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Neue Daten für eine stärkere Innenstadt: Bochum erweitert Passantenfrequenzmessung

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SCIU Sensorik Passantenfrequenzmessung
SCIU Sensorik Passantenfrequenzmessung (Quelle: Stadt Bochum)

Wie entwickelt sich das Leben in der Bochumer Innenstadt? Wo sind besonders viele Menschen unterwegs, wie entwickeln sich Besucherströme in der Bochumer Innenstadt und welche Auswirkungen haben Veranstaltungen, Baustellen oder neue Angebote auf die Frequenz? Antworten auf diese Fragen liefern bereits heute erste Messpunkte in der Innenstadt. Nun bauen die Smart City Innovation Unit und die Bochum Wirtschaftsentwicklung dieses System weiter aus und schaffen damit eine umfassende Datengrundlage für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt.

Bereits drei Standorte sind mit moderner Sensorik ausgestattet und liefern erste Messdaten. Im zweiten Halbjahr sollen vier weitere Standorte hinzukommen. So entsteht schrittweise ein flächendeckenderes Bild darüber, wie sich Menschen durch die Innenstadt bewegen und wie sich Besucherströme im Tages-, Wochen- und Jahresverlauf verändern. Die eingesetzten 3D-LiDAR-Sensoren erfassen anonymisierte Bewegungsdaten von Passantinnen und Passanten, Radfahrenden sowie Fahrzeugen. Personen können dabei weder identifiziert noch verfolgt werden. Es werden keine Bildaufnahmen gespeichert und keine personenbezogenen Daten verarbeitet.

Die gewonnenen Erkenntnisse kommen unterschiedlichen Akteuren zugute. Die Stadtverwaltung kann Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung künftig noch fundierter planen und bewerten. Für den Einzelhandel liefern die Daten wertvolle Hinweise darauf, wie sich Besucherströme verändern und welche Maßnahmen oder Veranstaltungen zusätzliche Frequenz erzeugen. Eigentümerinnen,
Eigentümer und Investoren erhalten belastbare Informationen zur Attraktivität einzelner Standorte. Gleichzeitig profitieren Bürgerinnen und Bürger, weil öffentliche Räume, Wegebeziehungen und Aufenthaltsqualität gezielter weiterentwickelt werden können.

„Eine lebendige Innenstadt entsteht dort, wo Entscheidungen auf einer guten Grundlage getroffen werden. Mit dem Ausbau der Passantenfrequenzmessung schaffen wir erstmals eine gemeinsame Datenbasis, von der Handel, Gastronomie, Veranstalter, Eigentümer, Investoren und die Stadt gleichermaßen profitieren. So können wir Maßnahmen künftig besser bewerten und die Innenstadt gemeinsam weiterentwickeln“, macht Thomas Wollinger, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung deutlich.

Die Passantenfrequenzmessung ist ein Projekt der Smart City Innovation Unit Bochum. Ziel ist es, Entwicklungen objektiv sichtbar zu machen und Planungs- sowie Entscheidungsprozesse mit verlässlichen Daten zu unterstützen. Im Smart City Index 2025 des Bitkom belegt Bochum Platz 5 unter 83 deutschen Großstädten und gehört damit zu den Vorreitern der digitalen Stadtentwicklung in Deutschland.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Programms „Modellprojekte Smart Cities“ gefördert.

(14. Juli 2026)