Partnerstädte

Partnerstädte / Patenschaften

Infos zu Städtepartnerschaften, Partnerschaftsvereinen und Patenschaften

Partnerstädte

Städtepartnerschaften

Bochums älteste Partnerstadt ist Sheffield. Begonnen hat die Partnerschaft mit der tatkräftigen Hilfe von Sheffielderinnen und Sheffieldern, die zur Besatzungsmacht in Bochum gehörten und die Not der Bevölkerung lindern wollten.

Sheffield, eine der größten Städte Englands, liegt im Norden des Landes, in einer Region, die ähnlich wie das Ruhrgebiet lange Zeit von Kohle und vor allem Stahl geprägt war. Heute ist Sheffield eine Stadt im Aufbruch, der es gelungen ist, vielfältige Attraktionen im Bereich Kunst und Kultur zu schaffen und so – auch dank ihrer Lage mitten im grünen Peak District – verstärkt Touristinnen und Touristen anzuziehen. Auch musikalisch hat Bochums englische Partnerstadt einiges zu bieten: u.a. Joe Cocker, Pulp und die Arctic Monkeys kommen aus Sheffield. Und wer den Film „Ganz oder gar nicht“ gesehen hat, der in Sheffield spielt, kennt auch eine der besten Brass Bands Englands: die Sheffielder Band Unite the Union. Britische Brass Bands kann man mit deutschen Blasorchestern nur bedingt vergleichen. Es gibt für sie eine Wettbewerbskultur, ähnlich der, die wir in Deutschland aus dem Sport kennen. Zu hören waren Unite the Union zuletzt auf dem Bochumer Musiksommer 2018. Sportlich muss sich Sheffield ebenfalls nicht verstecken: Der Fußballverein Sheffield United spielt in der Premiere League. Und auch Fans vieler anderer Sportarten kommen ebenfalls auf ihre Kosten.

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Zu Oviedo unterhält Bochum partnerschaftliche Beziehungen seit 1980. Oviedo liegt im Norden Spaniens und ist mit seinen 220.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Hauptstadt Asturiens. Wie Bochum und Sheffield lange geprägt von Bergbau und Stahl, bilden heute Dienstleistungen und die große Universität das Rückgrat der Stadt. Dabei ist Oviedo auch eine historische Stadt: Auf dem Hügel, den die Römer Ovetao nannten, wurde zunächst ein Kloster errichtet. Später entstand  daraus eine mittelalterliche Stadt, was man dem Stadtkern bis heute ansieht. Anders als Bochum ist Oviedo auch schon lange Hochschulstadt, die Universität wurde bereits im Mittelalter gegründet. Nach wie vor gibt es einen regen Austausch zwischen der Universität Oviedo und der Ruhr-Universität – und so manche ehemalige Studentin und ehemaliger Student aus Oviedo ist in Bochum  geblieben. Dabei mag Bochum urbaner sein – idyllischer gelegen zwischen den grünen Bergen des kantabrischen Gebirges und in relativer Nähe zum Atlantik ist Oviedo!

Höhepunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens ist alljährlich im September das San Mateo Fest, ein heiteres, buntes Spektakel aus Opern, Rock, Pop, Sport- und Stierkampf und einer großen Parade durch die Altstadt.

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1987 wurde Donezk, eine Stadt im Kohlerevier Donbass in der östlichen Ukraine, auf Vermittlung Sheffields Bochums Partnerstadt. Die drei Städte bildeten damit eine so genannte Ringpartnerschaft. Mit rund einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern zählte Donezk damals zu den größten Städten der Ukraine. Mehrere Universitäten, Hochschulen und zahlreiche Forschungsinstitute sorgten für eine ausgeprägte Bildungslandschaft und auch kulturell hatte die Stadt viel zu bieten. Ihre Innenstadt hat sich zu Beginn der 2000er Jahre rasant modernisiert.

Mit dem Ausbruch des Ukrainekriegs 2014 hat sich die Situation vor Ort stark geändert. Die aktuelle Einwohnerzahl ist nicht bekannt. Durch die Ausrufung der „Volksrepublik Donezk“ ist keine offizielle Zusammenarbeit mit Donezk mehr möglich, da demokratisch legitimierte politische Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner fehlen. Die Gesellschaft Bochum-Donezk leistet auch in dieser Krise humanitäre Hilfe und unterstützt weiterhin ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie verschiedene Hilfsprojekte in der Ostukraine. Eine direkte Hilfe in Donezk ist derzeit nur bedingt möglich.

Nordhausen in Thüringen ist mit Bochum seit dem 17. Juni 1990, dem früheren Tag der Deutschen Einheit, städtepartnerschaftlich verbunden. Kontakte zwischen beiden Städten existieren aber nicht erst seit Beginn der offiziellen Partnerschaft; denn schon vor 100 Jahren sind die ersten Bande zwischen den Städten geknüpft worden: als Erster Bürgermeister Bochums trat am 1. September 1892 Karl Hahn aus Nordhausen sein Amt an, nachdem er bereits seit 1886 in Nordhausen in gleicher Funktion tätig war. Nordhausen wurde im Jahre 927 gegründet und erhielt 1220 die Stadtrechte. Heute leben in der Stadt rund 40.000 Menschen.

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Etwa 60  Kilometer nordöstlich von Tokio entfernt liegt  Tsukuba. Um etwas Druck von der Megastadt Tokio zu nehmen, entstand in den 60er Jahren der Gedanke, in der Nähe eine „Stadt der Wissenschaft“ zu errichten. Dort sollten Universitäten und insbesondere Forschungseinrichtungen unterschiedlichster Art angesiedelt werden.

Heute hat Tsukuba  drei Universitäten - die Universität Tsukuba, die Tsukuba-Gakuin-Universität und die medizinische Fakultät der Universitätsklinik Tsukuba – und zählt knapp 240.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Über 300 staatliche und private Forschungsinstitute sowie zahlreiche Unternehmen der Hightech-Industrie sind hier angesiedelt. Tsukuba ist eine internationale Stadt, in der  Menschen aus über 120 Nationen leben.

Zwischen der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Tsukuba gibt es eine enge Zusammenarbeit zum  Beispiel in  der Stadtentwicklung und im Gesundheitswesen. Bereits 2007 haben sie eine Partnerschaftsvereinbarung auf Fakultätsebene unterschrieben, seit 2016 gibt es eine universitätsweite Partnerschaftsvereinbarung.

Hieraus ergab sich der Wunsch, auch auf gesamtstädtischer Ebene zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen. Dabei gibt es eine Neuerung: Waren frühere Gemeinsamkeiten der Partnerstädte insbesondere in einer ähnlichen Größe und Geschichte als Bergbau- oder Stahlregion zu finden, ist es heute die wissenschaftliche Ausrichtung, die eine Gemeinsamkeit begründet. Die 2019 geschlossene Partnerschaftsvereinbarung benennt Themenfelder, in denen die beiden Städte zusammenarbeiten möchten, wie etwa  in der Digitalisierung, Forschung und Stadtplanung. Aber auch ein Jugendaustausch  soll entstehen. Schülerinnen und Schüler sollen – insbesondere online - an Projekten zusammenarbeiten.

Ende 2017 war Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zu einem ersten kurzen Besuch in der Partnerstadt, bei dem er und Tsukubas  Bürgermeister , Dr. Tatsuo Igarashi, schnell merkten, dass sie sich eine Partnerschaft der beiden Städte grundsätzlich sehr gut vorstellen könnten. Am 25. November 2019  unterzeichneten sie in Tsukuba die Partnerschaftsvereinbarung.

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Seit 1994 besteht zur südchinesischen Stadt Xuzhou eine wirtschaftsbezogene Städtepartnerschaft. Die Partnerschaft entstand maßgeblich durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet, die aktuell am Projekt china competence@ruhr beteiligt ist.
Die in der Provinz Jiangsu gelegene Stadt Xuzhou hat – Stand 2015 – ca. 8,66 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und verbindet u.a. Schanghai, Lianyungang sowie Jinan (Shandong) und Zhengzhou (Henan). Die Ursprünge der Stadt liegen einige tausend Jahre zurück (erste Siedlungen sind für die Zeit ca. 4100 vor Christus dokumentiert), entsprechend viele kulturelle Schätze und Sehenswürdigkeiten gibt es zu entdecken. Xuzhou ist aber auch ein Kohlerevier, wenngleich inzwischen die Erzeugung erneuerbarer Energien eine immer größere Rolle spielt. Zu diesem Strukturwandel tragen auch die Bergbauuniversität sowie viele Hochschulen und wissenschaftliche Institute in der Stadt bei.

Partnerschaftsvereine

Ansprechpartnerin:
Monika Wulfhorst-Werner
Hunscheidtstr. 115
44789 Bochum
Telefon: 0234 54426566
E-Mail: post@freunde-sheffields.de 

www.freunde-sheffields.de

Gegründet: September 1990

Schwerpunkte: 

  • die Beziehungen zu unserer Partnerstadt intensivieren 
  • auf unseren Clubabenden mehr über Land und Leute erfahren 
  • durch Fahrten in die Partnerstadt Kontakte herstellen und Freundschaften schließen und vertiefen 
  • durch Seminare und Aufenthalte in Familien in Sheffield die Sprache verbessern 
  • Vermittlung von Unterbringung in Familien für Studenten, Schüler und weiteren Interessierten

Ansprechpartnerin:
Renate Scheuerpflug
Telefon: 0234 3246517
E-Mail: freunde.oviedo@gmx.de 

www.freunde-oviedos.de

Gegründet: Januar 1990

Schwerpunkte:  

  • Private Begegnungen fördern
  • Monatliche Treffen für Mitglieder sowie interessierte Deutsche und Spanier 
  • Organisation von Fahrten nach Oviedo mit privater Unterbringung im Rahmen der Möglichkeiten 
  • Für Mitglieder bei der Vermittlung von Spanisch-Unterricht in Oviedo und Bochum 
  • Monatlicher Spanisch-Stammtisch für Mitglieder 
  • Kontakte zu Vereinen, Schulen, Universität und anderen Vereinigungen 

Ansprechpartnerin:
Jutta Kreutz
Telefon und Fax: 02324 31097
E-Mail: info@bochum-donezk.de

www.bochum-donezk.de

Die „Gesellschaft Bochum Donezk e.V.“ gründete sich im März 1987. Ihre ursprüngliche Hauptaufgabe, möglichst viele Besuche auf Bürgerebene zu organisieren, hat sie  bis 2013 erfolgreich durchgeführt. 2014 veränderte sich die politische Situation durch die Besetzung der Stadt durch die Separatisten. Eine Folge davon war die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Da es kaum soziale Absicherung für die Bevölkerung gibt, stieg die Anzahl der Bedürftigen und Kranken. Das führte dazu, dass die Gesellschaft Bochum - Donezk e.V. andere Aufgaben in den Vordergrund stellte:

  • die humanitäre Hilfe für bedürftige Familien, Waisenkinder und alte Menschen – insbesondere auch ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter – durch Kleidersammlungen und „Essen auf Rädern“
  • die „Hilfe für leukämiekranke Kinder“: Die Gesellschaft Bochum Donezk versucht, der Station, die sie  schon seit 1991 unterstützt, mit Medikamenten, medizinischen Hilfsmitteln und alltäglichem Bedarf zu helfen.
  • das Projekt „Essen auf Rädern“, bei dem mehrmals in der Woche warmes Essen an bedürftige ältere Menschen in den Randgebieten der Stadt verteilt wird
  • Projekt „Sonnenstadt“, bei dem versucht wird, alleinstehende, minderjährige Mütter und ihre Babys zu versorgen und ihnen zu helfen, wieder eine Wohnung und einen Arbeitsplatz zu bekommen und sich somit langfristig wieder in die Gesellschaft zu integrieren
  • die Unterstützung ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Ansprechpartnerin:
Margrit Mizgalski
Telefon: 0234 471851
E-Mail: foerderv.bo-ndh@gmx.de

Gegründet: Juli 1990

Schwerpunkte:

  • Verständnis füreinander wecken und vertiefen, Freundschaften ermöglichen durch:
  • Kontakte zwischen Personen, Schulen, Vereinen, und Kirchengemeinden 
  • Gegenseitige Besuche 
  • Lichtbildervorträge

Patenschaften

Anlässlich des „Bundestreffens der Ostpreußen“ in Bochum übernahm die Stadt  am 8. Mai 1953 die Patenschaft für  Neidenburg, dem ehemalig südlichsten Kreis in Ostpreußen. Damit bekundete  sie ihre Verbundenheit mit den Heimatvertriebenen und der hiesigen Bevölkerung, wie es in der entsprechenden Urkunde heißt.

Sichtbarer Ausdruck dieser Patenschaft sind beispielsweise die Neidenburger Siedlung in Hofstede-Riemke, die alle zwei Jahre im September in Bochum stattfindenden Heimattreffen sowie die Neidenburger Heimatstube mit Exponaten aus der alten Heimat, die im Amtshaus Werne, Kreyenfeldstraße 31, untergebracht ist.

Besichtigungen sind nach vorheriger Absprache mit Herfried Jobski, Telefon 0234 331429, möglich.

Patenschaft ICE

Seit dem 9. Juli 2003 trägt ein ICE 2 der Deutschen Bahn AG den Namen und das Wappen unserer Stadt über das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz in alle Himmelsrichtungen.