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Referat für Sport und Bewegung

Olympische Spiele an Rhein und Ruhr

Referat für Sport und Bewegung

Logo der Initiative "Bochum Rhein Ruhr: Unsere Städte. Unsere Spiele"
Logo der Initiative "Bochum Rhein Ruhr: Unsere Städte. Unsere Spiele" (Quelle: Stadt Bochum)

Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind weit mehr als ein sportliches Großereignis. Für viele Athletinnen und Athleten sind sie der größte Moment ihres Lebens - ein Ziel, auf das oft über Jahrzehnte hingearbeitet wird. Mit der Olympiabewerbung KölnRheinRuhr für 2036, 2040 oder 2044 haben wir die Chance, diese besonderen Momente nach Nordrhein-Westfalen und nach Bochum zu holen: vor unsere Haustür, mitten in unsere Region, zu den Menschen, die Sport lieben und leben. 

Den Flyer zur Olympiabewerbung von Bochum als Teil von KölnRheinRuhr können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen zur Bewerbung der Region KölnRheinRuhr finden Sie hier: https://olympiabewerbung.nrw/


Kampagnenmotiv "Dein Ja". (Quelle: Stadt Bochum)

 

Bürgerentscheid

Bis zum 19. April 2026 steht für Bochum und die gesamte Rhein-Ruhr-Region eine wichtige Entscheidung an: Der Bürgerentscheid zur Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.

Diese Abstimmung ist mehr als nur ein Kreuz auf dem Papier – sie ist eine Chance, die Zukunft unserer Region aktiv mitzugestalten und Bochum als starken Teil einer internationalen Gemeinschaft zu zeigen. Bitte beteiligen Sie sich daher beim Ratsbürgerentscheid und stimmen Sie mit Ja

Der Bürgerentscheid ist ein Instrument der direkten Demokratie, das den Bochumer*innen die Möglichkeit zur politischen Mitbestimmung bietet. Bürgerentscheide können von den Bochumer*innen per Bürgerbegehren – also durch Sammlung einer bestimmten Mindestanzahl von Unterschriften Stimmberechtigter – herbeigeführt werden.  
Eine Sonderform des Bürgerentscheides stellt der Ratsbürgerentscheid dar, bei dem der Stadtrat in besonders wichtigen Fragestellungen die Entscheidung an die Stimmberechtigten übertragen kann. Diese Situation ist für die Frage bezüglich einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region Köln Rhein-Ruhr für das Jahr 2036, 2040 oder 2044 in Anspruch genommen worden.

Dieser Ratsbürgerentscheid wird als reine Briefabstimmung durchgeführt. Das heißt, dass keine Unterlagen beantragt werden müssen, sondern sämtliche Dokumente automatisch an alle Stimmberechtigten versandt werden. Aufgrund der Postlaufzeiten wird eine unverzügliche Rücksendung empfohlen; diese sollte nicht nach dem 15. April 2026 erfolgen, um den Zugang Ihrer Stimme sicherzustellen.

In einem Bürgerentscheid entscheiden die Bochumer*innen direkt über eine kommunalpolitische Sachfrage. Mit ihrem Kreuz bei JA oder NEIN auf die zur Abstimmung gestellte Frage. Der Bürgerentscheid hat die gleiche Wirkung wie der Beschluss des Rates. In einem Bürgerentscheid dürfen nur diejenigen abstimmen, die zu den Kommunalwahlen wahlberechtigt sind. 

Erfolgreich ist ein (Rats-)Bürgerentscheid, wenn die zur Entscheidung stehende Frage von mehr als der Hälfte der Abstimmenden mit „Ja“ beantwortet wird, sofern die die Anzahl der Ja-Stimmen mindestens 10 Prozent der Stimmberechtigten darstellt. Es müssen also zwei Hürden genommen werden.

Für Bochum bedeutet das, dass bei knapp 288.000 Stimmberechtigten, mehr als 28.880 Stimmberechtigte mit „Ja“ stimmen müssten und mit diesen Stimmen die Mehrheit erzielen, damit der Ratsbürgerentscheid positiv entschieden wird (Erfolgs- oder Zustimmungsquorum).

Die Abstimmungsunterlagen werden am 24. März versendet. Aufgrund der Postlaufzeiten kann es dazu kommen, dass Ihre Nachbarn die Abstimmungsunterlagen zu einem früheren Zeitpunkt als Sie erhalten. Haben Sie bitte ein paar Tage Geduld. Falls Sie bis zum 6. April keine Abstimmungsunterlagen erhalten haben und glauben, wahlberechtigt zu sein, wenden Sie sich bitte ab dem 8. April per E-Mail an wahlbuero@bochum.de

Sportstadt Bochum

  • Außenansicht der Jahrhunderthalle Bochum mit dem grünen Wasserturm
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  • Hürdenlauf bei den FISU World University Games in Bochum
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  • Luftaufnahme des Lohrheidestadions mit blauer Tartanbahn, Tribünen und umliegenden Grünflächen.
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  • Luftaufnahme des Vonovia Ruhrstadions in Bochum mit grünem Spielfeld, Tribünen und dem Fernmeldeturm im Hintergrund.
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  • Nahaufnahme der Fassade des Vonovia Ruhrstadions mit großem blauen Schriftzug
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Ein Land, 17 Städte, eine Vision: Olympische und Paralympische Spiele in Nordrhein-Westfalen. Die Region KölnRheinRuhr – ein Zusammenschluss von 17 Kommunen – bewirbt sich als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044. Das Konzept bündelt die Stärken aller Kommunen und bietet Sportler*innen und Fans die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele.

Zum Bewerbungsfilm

Botschaft von Oberbürgermeister Jörg Lukat

Stellungnahmen der Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt Bochum

Ein Ja für Olympia an Rhein und Ruhr

Kommen die Olympischen und Paralympischen Spiele 20XX nach Bochum und in unsere Region? Darüber entscheiden auch Sie! Für den Fall, dass NRW den Zuschlag als Gastgeber erhält, hängt es auch von Ihrer Stimme ab, ob Bochum ein Teil dieses sportlichen Spektakels wird. Wir als SPD sprechen uns ganz klar für ein „Ja“ aus. Aber warum?

  • Wir wollen ein Heimspiel für unsere Athletinnen und Athleten: Viele unserer Sportvereine sind international aufgestellt und haben Weltklassesportlerinnen und -sportler hervorgebracht. Bieten wir ihnen ein Heimspiel in unserer Region.
  • Turbo für das Ehrenamt: Bochum ist eine Sportstadt und Vereine spielen eine unglaublich wichtige Rolle. Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Bochumerinnen und Bochumer wäre die sportliche Landschaft in Bochum unvorstellbar. Dennoch mangelt es vielerorts an helfenden Händen. Die Olympischen Spiele können dazu beitragen, neue, engagierte Ehrenamtliche für die Vereinsarbeit zu gewinnen.
  • Image-Boost: Von einer Olympia-Teilnahme profitiert die gesamte Region. NRW, das Ruhrgebiet und Bochum geraten ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Das Ruhrgebiet kann sich als attraktiver Standort präsentieren – nicht nur für den Sport, sondern auch für Unternehmensansiedlungen, Studierende und Arbeitnehmer.
  • Vorhandene Sportstätten: Unsere Sportstätten können Breiten- und Spitzensport, ob im Sportpark Lohrheide, im Ruhrstadion, im Unibad oder in der Jahrhunderthalle – die FISU-WM hat dies bereits gezeigt. Geben wir ihnen und anderen Sportstätten Bochums durch großzügige Infrastrukturmittel des Bundes einen weiteren Zukunftskick.
  • Olympia als Motor für Infrastruktur: Die Spiele wirken als Katalysator. Mit Olympia im Rücken, können Fördergelder von Bund und Land abgerufen werden, um etwa Straßen, ÖPNV und andere Bereiche der Infrastruktur auszubauen.
  • Wirtschaftlicher Impuls und Image Bochums: Die Olympiade bringt Menschen in unsere Stadt – sportlich Aktive und Gäste. Davon profitieren Gastronomie, Hotellerie, Tourismus und andere Branchen. Und Bochum selbst.
  • Eine starke Gemeinschaft: Wir wissen es alle, Bochum ist das Herz des Ruhrgebiets. Olympia bietet die Chance, der Welt zu zeigen, wie hier der Strukturwandel gelingt. Es stärkt das „Wir-Gefühl“ in der Region und fördert Werte wie Inklusion und Miteinander, da die Paralympischen Spiele von Anfang an gleichwertig mitgedacht werden.

Warum wir Olympia in Bochum brauchen:

  • Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind die weltweit bedeutendsten Sportereignisse. Eine Austragung mit Beteiligung Bochums würde die Stadt weit über nationale Grenzen hinaus sichtbar machen und nachhaltig zur Imagebildung beitragen.
  • Olympia schafft Erlebnisse, die Kindern und Jugendlichen als Vorbild dienen können. Olympische Werte wie Fairness, Teamgeist, Leistungsbereitschaft und Vielfalt können durch die Begeisterung für die Spiele unmittelbar vermittelt werden und junge Menschen prägen.
  • Sportliche Großereignisse erzeugen Motivation und Zuversicht in der Gesellschaft. Ähnlich wie der Fußball im Ruhrstadion Menschen verbindet, können Olympische Spiele auch in Bochum ein neues Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen.
  • Die Spiele wären ein wichtiger Impuls für die Nachwuchsförderung im Rhein-Ruhr-Gebiet. Olympia wirkt als Motor und Katalysator für ehrenamtliches Engagement im Kinder- und Jugendsport und stärkt langfristig den Nachwuchs- und Vereinssport.
  • Neben kurzfristigen wirtschaftlichen Effekten – etwa für Gastronomie (Bermuda3ECK!), Hotellerie und Einzelhandel – entstehen nachhaltige Vorteile für die soziale und sportliche Infrastruktur der Stadt und für eine zukunftsweisende Mobilität.
  • Olympia bringt Investitionen und einen Modernisierungsschub für Sportstätten mit sich, von denen Vereine, Athletinnen und Athleten sowie der Breitensport dauerhaft profitieren. Insbesondere mit Blick auf das Ruhrstadion ergibt sich hier eine einmalige Chance.
  • Mit dem modernisierten Lohrheidestadion verfügt unsere Stadt schon über eine leistungsfähige Sportstätte, die den großen Belastungstest mit den Weltspielen der Studentinnen und Studenten 2025 bereits mit Bestnoten bestanden hat.
  • Wer die Aufmerksamkeit der Welt hat, kann mit seinen Stärken punkten: Bochum als Hochschul-City. Bochum als Stadt des Strukturwandels. Bochum als Medizin-Standort.
  • Wer so sympathisch ist wie wir, sollte das auch zeigen dürfen: Bochum ist keine anonyme Mega-City, sondern Teil einer Region, wo Sport, Kultur und Arbeit eine Einheit bilden. Wir tragen das Herz auf der Zunge und haben was zu erzählen. Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt werden Bochumer Volunteers – die freiwilligen Helfer, ohne die nichts geht – lieben.
  • Olympia in Bochum wird gigantisch – aber nicht größenwahnsinnig.

Die CDU-Fraktion sagt Ja zu Olympia.
Wir hoffen: Sie auch!

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Sportliche Großereignisse werden von den Deutschen in der Regel begeistert aufgenommen. Erfahrungsgemäß tragen sie dazu bei, Image und Infrastruktur der Region, in der sie ausgerichtet werden, deutlich zu verbessern. Denken Sie nur an die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, die als „Sommermärchen“ in die Geschichte einging: Sie hat nicht nur das internationale Image unseres Landes nachhaltig gestärkt, zu spürbaren Verbesserungen in Infrastruktur und Tourismus geführt, sondern auch die Menschen wirklich verbunden.

Dem gegenüber stehen hohe Kosten, die die öffentliche Hand aufbringen muss und das schwere Fahrwasser, in das eine verantwortungslose Politik unsere Wirtschaft, die öffentlichen Finanzen und die allgemeine Sicherheit manövriert hat. Wir wissen auch, dass wir bei einer Olympia-Bewerbung über viel Geld reden, über ein Milliardengeschäft, über große Sponsoren und deren Forderungen an die Austragungsorte.

Für die AfD überwiegen aber die positiven Aspekte einer Bewerbung. Wir hätten eine Gelegenheit, der Welt zu zeigen, dass wir es noch können. Wir Menschen in Deutschland, wir in NRW, im Pott, in Bochum. Dass wir bauen können und pünktlich fertig werden. Dass wir Fußball spielen können. Und feiern. Dass wir Gastgeber sind, die man gerne besucht. Dass wir vermeiden können, dass unsere Innenstädte im Ruhrgebiet zu einer Ansammlung Graffiti-überzogener grauer Häuser mit grauen Menschen werden, sondern dass da wieder Geschäftigkeit und Leben und Lachen einkehren.

Wir hoffen – bei klarer Sicht auf alle Schwierigkeiten – dass die Ausrichtung Olympischer Spiele wieder Energie und Aufbruchstimmung in unsere Region bringt. Das täte gut: Der Region, und vor allem uns Einwohnern. Und das sollte uns die gemeinsame Anstrengung wert sein.

Die AfD steht für mehr Mitbestimmung der Bürger bei wichtigen Entscheidungen. Wir begrüßen daher diesen Ratsbürgerentscheid sehr. Damit sehen wir aber auch Sie persönlich in der Verantwortung: Machen Sie sich schlau, nicht nur in den schönen Prospekten. Reden Sie mit anderen Menschen, wühlen Sie im Internet. Wägen Sie ab. Und am Ende: Entscheiden Sie mit, als verantwortliche Bürgerin, als verantwortlicher Bürger unserer Stadt.

Liebe Bürger*innen,

bei Olympia geht es um die Zusammenarbeit von Menschen aus vielen Ländern, um den friedlichen Wettstreit und um Miteinander und Menschlichkeit.

Viele Olympische Spiele haben in Autokratien stattgefunden, das muss ein Ende haben! Es ist wichtig, dass Demokratien Spiele ausrichten, ohne Menschenrechtsverletzungen, ohne Freiheitseinschränkungen und ohne Korruption.

Wir Grüne setzen uns kritisch mit Olympia und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auseinander. Das IOC macht keinen Unterschied zwischen Demokratien und Diktaturen. Olympische Spiele hatten häufig katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen.

Das Konzept für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr setzt jedoch auf die größtmögliche Nachhaltigkeit! Nur in Köln wird ein neues Stadion gebaut mit dem olympischen Dorf, welches im Anschluss zu Wohnraum umgebaut wird. Im Übrigen werden die Spiele in den bereits bestehenden Stadien stattfinden. Dadurch entstehen keine olympischen Ruinen.

Olympia Rhein-Ruhr setzt einen großen Fokus auf Sportler*innen mit Behinderungen. Erstmalig sollen alle paralympischen Wettbewerbe in denselben Hallen und Stadien stattfinden wie die olympischen. 

Was hat Bochum davon? 
Es finden Wettbewerbe im Lohrheidestadion, in der Jahrhunderthalle sowie im Ruhrstadion statt und unsere heimische Wirtschaft wird zudem gestärkt. Es wird keine Baustellen für Neubauten geben. Mit der FISU haben wir gezeigt, dass wir internationalen Sportveranstaltungen gewachsen sind.

Was hat der Sport davon? 
Durch den Bewerbungsprozess wird 2026 ein Förderprogramm für den Breitensport in Höhe von 600 Mio. Euro aufgelegt, die Förderung von Trainer*innen im Nachwuchssport wird verbessert und es werden für Übungsleitungen in Sportvereinen kostenlose Aus- und Fortbildungen angeboten. Wir wollen besonders den Vereinssport für Frauen und Mädchen stärken.

Olympische und Paralympische Spiele dürfen den Menschen nicht von Regierungen aufgedrückt werden! Sie müssen die freie Entscheidung der Bürger*innen sein. Deswegen finden in allen Städten an Rhein und Ruhr, die Wettbewerbe ausrichten sollen, Ratsbürger*innenentscheide statt. Das heißt, wenn eine Stadt NEIN sagt oder das Quorum nicht erreicht wird, finden dort auch keine Wettbewerbe statt. 

Wir empfehlen Ihnen: 
Sagen Sie JA zu nachhaltigen, inklusiven und demokratischen Spielen in Bochum.

Die Linke ist nicht gegen die Olympischen und Paralympischen Spiele und schon gar nicht gegen die olympische Idee von Fairness, Frieden und Völkerverständigung. Die Erfahrungen früherer Austragungsorte zeigen jedoch, dass Olympische Spiele vor allem dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und großen Sportverbänden nutzen. Die ausrichtenden Städte bleiben dagegen häufig auf hohen Kosten und langfristigen Belastungen sitzen.

Korruptionsskandale, restriktive Vertragsbedingungen sowie die geringe steuerliche Beteiligung des IOC verstärken diese Kritik. Außerdem zeigen die Erfahrungen früherer Gastgeberstädte, dass mit erheblichen Belastungen für Mieten, Verkehr, Klima und Umwelt zu rechnen ist.

Vor diesem Hintergrund lehnt die Bochumer Ratsfraktion Die Linke die Bewerbung NRWs ab.

Diese Ablehnung ergibt sich auch aus den Problemen der Rhein-Ruhr-Bewerbung, die nicht die Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erfüllt. Insbesondere die Anforderungen an Fahrzeiten und Entfernungen zwischen Olympischem Dorf und Wettkampfstätten sind aufgrund der Weitläufigkeit der Region unrealistisch. Ein Olympisches Dorf in Köln würde etwa Fahrten nach Dortmund im Stauland NRW regelmäßig über die zulässige Grenze von einer Stunde bzw. 50 Kilometern hinaus verlängern. Entsprechend hat sich der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke zuletzt für kompakte Spiele ausgesprochen, womit München als Favorit gilt.

Zuletzt fehlt ein Strategie- und Finanzierungskonzept. Das Rechnungsprüfungsamt Köln fordert zu Recht eine zeitnahe Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Die von Ministerpräsident Wüst genannten Prognosen von 4,8 Milliarden Euro Kosten erscheinen angesichts deutlich höherer Ausgaben früherer Spiele unrealistisch. Ein Gutachten aus München kommt zu dem Ergebnis, dass Investitionen von mehr als 20 Milliarden Euro notwendig sind. Angesichts von 17 beteiligten Städten und der größeren Ausdehnung der Region dürften die Kosten in NRW kaum niedriger ausfallen.

Statt sich auf prominente Sportstätten wie das Ruhrstadion oder das Lohrheidestadion zu konzentrieren, sollte Bochum unabhängig von Großereignissen die Sportstätten in der Breite stärken. Denn der Ausbau von Infrastruktur für professionelle Sportevents fördert den Breitensport nicht automatisch, sondern kommt häufig vor allem dem Profisport zugute.

Die Ratsgruppe der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft UWG: Freie Bürger sowie der WATTENSCHEIDER CHANCE unterstützen die Durchführung eines Ratsbürgerentscheides zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele der Region Rhein-Ruhr für das Jahr 2036, 2040 oder 2044.

Olympische Spiele im Ruhrgebiet bieten eine große Chance den Sport vor Ort zu stärken. Dazu gehört nicht nur die Motivation zum Sport, sondern auch die die Aufmerksamkeit für neue Sportarten. Das Zusammenkommen und der Austausch vieler Sportler und Gäste aus unterschiedlichen Nationen fördert das Miteinander und den gegenseitigen Respekt. Gastgeber einer solchen Großveranstaltung zu sein bedeutet neben der Steigerung der Bekanntheit unserer Stadt auch steigenden Tourismus während dieser Zeit. Hinzu kommt die Weiterentwicklung der örtlichen Infrastruktur für eine solche Veranstaltung, die unserer Region nur zu Gute kommen kann.

Dennoch ist eine solche Bewerbung auch mit einem kritischen Auge zu sehen. Es entstehen hohe Kosten welche wir dann als Stadt bzw. Steuerzahler mittragen müssen. Auch wenn Sportstätten wie z.B. das Lohrheidestadion bereits existieren muss oft auch an bestehenden Einrichtungen im Bereich Infrastruktur und Sicherheit nachgebessert werden. Fast immer wird das Budget nicht eingehalten. Im Zeitraum der Spiele steigen zudem Mieten und Lebenshaltungskosten oft sprunghaft an.

Aus diesen Gründen befürworten wir den Ratsbürgerentscheid, damit die Bürgerinnen und Bürger selber abwägen und entscheiden können, ob sie Olympische und Paralympische Spiele der Region Rhein-Ruhr möchten.

Als BSW- Bochum – die Friedenspartei – unterstützen wir den olympischen Gedanken der Völkerverständigung aus voller Überzeugung. Schon im antiken Griechenland wurde zu den Spielen die „Ekecheiria“ ausgerufen: ein Waffenstillstand, der Reisen, Wettkampf und Begegnung möglich machte. Kriege wurden unterbrochen, damit Menschen sich friedlich messen konnten. Gerade heute brauchen wir solche Zeichen: Wettkampf ohne Feindschaft, Respekt statt Hass. Dieser Friedens- und Verständigungsgedanke passt zum Ruhrgebiet, das vom Miteinander von Menschen aus vielen Ländern geprägt ist – vom Pütt bis zur Uni, im Verein und in der Nachbarschaft.

Wir glauben außerdem: Bochum ist ideal für wirklich nachhaltige Spiele. Die Sportstätten sind bereits vorhanden – sie müssen nicht neu gebaut werden. Das spart Fläche, Material und Emissionen und verhindert teure „Geisterarenen“. Wo Modernisierung sinnvoll ist, bleibt der Gewinn in der Stadt: Ein weiterentwickeltes Ruhrstadion und ein modernisiertes Lohrheidestadion stärken den Standort Bochum, verbessern Barrierefreiheit und Energieeffizienz und schaffen dauerhafte Qualität für alle, die hier trainieren, lernen und zusammenkommen.

Olympia kann Bochums Image deutlich aufwerten: als sportbegeisterte, weltoffene und zupackende Stadt im Herzen der Metropole Ruhr. „Olympia 2036“ ist für uns kein Schreckgespenst, sondern die beste Gelegenheit, der Welt zu zeigen, dass Deutschland 100 Jahre nach Hitlers Olympiade ein anderes und besseres Land ist. 

Barrierefreie Haltestellen, bessere Straßen und moderne Stadien sind keine Luxusprojekte - sondern Daseinsvorsorge. Mit zusätzlichen Fördermitteln von Land und Bund lassen sich notwendige Verbesserungen eher realisieren, als wenn wir alles allein aus dem laufenden Haushalt unserer Stadt stemmen müssten.

Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Bochumerinnen und Bochumer selbst entscheiden, ob unsere Stadt Teil der Bewerbung sein soll. Direkte Demokratie stärkt Vertrauen – gerade bei Zukunftsfragen dieser Größenordnung. Wir empfehlen die Annahme des Ratsbürgerentscheids – stimmen Sie mit Ja! Gleichzeitig versprechen wir: Wir vom BSW begleiten die Vorbereitungen kritisch im Rat und in den Ausschüssen, bestehen auf Transparenz, Kostenkontrolle und faire Verträge und achten darauf, dass die olympischen und paralympischen Spiele sozialen und ökologischen Fortschritt in Bochum voranbringen. Glück auf!

Internationale Sportgroßveranstaltungen können wichtige Impulse für wirtschaftliche Entwicklung, moderne Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Zugleich stärken sie die internationale Sichtbarkeit Bochums als weltoffene, innovative und leistungsfähige Stadt. Daher unterstützen wir als FDP die Initiative, dass sich die Region Rhein-Ruhr um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele bewirbt – sei es für 2036, 2040 oder 2044.

Die olympische Idee begleitet die FDP in Bochum seit vielen Jahren. Bereits 2016 haben wir uns für eine Bewerbung stark gemacht. Für die Sportstadt Bochum und die gesamte Region wäre eine Ausrichtung der Spiele ein starkes Signal – für Leistungs- und Breitensport gleichermaßen. Für viele Sportlerinnen und Sportler sind die Olympischen Spiele der größte Traum. Olympische Spiele vor der eigenen Haustür motivieren zusätzlich, die jahrelange, harte Trainingsarbeit durchzuziehen.

Eine mögliche Bewerbung muss jedoch unter klaren Leitlinien erfolgen: Dazu gehören für uns insbesondere Kosten- und Planungstransparenz, eine konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, die vorrangige Nutzung bestehender Infrastruktur sowie die Einbindung privater Investitionen.

Investitionen in moderne Sportstätten und eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur wären nicht nur für die Dauer der Spiele wichtig, sondern würden langfristig allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Genau das muss Maßstab sein: Investitionen, die bleiben, und Verbesserungen, die den Alltag der Menschen dauerhaft erleichtern.

Die Rhein-Ruhr-Region hat beste Voraussetzungen für nachhaltige Spiele. Viele Sportstätten sind bereits vorhanden, die Wege sind kurz. Erfahrungen mit großen Sportereignissen sind reichlich vorhanden. Die UEFA EURO 2024, die FISU World University Games 2025 und die Ruhr Games haben gezeigt, wie sportbegeistert die Menschen in Bochum und unserer Region sind.

Olympische und Paralympische Spiele müssen von den Menschen getragen werden. Sie müssen ein gemeinsames Projekt der Region sein. Der Bürgerentscheid ist dazu ein erster, richtiger Schritt. Aber auch im weiteren Verfahren muss immer wieder auf Bürgerbeteiligung gesetzt werden.

Lassen Sie uns gemeinsam die Chance nutzen, die Zukunft unserer Sportstadt Bochum weiter zu stärken. Stimmen Sie daher bitte mit JA für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr!

STADTGESTALTER/Volt ruft Sie dazu auf, Ihre Entscheidung unter Berücksichtigung von Fakten zu treffen.  

Der versprochene positive Einfluss der Olympischen Spiele auf unsere Stadt wird tatsächlich gering ausfallen. Wir sprechen Sportler*innen des modernen Fünfkampfs und des olympischen Fußballs ausdrücklich Hochachtung für ihre Leistungen aus. Dennoch führen diese beiden Sportarten im breiten olympischen Programm ein Randdasein. Im Fußball der Männer handelt es sich z.B. um ein Turnier für Nachwuchsmannschaften. Es werden daher keine Massen an Besucher*innen nach Bochum pilgern und der wirtschaftliche Effekt für unsere Stadt wird verpuffen. 

Für das ganze Ruhrgebiet haben sich die großen Hoffnungen bereits auf dem Weg zur Bewerbung zerschlagen: Die olympische Herzkammer mit Olympiadorf und der Austragung der Leichtathletik-Wettbewerbe wird in Köln liegen. 

Auch wenn die meisten Augen der Welt auf andere Städte blicken, werden die Herausforderungen für Bochum groß sein. Organisation, Infrastruktur und Sicherheit müssen den höchsten internationalen Anforderungen gerecht werden. Schon die teilstädtische Gesellschaft, die Weihnachtsmarkt und Musiksommer organisiert, musste zuletzt wegen steigender Kosten mit Steuergeld gerettet werden. 

Zusätzliche Mittel für den ÖPNV waren in der Vergangenheit ein unerfülltes Versprechen und bleiben auch mit Blick auf Olympia nicht mehr als ein Versprechen. Kosten für Infrastrukturmaßnahmen wird Bochum zu großen Teilen selbst schultern müssen. Mehr Geld für den Breitensport wird es nicht geben. 

Angesichts der negativen Haushaltsentwicklung und der nicht bezifferbaren Olympia-Kosten, die bei den Städten anfallen, gilt das Motto „Dabei sein ist alles“ für die Sportler*innen, aber nicht für die Kommunen.

Sportler*innen kritisierten zuletzt bei den Winterspielen, dass durch die Aufsplitterung auf fünf Standorte keinerlei „olympisches Flair“ aufgekommen sei. Sind olympische Sommerspiele aufgeteilt auf 17 einzelne Städte (Kiel ist sogar rd. 400 km entfernt) wirklich im Interesse der Sportler*innen? 

Eines aber zeigt sich: Echte Bürger*innen-Beteiligung ist möglich, wenn man nur will. STADTGESTALTER/Volt macht sich dafür stark, dass Bürger*innen auch in weiteren relevanten Themen selbst entscheiden können. 
Machen Sie von Ihrer Stimme Gebrauch und stimmen Sie mit „Nein“ - Für Verantwortung und mit Vernunft.