Unter dem Motto „Gesund im Quartier“ richtet das Gesundheitsamt Bochum seine Angebote künftig noch stärker an den Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger aus. „Der Gesundheitsdienst ist mit seinem breiten Aufgabenspektrum ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Bevölkerungsgesundheit“, erklärt Jens Vieting, Sozial- und Gesundheitsdezernent der Stadt Bochum. „In den kommenden Jahren stehen wir vor großen Herausforderungen im Gesundheitssystem. Neben unseren vielfältigen Pflichtaufgaben richten wir deshalb den Fokus verstärkt auf die Gesundheitsförderung und Primärprävention, also die Vorbeugung von Erkrankungen. Denn nur wenn wir Erkrankungen möglichst verhindern, bevor sie entstehen und Belastungen frühzeitig erkennen, können wir langfristig zu einer gesunden Stadtgesellschaft beitragen.“
Die niedrigschwelligen Angebote, die künftig weiter ausgebaut werden, sollen dabei helfen, die Gesundheitskompetenz der Bochumer Bevölkerung zu stärken. Geplant sind Mitmach-Aktionen, Beratungsangebote und Aufklärungsformate. Ganz im Sinne der bundesweiten Kampagne „Der öffentliche Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf.“ Erste Termine sind ab sofort auf der Webseite des Gesundheitsamts zu finden. Die Veranstaltungsübersicht wird sukzessive ergänzt und regelmäßig aktualisiert.
Ein Schwerpunkt richtet sich an Akteure, die bereits in den Quartieren aktiv sind und dort in engem Kontakt zu den Menschen vor Ort stehen. „Uns ist es wichtig, bestehende Angebotsstrukturen gezielt zu unterstützen und sinnvoll zu ergänzen. Rund 20 Prozent der Beschäftigten in Bochum arbeiten im Gesundheitswesen. Wenn wir Silos aufbrechen und Synergien geschickt nutzen, können wir viel bewegen“, betont Dr. Cordula Kloppe, Leitung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Einrichtungen, Träger, Initiativen und weitere Beteiligte können die Zusammenarbeit über ein Kontaktformular anregen. Das Formular enthält eine Sammlung erster Anknüpfpunkte und findet sich online unter https://www.bochum.de/Gesundheitsamt/Gesundheitswegweiser/Gesund-im-Quartier. „In den Stadtteilen gibt es bereits zahlreiche engagierte Expertinnen und Experten mit wertvollen Erfahrungen und Ideen. Wir freuen uns auf neue Impulse und darauf, Bochum gemeinsam noch gesünder zu machen“, so Dr. Kloppe.
(14. Juli 2026)