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Schaufenster Stadtgeschichte: CD mit russisch-orthodoxen Hymnen des „AXIOS“-Chores

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Das „Schaufenster Stadtgeschichte“ präsentiert einmal im Monat ein besonderes Dokument oder Objekt aus den Beständen des Stadtarchivs – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte. Auf diese Weise werden nicht nur historische Ereignisse oder Persönlichkeiten vorgestellt. Das „Schaufenster Stadtgeschichte“ gewährt auch einen Einblick in die bunte Vielfalt der historischen Zeugnisse, die zum kulturellen Erbe Bochums gehören und die im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte verwahrt werden.

Foto der CD mit russisch-orthodoxen Hymnen des „AXIOS“-Chores
Foto der CD mit russisch-orthodoxen Hymnen des „AXIOS“-Chores (Quelle: Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte)

Im Januar geht es um: „Zweimal Weihnachten? Orthodoxe Weihnachten wird auch in Bochum würdig begangen.“ Eine CD mit russisch-orthodoxen Hymnen des „AXIOS“-Chores, dirigiert von Sergei Krivobokov, die 1995 bei M-Classic Records erschienen ist, kann in den Räumen des Stadtarchivs an der Wittener Straße 47 besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es online unter www.bochum.de/stadtarchiv.

Die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Georgs wurde im Jahr 1994 gegründet. Seit 2009 nutzt sie die ehemals katholische Kirche Heilige Dreifaltigkeit, die 1925 bis 1926 vom Architekten Theodor Schöttler in Bochum-Hamme als spirituelles und kulturelles Zentrum errichtet wurde. Das orthodoxe Weihnachtsfest unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den westlichen Traditionen, sowohl in Bezug auf den Zeitpunkt als auch auf die Bräuche. In Bochum, einer Stadt mit einer lebendigen und vielfältigen kulturellen Landschaft, feiern die Mitglieder der russisch-orthodoxen Gemeinde das Fest der Geburt Christi gemäß dem julianischen Kalender am 7. Januar. Somit wird im Januar ein zweites Mal in Bochum das Weihnachtsfest gefeiert – neben den Russen, auch von anderen orthodoxen Gläubigen, wie Serben, Äthiopiern, Kopten, Bulgaren.

Bereits Wochen vor dem Weihnachtsfest sind die Gläubigen aktiv in die Vorbereitungen eingebunden. Dazu gehört das Fasten, das 40 Tage vor Weihnachten beginnt und eine Zeit der Besinnung und spiritualen Reinigung darstellt. Diese Phase nutzen viele Gläubige als Gelegenheit, um sich auf die Feierlichkeiten einzustimmen und das eigene Leben zu reflektieren.

Am Heiligabend, dem 6. Januar, versammeln sich die Gläubigen in der Kirche, um an der Vesper (Abendgebet) teilzunehmen. Diese liturgische Feier ist geprägt von Gesängen und Gebeten, die die Ankunft des Erlösers feiern. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Kerzenlichtfeier, bei der die Gläubigen Kerzen entzünden, um das Licht Christi symbolisch in die Welt zu tragen. Die stimmungsvolle Atmosphäre, die von Ikonen und kunstvoll gestalteten Altären geschaffen wird, verstärkt die spirituelle Bedeutung des Abends. Nach der Vesper findet in der Gemeinde häufig ein gemeinsames Festmahl statt, bei dem traditionelle russische Speisen serviert werden. Gerichte wie „Kutiya“ - ein süßes Gericht aus Weizen, Honig und Trockenfrüchten - und andere Speisen werden zubereitet.

Der Weihnachtsmorgen beginnt mit der „Göttlichen Liturgie“, in der die Freude über die Geburt Jesu Christi im Mittelpunkt steht. Diese Feiern bieten den Gläubigen die Möglichkeit, ihre religiöse Identität zu bekräftigen und die Verbundenheit mit ihren Wurzeln zu pflegen. Besonders eindrucksvoll ist die Darbietung von weihnachtlichen Chorgesängen in der Bochumer Heiligen Georgs-Kirche.

(5. Januar 2026)