Drei kraftanstrengende Jahre gehen endlich für die 13 Teilnehmer des ersten Vollkurses zum Notfallsanitäter (NotSan) zu Ende. Damit sind die Absolventen des Jahrgangs 2019 die Ersten, die diese Ausbildung in dieser Form in Bochum erfolgreich abschließen konnten.

Das Berufsbild des Notfallsanitäters besteht seit der Einführung des Notfallsanitätergesetzes im Jahr 2014 und löste damit das Rettungsassistentengesetz ab. Damit gilt die Ausbildung zum Notfallsanitäter aktuell als höchster nicht-ärztlicher Heilberuf in der präklinischen Versorgung von (Notfall-)Patienten. Somit reiht sich der Berufsbild des Notfallsanitäter in die Riege der Gesundheitsfachberufe ein. (Pflege, Hebammenkunde, Logopädie, Ergo- und Physiotherapie)

Das Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung von fachlichen, methodischen, personellen und soziologischen Kompetenzen, entsprechend dem aktuellen wissenschaftlichen Ständen, zur eigenständigen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung der Notfallversorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten (§4 NotSanG).
Dafür werden dem Notfallsanitäter auch regelhaft Maßnahmen heilkundlicher Form, inkl. invasiver Maßnahmen, zugestanden (§2a NotSanG/ Ausnahme Heilkundevorbehalt Ärzte).

In den letzten drei Jahren haben zwei Kollegen des Arbeiter-Samariter-Bund OV Bochum e.V., drei tariflich Beschäftigte des Rettungsdienstes Bochum und acht Berufsfeuerwehrleute ihr Wissen im Bereich der Notfallmedizin ausbauen können. Stadtdirektor Sebastian Kopietz konnte diese hervorragende Leistung beglückwünschen und alle Absolventen zum Notfallsanitäter benennen.