Der Gehweg vor dem Haus ist eingezäunt, aus dem Inneren kommt das Hämmern von Stemmeisen: Die Bauarbeiten an der neuen Zentrale der Musikschule – im ehemaligen Gebäude des Arbeitsgerichts am Marienplatz direkt neben dem Musikforum – nehmen Fahrt auf. Wände und Einbauten sind abgerissen worden, auch die Entfernung der Böden und die Schadstoffsanierung haben ihre Spuren hinterlassen. Im Sommer 2028 soll hier das „Haus der Musik“ die ersten Schülerinnen und Schüler begrüßen.
Rund 23,5 Millionen Euro investiert die Stadt in den Umbau, federführend ist das Architekturbüro Dreibund. Entstehen sollen hier unter anderem Räume für gemeinsames digitales Musizieren, großzügige Aufenthalts- und Begegnungsräume, Übungs- und Unterrichtsräume und ein Garten. „Wir bauen hier die Musikschule der Zukunft“, erklärt Kulturdezernent Dietmar Dieckmann die Idee im Hintergrund. „Das ‚Haus der Musik‘ wird ein offenes Haus mit topmoderner Ausstattung und einer Menge großartiger Nutzungsmöglichkeiten.“ Musikschulleiter Norbert Koop ergänzt: „Die Nähe zum Musikforum ist ideal. Die Konzentration des Ausbildungs- und des Aufführungsortes in direkter Nachbarschaft betont augenfällig den hohen Stellenwert, den erstklassige Musik in Bochum hat.“
Bis es soweit ist, stehen nun aber zunächst umfangreiche Rohbauarbeiten an. Das Parkdeck wird abgetragen, die Tiefgarageneinfahrt umgebaut. Ein Treppen- und Aufzugturm soll am Gebäude in die Höhe wachsen, neue Gebäudeteile sollen entstehen. In zwei Jahren folgt dann der letzte Teil: Dann ist endlich Musik drin.
(27. März 2026)