Viele neue Gesichter, großes Interesse und erste Wahlen - am Donnerstag, 6. November, trat der Rat der Stadt Bochum im RuhrCongress zur konstituierenden Sitzung zusammen. Zunächst wurde Jörg Lukat (SPD) als neuer Oberbürgermeister der Stadt Bochum durch Ernst Steinbach, dienstältestes Ratsmitglied, in sein Amt eingeführt. Lukat hatte sich in der Stichwahl am 28. September gegen Dr. Andreas Bracke (CDU) durchgesetzt.
Neben dem neuen Oberbürgermeister wählten die insgesamt 92 Mitglieder auch drei Bürgermeister/innen: Martina Schnell (SPD), Barbara Jessel (Grüne), und Dr. Sascha Dewender (CDU). Sie sind damit ehrenamtliche Stellvertreter/innen des Oberbürgermeisters und unterstützen ihn bei repräsentativen Aufgaben.
In seiner Antrittsrede betonte der neue Oberbürgermeister: „Hier in Bochum wird hart gearbeitet, um die Stadt voranzubringen und füreinander einzustehen. Das ist genau die Haltung, mit der ich Oberbürgermeister von Bochum sein möchte.
Ich will anpacken, Chancen ergreifen und für das Füreinander einstehen.“
Lukat machte deutlich: „Ich werde erkennbar vor Ort sein, um mit Menschen, Initiativen, Vereinen und Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Ich will ihre Erfahrungen und Anliegen aufgreifen und -so es geht- bestmöglich in das praktische Handeln der Stadt aktiv einbinden.“ Und weiter: „Wir werden die Dienstleistungs- und Willkommenskultur weiter konsequent ausbauen. Wir werden sie aber auch durch eine Kultur des Zuhörens ergänzen. Wir gehen raus, wir hören zu und nehmen Themen und Anliegen mit in den Alltag der Verwaltung und schaffen damit noch bessere Ergebnisse und Zufriedenheit mit der Stadt Bochum.“
Der neue Chef von mehr als 6500 Mitarbeitenden formulierte klare Ziele: „Ich strebe an, das Büro für Bürgerbeteiligung weiterzuentwickeln und noch mehr Schlagkraft in die Beteiligungsprozesse zu bringen. Außerdem will ich, dass die Perspektive von Kindern und Jugendlichen konsequenter Eingang in unsere Stadtentwicklung findet. Dazu werden wir neue Formate auf den Weg bringen. Ich selbst werde auf Kinder und Jugendliche zugehen, um in den persönlichen Austausch zu kommen und sie stärker in unsere Arbeit einbinden.“
Mit Blick auf den Rat sagte Jörg Lukat: „
Wir sollten gemeinsam dafür Sorge tragen, dass der Rat ein Garant für die Stärkung der Demokratie ist. Hier ist kein Platz für Diskriminierung, für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. (…).
Unsere Debatten sollten streitbar, sollten an der Sache orientiert sein. Lassen Sie uns hier in den Wettbewerb der klugen Beiträge eintreten und nicht in den Wettbewerb der lauten und populistischen Aufreger.“
Antrittsrede von Oberbürgermeister Jörg Lukat in ganzer Länge
(6. November 2025)