Bochum treibt den Ausbau eines komfortablen und sicheren Geh- und Radverkehrsnetzes weiter voran.
Am 30. April hat Oberbürgermeister Jörg Lukat auf einem bereits freigegebenen Abschnitt der Veloroute 1 den Förderbescheid für verschiedene Projekte zukunftsfähiger Nahmobilität vom Verkehrsminister des Landes Nordrhein Westfalen, Oliver Krischer, entgegengenommen. Die Veloroute 1 verbindet zentrale Stadtbereiche und bildet eine wichtige Achse zwischen dem Radkreuz der Innenstadt und dem Stadtteil Riemke. Die Fördersumme für die Veloroute 1 beläuft sich auf rund 1,9 Millionen Euro.
„Gute Radwege machen im Alltag einen echten Unterschied: Wer sich sicher fühlt, kommt eher mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf oder zum Bahnhof. Die Veloroute 1 in Bochum zeigt, was dafür wichtig ist: direkte Verbindungen, sichere Querungen, gute Beleuchtung und mehr Komfort auf den täglichen Wegen. So entsteht Schritt für Schritt ein Radverkehrsnetz, das Menschen besser verbindet und ihnen mehr Möglichkeiten gibt, im Alltag flexibel unterwegs zu sein. Genau dabei unterstützt das Land die Stadt Bochum", sagte Verkehrsminister Oliver Krischer.
„Die Veloroute 1 zeigt sehr konkret, wie wir in Bochum Mobilität neu organisieren: sicher, alltagstauglich und eingebettet in die Quartiere. Wir schaffen mit ihr eine ruhige Alternative abseits stark belasteter Hauptstraßen – bewusst auch für Kinder, ältere Menschen und alle, die sich im Straßenverkehr mehr Sicherheit wünschen. Dabei bringen wir unterschiedliche Anforderungen zusammen: Rad- und Fußverkehr, Schulwegsicherheit, Aufenthaltsqualität und notwendige Infrastrukturmaßnahmen. Dass wir diesen Weg konsequent gehen können, ist nur dank der verlässlichen Unterstützung vom Land NRW und mit den Mitteln vom Bund möglich. Der Mobilitätswandel in Bochum findet nicht auf dem Papier statt – er wird hier vor Ort Schritt für Schritt umgesetzt“, so Oberbürgermeister Jörg Lukat.
Der bereits fertige Streckenabschnitt der Veloroute 1 führt von den Grummer Teichen über die Vierhausstraße und das Deutsche Bergbau Museum bis zum Nordring und zur Widumestraße. In fünf Abschnitten wurden unter anderem Oberflächen erneuert und verbreitert, Fahrbahnen und Gehwege saniert sowie Fahrradstraßen und Mischverkehrsflächen eingerichtet. Auf gemeinsamen Geh und Radwegen wurde der verfügbare Raum erweitert und die Beleuchtung verbessert. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden Ampelanlagen für Fuß und Radverkehr eingerichtet oder ergänzt, Radfahrende werden frühzeitig erfasst, so dass die Signalisierung im Regelfall eine Querung ohne Halt ermöglicht. Zudem wurden Einmündungen und Querungsstellen barrierefrei umgebaut.
Der Ausbau des Bochumer Veloroutennetzes wird weiter fortgesetzt. Eine Weiterführung der Veloroute 1 nach Riemke gehört zu den nächsten Schritten. Darüber hinaus befinden sich weitere Verbindungen in Planung und Umsetzung, darunter die Veloroute 2 in Richtung Langendreer.
Neben der Veloroute 1 fördert das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen mit Bundesmitteln weitere Projekte der Nahmobilität. Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Geh- und Radwegbrücke über die A 43 in Bochum Riemke (Fördersumme rund 3,3 Millionen Euro) sowie der Lückenschluss des Geh- und Radweges „In der Grume“ (Fördersumme rund 650.000 Euro).
(30. April 2026)