BOP Freizeit & Vereine Informationen Fabrik Pinnwand Ausweis Lesen Frauen und Beruf Frauen und Bildung Reisepass Medizin Helfen Haus Callcenter Familienzuhause Großvater Erziehung Familie mit Kind Verlobung Erde Tod Bau Zertifikat Katze Auto Datum und Uhrzeit Abmachung Wegweiser Vertrag Bus Nachwuchs Bürgerecho Facebook Twitter YouTube Instagram Flickr E-Mail nachladen nach unten Panorama Service Regeln Aktuelles Wissen Marktplatz Finanzen & Gebühren Umwelt & Klima Logout Vorreiterin Talentschmiede Wissenschaft Kultur Großstadt Kompetenzen Kompass Projekte Sportehrung: Abstimmung Sportehrung: Kriterien Sportehrung: Meldeformular Sportehrung: Rückblick Barrierefreiheit Weg Aussicht Baum Gitarre Konfetti Sprechblase
Aktuelle Pressemeldungen

"Kein Mittel zum Zweck“ – Fachtagung des Kulturrats NRW zur Bedeutung von Kultureller Bildung

Aktuelle Pressemeldungen

Bei der Fachtagung des Kulturrats NRW „Kein Mittel zum Zweck – warum wir Kulturelle Bildung stärken müssen“, die mit rund 100 Teilnehmenden am Mittwoch, 6. Mai, im Kunstmuseum Bochum stattfand, ging es um den Eigenwert Kultureller Bildung als Begegnungsmöglichkeit mit und durch die Künste.

Fünf Personen sitzen auf Stühlen vor einer Leinwand und diskutieren.
Fachtagung des Kulturrats NRW (Quelle: Jacob Sokoll)

Kulturelle Bildung stellt einen Wert an sich dar. Sie eröffnet Menschen Zugänge zu Kunst und Kultur, als Möglichkeit der ästhetischen Erfahrung, des eigenen Ausdrucks und der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Gesellschaft. Was so einfach klingt, ist in der Praxis aber gar nicht so selbstverständlich. Wo künstlerisches Arbeiten an pädagogische, soziale oder politische Zielvorgaben gebunden wird, können Spannungen und Zielkonflikte entstehen.

„Wenn der Kulturrat NRW als Dachverband der Kulturverbände eine solche Fachtagung organisiert, dann aus der besonderen Perspektive der Künstlerinnen und Künstler. In der Arbeitsgruppe Kulturelle Bildung blicken Vertreterinnen und Vertreter aller Sparten auf das Thema Vermittlung. Uns interessiert, welche besondere Rolle Künstlerinnen und Künstler dabei spielen und wie wir diese stärken können“, so Lorenz Deutsch, Vorsitzender des Kulturrat NRW.

Dietmar Dieckmann, Beigeordneter der Stadt Bochum für Bildung, Integration, Kultur und Sport betont: „Kulturelle Bildung ist heute aus sozialen und künstlerischen Kontexten nicht mehr wegzudenken. Sie ist zentraler Bestandteil für Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und die kulturelle Identität unserer Städte. Wir haben gezielt Fachkompetenz aufgebaut, um die vielfältigen Angebote besser zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen städtischen Einrichtungen und freien Trägern zu intensivieren. Auf dieser Grundlage legen wir in diesem Jahr unser erstes städtisches Gesamtkonzept ‚Kulturelle Bildung‘ vor. Bochum versteht sich als lernende Stadt. Wir möchten von den Impulsen der Tagung profitieren und zugleich unsere Erfahrungen teilen, denn nur gemeinsam können wir die Rahmenbedingungen so gestalten, dass kulturelle Bildung nachhaltig wird.“

Personen sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.
Workshop zum Thema Arbeitsbedingungen in der Kulturellen Bildung (Quelle: Jacob Sokoll)

Eva Busch, stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums Bochum: „Das Kunstmuseum Bochum versteht sich als Ort, an dem Kunst nicht nur präsentiert, sondern aktiv erlebt und reflektiert wird. Wir brauchen Wege, die partizipativ, niedrigschwellig und machtkritisch sind, die Kunst als lebendigen, gesellschaftlichen Prozess begreifen und zugänglich machen. Die Fachtagung Kulturelle Bildung ist für uns eine wichtige Plattform, um diese Ansätze gemeinsam weiterzudenken.“

Die „(un-)erwarteten Wechselwirkungen“ zwischen Künsten und Kultureller Bildung skizzierte Prof. Dr. Frank Jebe, Kunst- und Kulturvermittlung Hochschule Niederrhein, in seinem Impuls. Im Zentrum der Tagung standen vier Workshops zu den Themen „Arbeitsbedingungen in der Kulturellen Bildung“, „Die Rolle von Künstlerinnen und Künstlern in der Kulturellen Bildung“, „Awareness in künstlerisch-kulturellen Kontexten“ und „Gelingendes Wirken zwischen Kunstvermittlung und Sozialarbeit“.

Zwei verkleidete Personen sitzen in einem Publikum.
Care Bears des ok.wow-kollektivs (Quelle: Jacob Sokoll)

Bei der Abschlussdiskussion zum Thema „Mehr-Wert. Künstlerinnen und Künstlern in der Kulturellen Bildung“ diskutierte Diemut Schilling, Künstlerin, gemeinsam mit Dr. Michael Reitemeyer (Abteilungsleiter Kultur, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW), Lorenz Deutsch und Prof. Dr. Frank Jebe (Kunst- und Kulturvermittlung, Hochschule Niederrhein) über persönliche und strukturelle Voraussetzungen für gelingende kulturelle Bildungsprozesse.

Künstlerische Interventionen des ok.wow-kollektivs in Gestalt von zwei ‚care bears‘, die sich unter das Publikum mischten, sorgten für überraschende, oft heitere Momente und Perspektivwechsel. Die Fachtagung war eine Veranstaltung des Kulturrats NRW, in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bochum, gefördert von der Stadt Bochum, dem Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur (kubia), dem Deutschen Tonkünstlerverband e.V. und von „Die Sichtweisen – Gesellschaft für bunte Ansichten e.V.“.

(7. Mai 2026)