Das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade, An der Kemnade 10, Hattingen, präsentiert am Sonntag, 9. August, um 16 Uhr ein besonderes Sommerkonzert zum musikalischen Erbe der Klappentrompete. Der Trompeter Pedro Henrique de Souza Rosa und der Pianist Pedro Henrique Girotti Sperandio bringen dabei die facettenreiche Klangwelt dieses historischen Instruments inmitten der aktuellen Ausstellung „Blecherne Vielfalt“ zu Gehör: Dazu gehören Werke von J. Höffner, J. Haydn, W.A. Mozart und G. Verdi. Zudem wird das Divertimento von Trenkivitz wieder aufgeführt. Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit zu einer Spende.
Mit der Erfindung der Klappentrompete gelang es dem Wiener k. u. k. Oberhoftrompeter Anton Weidinger am Ende des 18. Jahrhunderts, die technischen Grenzen der Naturtrompete zu überwinden und neue Maßstäbe in der Spieltechnik und im Klang zu setzen. Das Instrument war 1798 erstmals öffentlich zu hören. Sie entwickelte sich seither zu einem beliebten Instrument in Österreich, Böhmen, Italien sowie in Ländern wie Brasilien und den USA. Das Ventilsystem im Trompetenbau verdrängte jedoch die Klappentrompete, die dann um 1850 endgültig außer Gebrauch geriet.
(29. Juli 2026)