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Umgang mit Wildtieren im Stadtgebiet

Wildtiere im Stadtgebiet: Der Waschbär

Ein Waschbär hat sich in Ihren Garten, auf Ihr Grundstück oder sogar ins Haus verirrt und Sie benötigen Informationen zum Umgang mit diesem Wildtier.

Umgang mit Wildtieren im Stadtgebiet

Welche Infos gibt es dazu?

Der Waschbär (Procyon Iotor) unterliegt dem Jagdrecht. Jungwaschbären dürfen ganzjährig gejagt werden, die Elterntiere sind während der Aufzucht der Jungen zwischen September und Februar zu schonen. Nur Jagdscheininhaber dürfen in ihren Revieren, mit einer Sondererlaubnis auch in befriedeten Bezirken, jagen oder Fallen stellen.

  • Kleinbär mit auffälliger schwarz-weißer Gesichtsmaske
  • Langhaariges, farblich stark variierendes Fell; Allgemeinbild tendenziell graues Haar mit schwarzem Deckhaar, aber auch fast schwarze Tiere kommen vor. Schwarz-weiß geringelter Schwanz.
  • Etwa katzengroß mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 40 bis 70 Zentimeter und einer Schwanzlänge von 20 bis 30 Zentimetern.
  • Gewicht um die  5 bis 9 Kilogramm.
  • Typische Gangart der Sohlengänger und mit rundem Rücken
  • Pfotenabdruck: die Vorderpfote ähnelt einer Hand, der Abdruck der Hinterpfoten hat Ähnlichkeit mit dem Fußabdruck eines Kleinkindes.

Der dämmerungs- und nachtaktive Waschbär gehört zur Familie der Kleinbären. Tagsüber schläft er gern in Baumhöhlen oder auf Dachböden. Seine markanten Merkmale sind der buschige Ringelschwanz, die kontrastreiche dunkle Gesichtsmaske sowie braun-graues Fell. Des Weiteren zeichnet er sich durch seine Fähigkeit aus, behände klettern zu können.
Waschbären leben häufig gesellig beisammen und bilden nach Geschlechtern getrennte Gruppen. Ausgewachsene Männchen besiedeln zumeist feste Territorien. Während der Paarungszeit suchen die Männchen die Weibchen auf. Nach etwa 65 Tagen Tragzeit bringt dieses von April bis Anfang Mai etwa zwei bis drei Jungtiere zur Welt, die bei der Geburt noch blind sind. Erst nach zwei bis drei Wochen öffnen sie die Augen und verlassen nach etwa sechs Wochen zum ersten Mal die Wurfhöhle. Im Herbst erfolgt die allmähliche Trennung von der Mutter. Waschbären können mehr als 16 Jahre alt werden. Häufig sterben sie jedoch schon früher, weil sie Verkehrsunfällen zum Opfer fallen.

Seine Heimat liegt in Nord- und Mittelamerika. Mittlerweile ist der Waschbär aber auch in vielen Teilen Europas verbreitet. Im Jahr 1934 setzte man aus jagdlichen Gründen am hessischen Edersee zwei Paare aus. Gut zehn Jahre später schafften es weitere Individuen, aus einer Pelztierfarm im Kreis Strausberg (östlich von Berlin) zu entkommen. Rückblickend steht fest, dass beide Populationen den Grundstock des heutigen deutschen Bestandes bilden. In NRW lassen sich Waschbären besonders im östlichen Landesteil nachweisen. Ab Mitte der 1990er Jahre gab es eine massive Bestandszunahme. So hat sich die Zahl der geschossenen Waschbären von 1992 bis 2002 auf das 16fache erhöht (von 165 auf 2.668). Waschbären sind "ökologische Generalisten". Das bedeutet, es fällt ihnen leicht, sich neue Lebensräume zu erschließen und die in ihnen vorkommenden Ressourcen zu nutzen. Bei der Wahl ihres Lebensraumes haben sie dennoch eine Vorliebe: Altholzbestände in der Nähe von Gewässern. Hier finden sie genügend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten. Da Waschbären Kulturfolger sind, entdecken sie zunehmend auch Städte mit ihren Parks und Gärten für sich. Auch in Bochum ist eine steigende Population an Waschbären festzustellen. Die Anfragen bezüglich dem Umgang mit Waschbären häufen sich. 

Bei der Nahrungssuche setzen Waschbären ihre handähnlichen, sehr tastempfindlichen Pfoten ein. Die Artbezeichnung ‚Waschbär‘ rührt vermutlich daher, dass das Tier im Wasser mit seinen ‚Händen‘ nach Nahrung tastet. Die dabei durchgeführten flinken Handbewegungen wurden fälschlich als „Waschbewegungen“ interpretiert. Waschbären sind Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von Früchten, Beeren und Eicheln, aber auch von Eiern, Insekten, Krebsen und Fischen. Sie bevorzugen leicht zu erbeutende Kost. Alles was nicht gejagt oder gesucht werden muss, ist eine willkommene Nahrungsquelle. Öffentliche Abfalleimer oder Mülltonnen und Komposthaufen auf dem Privatgrundstück wirken anziehend. Darum verlassen die Tiere zunehmend ihren angestammten Lebensraum in der Wildnis und entdecken die urbanen Gebiete für sich. Vor der kalten Jahreszeit fressen sie sich zum Schutz eine Fettschicht an, obwohl sie keinen Winterschlaf halten. Zudem sind die zahlreichen Dachböden ein willkommener Ort, um die Jungtiere aufzuziehen und im Warmen zu überwintern.

Haben sich einer oder mehrere Waschbären erst einmal im Dachboden oder im Schuppen eingenistet, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Deshalb sind vorbeugende Maßnahmen der beste Schutz. Ein Dachboden, der für den Waschbären nicht erreichbar ist, kann auch nicht bewohnt und verwüstet werden. Problem dabei ist nur, dass die Kleinbären wahre Kletterkünstler sind. Angrenzende Bäume, Regenrinnen, Holzsäulen und selbst Hausecken reichen dem Waschbär aus, um seine Klettertour erfolgreich zu meistern. Um potenzielle Steighilfen auszumachen, sollten Sie zunächst einen Rundgang um Ihr Haus machen und die Klettermöglichkeiten identifizieren. Dann geht es daran Wege zu finden, um den Aufstieg unmöglich zu machen. Im Handel gibt es dafür allerhand Produkte, die allerdings teils sehr teuer und im schlimmsten Fall sogar eher als Kletterhilfe anstatt als Kletterstop dienen. Hier ein paar hilfreiche Wege, um den Waschbären fernzuhalten.

Ans Haus angrenzende Äste von Bäumen einkürzen

Bäume, die direkt an das Wohnhaus angrenzen sind die einfachste Steighilfe, die Waschbären sehr gerne nutzen, um auf das Dach zu gelangen. Sägen Sie die zum Haus reichenden Äste so ab, dass mindestens ein Meter Abstand zum Haus eingehalten ist.

Bäume vor dem Besteigen schützen

Um überhaupt das Besteigen von Bäumen zu unterbinden, sollten niedrig hängende Äste nicht näher als einen Meter über dem Boden hängen. Eine im Durchmesser verstellbare Plastik- oder Metallmanschette mit einer Länge von mindestens 60 Zentimetern, die in einer Höhe von etwa 60 Zentimetern um den Baumstamm gelegt wird, verhindert das Klettern. Auch Katzen und Marder werden so vom Besteigen abgehalten - Vogelhäuschen und -nester sind so also auch vor anderen Räubern geschützt.

Plastik- oder Metallplatten als Kletterstopp

Waschbären nutzen gerne Dachrinnen oder Häuserecken, um daran hochzuklettern. Gerade rauverputzte Wände, Klinker und Backsteine machen es den gewandten Kleinbären sehr leicht, Halt zu finden. Mit aufgeschraubten Platten aus Plastik oder Metall ist dieser Halt nicht gegeben und der Waschbär hat keine Chance, nach oben zu gelangen. Stacheldraht oder andere spitze Drahtgestelle sind häufig eher Kletterhilfen für die Tiere - im schlimmsten Fall werden sie dadurch aber verletzt, was nicht Sinn der Sache ist.

Absperrbare Mülltonnen

Mülltonnen können mit gespannten Gummibändern gesichert oder mit Steinen beschwert werden. Allerdings erweisen sich Waschbären als lernfähig, sodass sie solche Hindernisse irgendwann überwinden. Die Lernfähigkeit der Tiere ist so groß und so finden sie Mittel und Wege sich Zugang zu den Mülltonnen zu verschaffen. Deshalb sollten Sie die Mülltonnen fest verschließen und ggfs. mit einem Verschluss sichern. Wer zudem über einen Kompost verfügt, sollte achtgeben, dort keine Essensreste abzulegen, denn einmal angelockte Waschbären richten sich gerne in der Nähe von Futterstätten häuslich ein.

Haustiere / Vögel nicht im Garten füttern

Haustiere, wie Hunde oder Katzen, sollten nicht im Garten / auf der Terasse gefüttert werden. Weiterhin sollten Sie vorübergehend auf Futterstationen für Vögel verzichten. Jede Futterquelle für andere Tiere stellt auch eine leichte Nahrungsquelle für den Waschbären dar.

Wasser

Wenn der Waschbär bei Ihnen im Garten oder auf dem Grundstück ist, können Sie versuchen das Tier durch Wasser zu vertreiben. Nehmen Sie den Gartenschlauch und spritzen in die Richtung des Waschbären. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Waschbären nicht direkt treffen, sondern das Wasser nur in seine Richtung spritzen. 

Elektrozäune

Alternativ können Sie spezielle Elektrozaunsysteme entlang der Dachrinnen aufspannen. Sobald ein Waschbär versucht, sich daran hochzuziehen, bekommt er einen unangenehmen Stromschlag.

Es gibt nur wenige Waschbären, bei denen Tollwut festgestellt wurde. Erkrankte Tiere zeigten ein passives und desinteressiertes Verhalten. Sie ziehen sich meist in gut geschützte Verstecke zurück, um dort ungestört zu sterben. Neugierige Waschbären auf Futtersuche sind generell nicht tollwutverdächtig. Sie können beißen, wenn sie sich bedrängt fühlen. Daher versperren Sie einem Waschbären nicht den Fluchtweg oder drängen ihn in eine Ecke. 

Sachbearbeiter
Ordnungs- und Veterinäramt

Herr Diekenbrock

Telefonnummer
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Faxnummer
0234 910-1418
E-Mail Adresse
ordnungsamt@bochum.de

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Marienplatz 2
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