Am 19. April steht für Bochum und die gesamte Region eine wichtige Entscheidung an: der Ratsbürgerentscheid zur Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Der Rat der Stadt Bochum hat Anfang Februar der Durchführung des Ratsbürgerentscheids zugestimmt. Nun können die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, ob sich ihrer Meinung nach Bochum mit darum bewerben sollte, Gastgeber für die Olympischen und Paralympischen Spiele zu sein. Der Versand der Stimmzettel beginnt am 24. März. Mehr als 280.000 Bürgerinnen und Bürger (über 16 Jahre) können mitmachen und abstimmen. Mit dem Stimmzettel wird eine Informationsbroschüre versandt, die unter anderem die Positionen der Ratsfraktionen sowie ein Statement des Oberbürgermeisters zu Olympia enthält. Der Ratsbürgerentscheid ist klar geregelt: Bochum kann sich beteiligen, wenn die Mehrheit der Abstimmungsberechtigen dafür ist und mindestens zehn Prozent der Stimmberechtigten mit Ja stimmen.
„Diese Abstimmung ist weit mehr als nur ein Kreuz auf dem Papier – aus meiner Sicht ist sie eine Chance, die Zukunft unserer Region aktiv mitzugestalten“, sagte Oberbürgermeister Jörg Lukat bei der Vorstellung der aktuellen Vorbereitungen. „Bochum ist eine Sportstadt. Hier fiebern Menschen seit Generationen mit ihren Vereinen, engagieren sich Ehrenamtliche mit Herzblut, hier wird Sport überall lebendig. Diese gelebte Sportkultur macht uns zu hervorragenden Gastgeberinnen und Gastgebern: offen, herzlich und zuverlässig.“
Die Bewerbung wird breit getragen: Ulrich Liebert, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportbundes: „Für die Vereine wären Olympische und Paralympische Spiele in der Region das Größte. Wir werben dafür, bei der Abstimmung mitzumachen und mit ‚Ja‘ zu stimmen.“
Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind weit mehr als ein sportliches Großereignis. Für viele Athletinnen und Athleten sind sie der größte Moment ihres Lebens – ein Ziel, auf das oft über Jahre hingearbeitet wird. Fußball-Olympiasiegerin Annike Krahn ist sich sicher: „Für die Athletinnen und Athleten sind die Spiele zu Hause etwas ganz Besonderes, Gänsehautmomente garantiert.“ Leichtathletin Jolina Ernst vom TV Wattenscheid 01 ergänzt: „Vor heimischer Kulisse zu starten ist der größte Traum.“
Auch die Nachwuchstalente Victoria Wieczorek und Amélie Blumenthal Haz der Sportschule NRW freuen sich: „Wir wären als Athletinnen gerne dabei, haben schon jetzt das große Ziel im Blick. Es wäre super, wenn Olympia in die Region käme.“
Bei einer erfolgreichen Bewerbung kann im Sportpark Lohrheide moderner Fünfkampf ausgetragen werden. In der Jahrhunderthalle können die Fechtturniere stattfinden und im Vonovia Ruhrstadion ist Anstoß für Fußball.
Insgesamt bewerben sich 17 Städte an Rhein und Ruhr gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele. Mit bestehenden und temporären Sportstätten, großer Eventerfahrung und der breitesten Bürgerbeteiligung aller Bewerberregionen sollen nachhaltige Spiele entstehen, die Athletinnen und Athleten die größte Bühne für ihren größten Moment bieten. Die Region KölnRheinRuhr hat bereits die zweite Stufe im Bewerbungsverfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erreicht. Nach Abschluss aller kommunalen Bürgerbeteiligungen wird der DOSB voraussichtlich im September 2026 über die nationale Bewerbung Deutschlands entscheiden.
Weitere Infos unter: www.bochum.de/olympia
(18. März 2026)