
Beim regionalen Forum der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027 im Ruhrgebiet am Donnerstag, 28. August, im Deutschen Bergbaumuseum Bochum, sind die beiden Bochumer IGA-Projekte im Themenbereich „Unsere Gärten“ mit dem dritten von drei möglichen Sternen ausgezeichnet worden. Sowohl das neue nachhaltige Wohngebiet OSTPARK als auch die Parkroute tragen damit das höchste Qualitätsmerkmal der gemeinsamen Schau von neun Kommunen und drei Kreisen im Ruhrgebiet. Außerdem wurde der künftige Dachgarten auf dem Haus des Wissens in die Liste der IGA-Zukunftsprojekte aufgenommen.
In seinem Grußwort zur Eröffnung des Forums sagte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch: „Die IGA steht für eine klare Botschaft: Sie ist ein Versprechen an die Zukunft, ein Zeichen für Wandel und Transformation. Auch unsere Bochumer Projekte für die IGA sind Beispiele für innovative Ideen, grüne Visionen und den Mut, neue Wege zu gehen. Sie zeigen, wie viel Kreativität und Entwicklungskraft in unserer gesamten Region stecken.“
Die Bochumer Parkroute verbindet gleich vier der bedeutendsten Parkanlagen der Stadt: den Bochumer Stadtpark, den Schlosspark Weitmar, den Westpark und den Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum. Über Fuß- und Radwege wie die Erzbahntrasse, das Parkband West und der ParkwayEmscherRuhr sind die vier Anlagen klimafreundlich miteinander vernetzt. Eine zentrale Rolle der Parkroute nimmt der Stadtpark ein, der 2026 sein 150-jähriges Bestehen feiert. Anlässlich des Jubiläums und der IGA 2027 investiert die Stadt Bochum 24 Millionen Euro in die Instandsetzung und Sanierung des Parks, mit der im Herbst 2024 begonnen wurde.
Heute schon an morgen denken: Diese Idee wird im zweiten großen IGA-Projekt der Stadt Bochum, dem OSTPARK, Wirklichkeit. Auf Flächen, auf denen früher auch die ehemalige städtische Gärtnerei und Baumschule standen, entstehen insgesamt 1.300 Wohneinheiten für Familien, Singles, Studierende und Senioren – vom sozialen Wohnungsbau über Mietwohnungen im Mehrfamilienhaus bis zur modernen Stadtvilla. Das Besondere: Der OSTPARK ist eines der ersten klimaangepassten Quartiere der Region. Dabei wird das Quartier Feldmark im Westen des OSTPARKS nach dem Schwammstadt-Prinzip realisiert, das Regenwasser ähnlich wie ein Schwamm aufnehmen, speichern und nutzen kann. Grünflächen zur Retention, oberirdische Entwässerungsrinnen, eine Gracht sowie Wasserrückhaltebecken helfen dabei, die Auswirkungen von Überschwemmungen und starken Regenfällen zu minimieren. Damit ist der OSTPARK und die Stadt Bochum ein Best-Practice-Beispiel für zukunftsweisenden Städtebau und Bochums Antwort auf die Frage, wie wir morgen leben wollen.
Während der Bochumer Stadtpark zur IGA 2027 mit neuen Pflanzbereichen und Themen sowie Blumenwiesen, Stauden und zahlreichen blühenden Blütengehölzen aufwarten wird, werden im OSTPARK bis dahin mehrere Einzelprojekte abgeschlossen sein: die aktuell bereits laufenden Hochbaumaßnahmen, der 4.800 Quadratmeter große Wasserspielplatz im Quartier Feldmark, sowie die Quartiersgarage, ein zentrales Element im innovativen und vom Land NRW ausgezeichneten Mobilitätskonzept des Quartiers.
Auf der abgestuften Dachkontur des Hauses des Wissens entsteht eine intensiv bepflanzte, parkartige Dachlandschaft – ein in Deutschland einzigartiger, nachhaltiger Freiraum, der das Mikroklima verbessert, Niederschläge zurückhält, die Biodiversität am Standort stärkt und das Haus zum grünsten öffentlichen Gebäude der Stadt macht. Vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten im Dachgarten schaffen einen lebendigen Ort der Begegnung, an dem Menschen sich treffen und ohne Konsumzwang zusammenkommen können. Bäume bis acht Meter Höhe, kleinere Gehölze, Stauden, Gräser und Rasenstufen schaffen eine artenreiche Vegetation, die Nähr- und Lebensräume für verschiedene Tierarten bietet.
Hintergrund zur IGA 2027
Unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ präsentiert die Internationale Gartenausstellung 2027 Ruhrgebiet auf internationaler Bühne und in drei Ebenen innovative Lösungsideen für Zukunftsfragen der Grünen Infrastruktur und der Stadtentwicklung in Metropolregionen. Die Ebene der Zukunftsgärten bietet daneben auch die Kulisse für die Präsentationen des Garten- und Landschaftsbaus und der Pflanzenproduktion sowie für ein vielfältiges Veranstaltungsangebot. Die Kommunen zeigen auf der Ebene „Unsere Gärten“ die grünen Schätze der Region. Die Ebene „Mein Garten“ gibt den Bürger*innen Raum sich zu beteiligen mit privaten Initiativen und Kooperationen.
Die Ebene „Unsere Gärten“
Die Metropole Ruhr verfügt über beeindruckende Garten- und Parkanlagen aus unterschiedlichen Epochen, über spektakuläre Landmarken der Industriekultur, artenreiche Industrie-natur und regionale Grünzüge – unser grünes Erbe. Für die IGA 2027 rücken die Kommunen auf der Ebene „Unsere Gärten“ diese in den Fokus, werten sie auf und schaffen Neues. Immer im Blick: die nachhaltige Entwicklung und Verbindung von biodiversen Freiräumen, Erholungs- und Freizeitangeboten für alle.
(28. August 2025)