleitprogramms werden.
Für die Jugend: Der direkte Kontakt zu internationalen Athlet*innen kann inspirierend wirken und neue Perspektiven eröffnen (Motivation durch Vorbilder). Jugendprojekte, Volunteer-Programme und sportliche Wettbewerbe im Vorfeld und während der Spiele bieten Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung. Die Bewerbung setzt auf Nachhaltigkeit – auch im Sinne einer dauerhaften Förderung des Nachwuchssports und der sozialen Infrastruktur.
Das IOC entscheidet nicht mehr nach einem festen Zeitplan, wann und wo zukünftige Spiele stattfinden. Indem Deutschland sich für mehrere Jahre bewirbt, erhöht es die Chancen, bei einer Vergabe berücksichtigt zu werden – unabhängig davon, ob die Spiele 2036, 2040 oder 2044 nach Europa kommen.
Die Bewerbung über drei mögliche Austragungsjahre zeigt, dass Deutschland langfristig und strategisch plant. Es signalisiert dem IOC, dass das Land bereit ist, sich den Herausforderungen der Ausrichtung zu stellen – wann immer die Gelegenheit kommt.
Auch ohne Zuschlag bleiben viele Impulse erhalten - zum Beispiel für Stadtentwicklung, Sportförderung und Inklusion. Die Bewerbung allein ist schon ein Motor für positive Veränderung, unabhängig vom Ausgang.
Alle vier Konzepte (Berlin, Hamburg, München und KölnRheinRuhr) haben das Potenzial für eine erfolgreiche Bewerbung beim IOC. Sollte es nicht Rhein-Ruhr sein, dann wird sich NRW voll und ganz hinter die Entscheidung des deutschen Sports unter dem Dach des DOSB und hinter die deutsche Bewerbung stellen.
- Starke politische Unterstützung: Die Landesregierungen und der Landtag stehen geschlossen hinter der Bewerbung. Die breite politische Rückendeckung verleiht der Bewerbung eine neue Dynamik und Glaubwürdigkeit.
- Bestehende Infrastruktur: Nordrhein-Westfalen verfügt bereits über viele der benötigten Sportstätten, viele davon mit hohem internationalem Renommee. Das reduziert Kosten und erhöht die Nachhaltigkeit der Bewerbung. 100 Prozent der benötigten Sportstätten sind bereits vorhanden oder temporär geplant.
- Innovative und nachhaltige Konzepte: Die Bewerbung setzt auf spektakuläre Sportstätten wie den Aquatics Dome auf Schalke und verfolgt nachhaltige Stadtentwicklung, etwa durch die Umwandlung des Leichtathletikstadions und des Olympischen Dorfes in einen neuen Stadtteil. Nordrhein-Westfalen bietet die größte Bühne für den größten Moment.
- Breite gesellschaftliche Beteiligung: Die Ratsbürgerentscheide und Beteiligungsverfahren stärken die demokratische Legitimation und Akzeptanz der Bewerbung in der Bevölkerung.
- Finanzierungskonzept: Die Bewerbung betont, dass die Spiele durch Ticketverkäufe, IOC-Zuschüsse und Vermarktung finanziert werden sollen. Steuern werden lediglich für ohnehin geplante Verbesserungen der Infrastruktur (ÖPNV etc.) aufgewandt.
- Impulse für den Breiten- und Leistungssport: Schon jetzt zeigt die Bewerbung positive Effekte, etwa durch neue Förderprogramme für Sportstätten und bessere Bedingungen für Trainer im Leistungssport.