Die Stadt Bochum lädt wieder zu ihrer Reihe „Bochumer Stadtgespräche“ ins Kunstmuseum an der Kortumstraße 147 ein. Am Mittwoch, 4. März, geht es ab 19 Uhr um das Thema „Auf einem guten Weg - Velorouten“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Es gibt viele Wege, eine Stadt mobil zu erleben. Während der motorisierte Individualverkehr jahrzehntelang das Straßenbild dominierte, rückt heute zunehmend eine Form der Fortbewegung in den Mittelpunkt, die effizient, gesund und klimafreundlich zugleich ist: der Radverkehr als Teil des sogenannten Umweltverbundes (Rad-, Fuß- und öffentlicher Nahverkehr).
Das städtische Radverkehrsnetz, bestehend aus Radschnellweg, Radhauptrouten und Velorouten – also durchgängigen, sicheren und komfortablen Radverkehrsverbindungen – gilt als zentraler Baustein einer nachhaltigen städtischen Mobilitätswende. Es macht Radfahren nicht nur attraktiver, sondern schafft klare, nachvollziehbare Strukturen im Netz und ermöglicht es Menschen jeden Alters, sich verlässlich und zügig im Stadtgebiet zu bewegen. Auch in Bochum gewinnt die Radverkehrsförderung an Bedeutung. Die Stadtverwaltung arbeitet konsequent daran, ein zusammenhängendes, qualitativ hochwertiges Routennetz aufzubauen, das sowohl Alltags-, als auch Freizeitwege erleichtert und gleichzeitig städtebauliche Impulse setzt. Die Velorouten nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein: Sie sollen die Stadtteile verbinden, neue Qualitäten im Straßenraum schaffen und ein Mobilitätsangebot darstellen, das sicher, komfortabel und damit für alle nutzbar ist.
Unter dem Titel „Auf einem guten Weg – Velorouten“ widmet sich die Veranstaltung der strategischen Weiterentwicklung des Radverkehrs in Bochum. Samuel Baron vom Tiefbauamt gibt zunächst einen Überblick über die Bedeutung sicherer und komfortabler Velorouten als Rückgrat einer modernen, nachhaltigen Mobilität. Besonders die Veloroute 1 stellt er dabei als zentrales Projekt vor, das neue Maßstäbe für durchgängige, stadtweit attraktive Verbindungen setzen soll. Verena Börger, Sachgebietsleiterin im Tiefbauamt, erläutert das Radverkehrskonzept Bochum und geht darauf ein, wie die Trassen der künftigen Velorouten festgelegt werden, die das gesamte Stadtgebiet durchziehen sollen. Ihr Beitrag macht deutlich, dass die Velorouten nicht nur infrastrukturelle Maßnahmen darstellen, sondern ein strategisches Netz bilden, das den Alltagsradverkehr spürbar erleichtert und fördert.
Einen wissenschaftlichen Blick auf die Thematik bietet Prof. Dr.-Ing. David Kohlrautz von der Hochschule Bochum (Fachgebiet Verkehrswesen, insbesondere Radverkehr). Er ordnet die Velorouten der Stadt Bochum in die Planung moderner Radverkehrsnetze ein, erläutert die Instrumente Radvorrangrouten und Radschnellverbindungen und geht auf Haupt- und Nebenroutenansätze sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile ein. Dabei betont er insbesondere die Bedeutung eines zusammenhängenden und attraktiven Radverkehrsnetzes für eine erfolgreiche Förderung des Radverkehrs.
Die Moderation übernimmt Heike Möller, Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Wohnen.
(28. Februar 2026)