Automatisierte Rasenmäher (sogenannte Mähroboter) sorgen für einen kurzgeschnittenen Rasen und sind deswegen aktuell verstärkt im Einsatz. Für Igel und auch andere kleine Wildtiere können sie zum Verhängnis werden. Die Maschinen verursachen mit ihren Schneidewerkzeugen zum Teil schwere Verletzungen an Schnauze, Füßen und Stacheln oder sie töten die Tiere sogar.
Gerade nachts oder in der Dämmerung sind ganze Igelfamilien oder andere nachtaktiven Tiere unterwegs. Der Igel ergreift bei Bedrohung nicht die Flucht, sondern er schützt sich durch Einrollen. Igel erkennen die Gefahr durch den Mähroboter nicht rechtzeitig und werden häufig schwer verletzt oder getötet. Um die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere im eigenen Garten zu schützen, sollte der Mähroboter nach Möglichkeit um die Mittagszeit mähen. Tagsüber sollte bei der Nutzung von Rasentrimmern ebenfalls auf Igel und andere kleine Tiere geachtet werden, die häufig an Heckensäumen und Strauchrändern schlafen.
Die Stadt Bochum hat daher bereits 2025 eine „Allgemeinverfügung zum Benutzungsverbot von Mährobotern während der Nach- Dämmerungszeit in Bochum“ erlassen. Gerade in Zeiten des Artenrückgangs ist der Schutz heimischer Wildtiere wichtiger denn je. Igel stehen unter besonderem Schutz und sie sind auf strukturreiche, naturnahe Gärten angewiesen. Jede verletzte oder getötete Igelmutter bedeutet unter Umständen den Tod eines ganzen Wurfs.
Die Einschränkung des Betriebs von Mährobotern stellt einen effektiven Beitrag zum Artenschutz da, von dem auch andere nachtaktive Tierarten, wie Mäuse oder Kröten, profitieren. Rückfragen können an den Bereich Umwelt und Klima gerichtet werden unter E-Mail unb@bochum.de oder umweltamt@bochum.de
(27. März 2026)