In der Bücherei Wattenscheid im Gertrudiscenter, Alter Markt 1, eröffnet am Dienstag, 5. Mai, um 17 Uhr in Anwesenheit der Kuratorin Eva-Maria Ranft die Ausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat – Frauengeschichten von Flucht und Vertreibung“. Sie besteht aus neun Stationen und ist auf Arabisch, Lingala (Kongo) und Englisch übersetzt. Interessierte können sie kostenfrei bis zum 29. Mai während der regulären Öffnungszeiten besuchen: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 18 Uhr.
In der Ausstellung erzählen elf Frauen aus Bochum und Umgebung ihre Geschichte: Wie sie den gefährlichen Weg über den Grenzfluss Kongo wagen konnten, als Kind die Tiere unversorgt auf dem Bauernhof in Ostpreußen zurücklassen mussten, als alte Frau aus Syrien über das Mittelmeer flüchten mussten oder als kleines Mädchen aus Königsberg noch Jahre später im Ruhrgebiet als Flüchtlingskind angefeindet wurden. Diese und andere Geschichten werden in fesselnder und anschaulicher Weise präsentiert und machen deutlich, dass sie mitten unter uns leben: Frauen, die in ihrem Leben zur Flucht gezwungen waren. Es sind alte Frauen und junge. Frauen, die ihre Wurzeln in Deutschland haben und Frauen, die aus vielen anderen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind. Sie schöpfen ihre Kraft aus dem Glauben, mal christlich, mal muslimisch, aus Musik oder Tanz und vor allem aus der Hilfe und Unterstützung von anderen Menschen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stadtbücherei Bochum mit dem ehemaligen Frauenreferat im Evangelischen Kirchenkreis Bochum.
(4. Mai 2026)