Ein bedeutender Schritt für die Bildungslandschaft in Bochum: Die Stadt und ihre fünf städtischen Berufskollegs haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die erfolgreiche Arbeit im Rahmen des Schulversuchs „Regionale Bildungszentren der Berufskollegs“ (RBZB) verstetigt und weiterentwickelt. Mit der Unterzeichnung wird der Übergang vom Schulversuch in den Regelbetrieb offiziell vollzogen. Grundlage dafür ist der kürzlich veröffentlichte Runderlass des Landes Nordrhein-Westfalen zu Regionalen Bildungszentren, der den rechtlichen Rahmen für die Fortführung der erprobten Strukturen und Maßnahmen schafft.
„Die Berufskollegs in Bochum haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie durch enge Zusammenarbeit, innovative Konzepte und regionale Vernetzung eine zukunfts-orientierte berufliche Bildung gestaltet werden kann“, betonte Oberbürgermeister Jörg Lukat. „Mit der Vereinbarung sichern wir diese Erfolge langfristig ab.“
Im Zentrum der Kooperation steht die Bildung einer Verantwortungsgemeinschaft, in der die Berufskollegs gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Arbeitsagentur, den Kammern, der Wirtschaftsentwicklung und weiteren regionalen Partnerinnen und Partnern an der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung und der Fachkräftesicherung arbeiten. Ziel ist es, jungen Menschen in der Region eine passgenaue berufliche Orientierung und hochwertige Bildungsangebote zu ermöglichen – abgestimmt auf die Bedarfe des regionalen Arbeitsmarkts.
Die fünf städtischen Berufskollegs – das Alice-Salomon-Berufskolleg, das Klaus-Steilmann-Berufskolleg, das Louis-Baare-Berufskolleg, die Technische Berufliche Schule 1 und das Walter-Gropius-Berufskolleg – haben im Rahmen des Schulversuchs bereits zahlreiche gemeinsame Projekte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem abgestimmte Beratungskonzepte, gemeinsame Fortbildungen sowie eine engere Zusammenarbeit mit Institutionen der beruflichen Bildung. Rund 10.000 Schülerinnen und Schüler, verteilt auf 500 Klassen, werden an den Kollegs unterrichtet.
„Die Kooperationsvereinbarung ist ein starkes Signal für die Region“, so Dietmar Dieckmann, Bochums Dezernent für Bildung, Integration, Kultur und Sport. „Sie zeigt, dass wir Bildung als gemeinschaftliche Aufgabe verstehen – mit dem Ziel, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und die Region nachhaltig zu stärken.“
Auch aus Sicht der Schulleitungen ist die Vereinbarung ein Meilenstein: „Die Kooperations-vereinbarung gibt uns als Berufskollegs die Möglichkeit, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit auf ein neues Niveau zu heben“, so Johannes Kohtz-Cavlak, Schulleiter des Alice-Salomon-Berufskollegs und Sprecher des Regionalen Bildungszentrums der Berufskollegs. „Wir können unsere Ressourcen bündeln, voneinander lernen und gemeinsam innovative Bildungsangebote entwickeln – immer mit dem Ziel, unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten.“
Mit dem neuen rechtlichen Rahmen und der institutionellen Verankerung des Regionalen Bildungszentrums ist der Weg frei für eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Die Stadt Bochum und ihre Berufskollegs setzen damit ein klares Zeichen für eine moderne, vernetzte und zukunftsfähige Bildungslandschaft.
(21. Januar 2026)