Mit der Eröffnung der südlichen Stadtgartenfläche erhält Wattenscheid einen neuen grünen Begegnungs- und Lernort. Im Mittelpunkt steht der im März neu angelegte „Tiny Forest“, der künftig als naturnaher Erholungsraum, Bildungsort und Beitrag zum Klima- und Artenschutz dienen wird. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Gertrudisschule sowie des Märkischen Gymnasiums, der Bürgerinitiative „Tiny Forest Friends“ und der Hochschule Bochum hat Bezirksbürgermeister Holger Dünnebacke diesen Teil des Stadtgartens am Mittwoch, 8. Juli, offiziell freigegeben.
Dabei stand – wie schon bei der Pflanzung des „Tiny Forests“ – das gemeinsame Anpacken im Vordergrund. Die Teilnehmenden übernahmen erste Pflegearbeiten im Tiny Forest: Unkraut entfernen, Mulch verteilen oder Bäume gießen. Die Hochschule Bochum demonstrierte, wie Pflanzenkohle hergestellt wird und welchen Beitrag sie für gesunde Böden leisten kann.
Die neu gestaltete Stadtgartenfläche bietet viele Nutzungsmöglichkeiten. Der „Tiny Forest“ soll dauerhaft als naturnaher Erholungsraum für die Bevölkerung dienen und gleichzeitig als „Grünes Klassenzimmer“ für Schulen, Kindertagesstätten und weitere Bildungseinrichtungen genutzt werden. Noch in diesem Jahr ist zudem die Einrichtung eines Lehrpfades zum Thema Wald geplant. Ergänzt werden soll das Angebot durch regelmäßige Veranstaltungen, die Natur erlebbar machen und das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge stärken.
Insgesamt hat die Stadt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern etwa 5.000 Setzlinge im „Tiny Forest“. Daneben wurden neue Wege angelegt, naturnahe Sitzgelegenheiten eingerichtet sowie eine Fläche mit einer Streuobstwiese ergänzt. Dort bereichern 20 Obstbäume außerhalb des Waldbereichs die neue Grünfläche. Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal, das vor der Umgestaltung nahezu vollständig versiegelt war, entstand so ein vielfältiger Natur- und Aufenthaltsraum. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, wovon etwa 900.000 Euro durch Fördermittel von Land und Bund finanziert wurden.
(9. Juli 2026)