Lückenschluss im autofreien Wegenetz Bochums: Mit der Freigabe der Opeltrasse hat Oberbürgermeister Jörg Lukat am Montag, 8. Dezember, weitere 4,1 Kilometer Fuß- und Radweg offiziell eröffnet. Die neue Trasse verbindet die Stadtteile Laer und Weitmar, insgesamt sechs Rastplätze bieten entlang der Strecke auch die Gelegenheit zu Erholung.
„Diese neue Trasse ist eine wichtige West-Ost-Verbindung für sicheren Fuß- und Radverkehr in Bochum“, so Lukat bei der Eröffnung. „Stück für Stück wächst so ein Netz modernster Verkehrsinfrastruktur flächendeckend im Stadtgebiet zusammen, eine echte, praktische Alternative für alle, die das Auto auch mal stehenlassen möchten.“
Die Opeltrasse verläuft von der Springorumallee Richtung Osten. Sie quert die Wohlfahrtstraße, unterquert die Königsallee und die Universitätsstraße und stößt auf die Steinkuhlstraße. Bis dahin führt der Weg größtenteils parallel südlich zur neuen Autobahn A448. Nach einem kurzen Stück parallel zur Steinkuhlstraße geht es weiter unterhalb der Autobahnböschung in Richtung des geplanten Brückenstandortes hinter der Hanielstraße.
Hier soll in etwa zwei Jahren eine neue Brücke über die A448 entstehen, die Planungen dazu laufen. Bis dahin führt der Weg provisorisch durch das kleine Wäldchen zur Markstraße. Entlang der Markstraße leitet dann nach wenigen Metern eine neue Verbindung wieder zur Opeltrasse hoch. Entlang der DHL-Wand verläuft der neue Weg dann in dem alten Gleisbereich, Bahnschotter und alte Gleise erinnern an die ehemalige Nutzung als Werksbahn von Opel. Anschließend unterquert man die Wittener Straße und gelangt zum östlichen Ende des Weges an der Alten Wittener Straße.
Die Opeltrasse ist komfortable fünf Meter breit, rechts und links ist jeweils eine Schotterbankette von 0,5 Metern und ein Grünstreifen von je 1,50 Metern angelegt. Die Breite des Weges kann variieren an den Stellen, an denen erhaltenswerte Bäume stehen oder bestehende Brücken genutzt werden. Trotz der bereits grünen Umgebung wurden 16 neue Bäume und 330 Sträucher gepflanzt. Gleichzeitig mit dem Wegebau haben die Stadtwerke neue Nahversorgungsleitungen verlegt.
Insgesamt wurden mit Planung, Gutachten und Ausbaukosten rund vier Millionen Euro investiert. Davon erhält die Stadt rund 3,8 Millionen Euro Förderung durch Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Sonderprogramm Stadt und Land und Bundesmittel aus dem Förderbereich Nahmobilität. Die geplante Brücke über die neue A448 zwischen Hanielstraße und Mark 51°7 wird mit Vorliegen der abgestimmten Planung ebenso zur Förderung angemeldet. Solange die Brücke noch nicht gebaut ist, wird es Umleitungen über die Markstraße und nördlich durch den Park „Auf der Heide“ geben.
(8. Dezember 2025)