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Aktuelle Pressemeldungen

Peter-Weiss-Preis an Yael Ronen verliehen

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Zwei Personen stehen mit Mikrofonen in der Hand auf einer Bühne.
Peter-Weiss-Preis (Quelle: Stadt Bochum/Lutz Leitmann)

In einem Festakt in den Kammerspielen des Schauspielhauses wurde am 6. März der Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum an die Theaterautorin und Regisseurin Yael Ronen verliehen. Die engen Weggefährten Lindy Larsson und Riah Knight eröffneten die Feierstunde mit dem künstlerisch-musikalischen Beitrag „Sosti Jibben“ aus Ronens Stück „Slippery Slope“. Ein anschließender kurzer filmischer Zusammenschnitt aus verschiedenen Inszenierungen Ronens gaben dem Publikum einen faszinierenden Einblick in ihre Theaterarbeit, die von interkulturellem Witz und Scharfsinn geprägt ist. 

Ein Mann kniet auf der Bühne und eine Frau liest an einem Podium etwas vor.
Peter-Weiss-Preis (Quelle: Stadt Bochum/Lutz Leitmann)

Der eröffnende Monolog aus dem Stück „Sabotage“, gespielt von Dimitrij Schaad, sprach das Publikum an, hat es als Adressaten eingebunden. Die Szene offenbarte beispielhaft den Humor und die Intensität ihrer Kunst, von der es in der Begründung der Jury heißt: „Yael Ronens schlagfertige Dialoge und rasante Plotwendungen fordern das Publikum heraus, sich zu verhalten und machen ihm zugleich das unwiderstehlich kathartische Angebot, gemeinsam zu lachen – auch und vor allem über sich selbst.“ 

Oberbürgermeister Jörg Lukat würdigte die Arbeit Ronens: „Mit der Ehrung zeichnen wir – ganz im Sinne von Peter Weiss – Künstlerinnen und Künstler aus, deren unterschiedliche Positionen und Interventionen die Wahrnehmung unserer Lebenswelt neu justieren und unseren Blick weiten.“ Das Theater von Ronen sei, obgleich auch hier Rollen gespielt werden, authentisch.  

Yael Ronen präsentiert ihre Auszeichnung und Jörg Lukat steht neben ihr.
Yael Ronen und Oberbürgermeister Jörg Lukat (Quelle: Stad Bochum/Lutz Leitmann)

Yael Ronen bedankte sich ihrerseits insbesondere bei ihrem Ensemble, deren Mitglieder sie teilweise schon sehr lange begleiten: Ohne diese Menschen und deren Erfahrungen sei ihre künstlerische Arbeit kaum vorstellbar, das fließe ein in ihre Kunst. 
Die Laudatorin Irina Szodruch, eine enge, langjährige Weggefährtin Ronens, sieht in dem Schaffen Ronens auch die Suche nach Wahrheit. Persönliches Erleben, individuelle Erfahrungen wurden durch die Kunst Ronens zu Geschichten vieler. Aber eines der prägendsten Merkmale in der Theaterarbeit Ronens sei der Humor, den sie methodisch einsetzt, nämlich „nicht als Schutz vor der Wirklichkeit, sondern als Zugang zu ihr.“    

Orit Nahmias und Niels Bormann brachten noch einen Sketch auf die Bühne, in dem aus der Inszenierung „the day before the last day“ zitiert wurde, bevor Lindy Larsson und Riah Knight die Feierstunde mit „Gelem, Gelem“ aus dem Stück „Roma Armee“ von Yael Ronen beschlossen. 

(11. März 2026)