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Umbau der Alleestraße: Innovative Techniken für die Schwammstadt

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  • Die Bauarbeiter setzen die Steinwolle in den Boden
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  • Ein Bild der Baustelle auf der Allestraße
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Ein Bild vor dem einsetzen der Steinwolle
Ein Bild vor dem einsetzen der Steinwolle (Quelle: Stadt Bochum/Dennis Yenmez)

Seit über einem Jahr befindet sich die Alleestraße, eine der wichtigsten Hauptstraßen in Bochum, im Umbau. Ein Ziel ist dabei die klimaresiliente Umgestaltung nach dem Prinzip der Schwammstadt, das heißt, dass Regenwasser nicht in die Kanalisation abgeleitet, sondern gespeichert oder in natürliche Gewässer abgeleitet wird. An der Alleestraße kommt dafür ein einzigartiges System zum Einsatz.

Zur Wasserspeicherung setzt die Stadt Bochum in einem Pilotprojekt erstmals Steinwolle ein, die das Regenwasser aufnehmen und zeitverzögert an die umstehenden Bäume abgeben soll. Diese Bäume stehen direkt neben der Steinwolle, die als so genannte Rigole wie ein Schwamm und unterirdischer Wasserspeicher funktioniert. So wird in heißen Phasen für die Bewässerung der Pflanzen in der Umgebung gesorgt, aber auch für Abkühlung durch Verdunstung. Die Rigolen befinden sich in der Mitte der Straße, was den namensgebenden Alleecharakter noch stärker betont.Die Straßenoberfläche wird so modelliert, dass das Gefälle zur Mitte der Straße verläuft und so das Regenwasser den in Mulden liegenden Rigolen zuführt. Rund 100 Bäume sollen künftig von diesem Wasserreservoir profitieren, überschüssiges Regenwasser wird in den Marbach geleitet.  

Die Bauarbeiter setzen die Steinwolle in die Grube
Die Bauarbeiter setzen die Steinwolle in die Grube (Quelle: Stadt Bochum/Dennis Yenmez )

Der Umbau der Alleestraße birgt dabei neue Herausforderungen selbst für das schwammstadterfahrene Bochum, das als eine der ersten Kommunen Deutschlands solche Maßnahmen bereits großflächig umgesetzt hat – sehen kann man das unter anderem an der Hattinger und der Castroper Straße. So erfordert die Herstellung der Rigolen-Systeme an der Alleestraße neue Bauweisen. Wegen des Bauschutts und den vielen Versorgungsleitungen unterhalb der Straße können die Mulden und Rigolen nicht einfach in herkömmlicher Weise hergestellt werden, der Untergrund ist dafür zu instabil. Die Lösung stellt der Einsatz von so genanntem Flüssigboden dar, der den Boden stabilisiert und so erst die weitere Bearbeitung ermöglicht. Nach der Aushärtung des Flüssigbodens folgt der Aushub für die Rigolen. Diese innovative Bauweise hat die Stadt Bochum in Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen entwickelt.

(25. Februar 2026)