Bedenken ausräumen, Orientierung geben und Chancen aufzeigen: Über 70 Teilnehmende informierten sich beim Eigentümerforum der „Sozialen Stadt WAT-bewegen“ am Montag, 2. November, über aktuelle gesetzliche Anforderungen und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für die Modernisierung ihrer Immobilien.
Hintergrund für die Veranstaltung waren insbesondere die gesetzlichen Neuerungen rund um die energetische Gebäudemodernisierung sowie die seit Anfang 2026 geltenden Anforderungen zur Installation von Solaranlagen bei Dachsanierungen. Die neuen Regelungen werfen bei vielen Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern Fragen auf und sorgen teilweise für Verunsicherung.
Mit Stephanie Kallendrusch von der Verbraucherzentrale Bochum und Christian Handwerk von der Verbraucherzentrale NRW standen zwei fachkundige Referierende zur Verfügung. Sie erläuterten die aktuellen gesetzlichen Anforderungen, gingen auf praktische Fragen zur Gebäudesanierung ein und zeigten auf, welche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dabei wurde deutlich, dass die energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden nicht nur mit gesetzlichen Anforderungen verbunden ist, sondern auch Chancen bietet: für einen geringeren Energieverbrauch, langfristig niedrigere Betriebskosten und den Werterhalt der eigenen Immobilie.
Ergänzend stellte Stadtteilarchitektin Katja Schlemper das bisher sehr erfolgreiche Haus- und Hofflächenprogramm im Stadterneuerungsgebiet Wattenscheid vor. Das Förderprogramm unterstützt private Eigentümerinnen und Eigentümer bei der gestalterischen Aufwertung ihrer Gebäude und Grundstücke und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtbildes und des Wohnumfeldes, was dierund 200 erfolgreichen Umsetzungen von Maßnahmen im Quartier bereits zeigen. Zusätzlich informierte Belinda Schulte-Wermlinghoff vom Tiefbauamt der Stadt Bochum über das Förderprogramm KRiS (Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft) der „Zukunftsinitiative Klima.Werk“.
Das Stadtteilmanagement sieht in der regen Beteiligung ein positives Signal für die weitere Entwicklung Wattenscheids. Denn private Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen können wesentlich dazu beitragen, die Immobilienbestände langfristig zu sichern, das Stadtbild aufzuwerten und die stadtökologische Situation zu verbessern. Für Fragen zu Modernisierungsmaßnahmen und Fördermöglichkeiten im Stadterneuerungsgebiet Wattenscheid steht Stadtteilarchitektin Katja Schlemper als Ansprechpartnerin vor Ort zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme ist über das Stadtteilbüro in der Westenfelder Straße 1 unter der Telefonnummer 023 27 – 91 97 913 oder direkt per E-Mail an stadtteilarchitektin@wat-bewegen.de möglich. Bei Interesse am KRIS-Programm bitte eine E-Mail an KRIS@bochum.de senden.
(3. November 2026)