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Umgang mit Wildtieren im Stadtgebiet

Wildtiere im Stadtgebiet: Der Fuchs

Ein Fuchs hat sich in Ihren Garten, auf Ihr Grundstück oder sogar ins Haus verirrt und Sie benötigen Informationen zum Umgang mit diesem Wildtier.

Ein Rotfuchs auf einem Feld

Umgang mit Wildtieren im Stadtgebiet

Welche Infos gibt es dazu?

Der Fuchs (Vulpes vulpes) unterliegt dem Jagdrecht. Jungfüchse dürfen ganzjährig gejagt werden, die Elterntiere sind während der Aufzucht der Jungen zwischen März und Juni zu schonen. Nur Jagdscheininhaber dürfen in ihren Revieren, mit einer Sondererlaubnis auch in befriedeten Bezirken, jagen oder Fallen stellen.

  • Je nach Lebensraum ist der Fuchs 4,5 bis zehn Kilogramm schwer.
  • Die Kopfrumpflänge beträgt – je nach Geschlecht – zwischen 60 und 85 Zentimeter.
  • Er hat einen buschigen, etwa 30 bis 45 Zentimeter langen Schwanz.
  • Sein Fell ist meist rotbraun, regional farblich etwas variierend gefärbt.

Der Fuchs besiedelt ganz Eurasien, Nordafrika und Nordamerika und ist damit wohl das Raubtier mit der flächenmäßig weitesten Verbreitung. Als typischer Kulturfolger haben die Tiere wegen des großen Nahrungsangebots in unserer Wegwerfgesellschaft die „Nische Großstadt“ für sich entdeckt. Füchse sind in der Regel dämmerungs- beziehungsweise nachtaktiv. Bei geringer Populationsdichte gelten sie als Einzelgänger, steigt die Zahl der Tiere, leben sie auch in Gruppen zusammen. Füchse verfügen über ein ausgezeichnetes Seh-, Riech- und Hörvermögen und sind sehr lern- und anpassungsfähig.

Unsere heimischen Wildtiere sind im Regelfall nicht aggressiv, so auch der Fuchs. Er greift Menschen nicht an und versucht, „Zweibeinern“ aus dem Weg zu gehen. Anders als auf dem flachem Land haben „Stadtfüchse“ jedoch weniger Berührungsängste, wenn Menschen diese bereits gefüttert haben. Auch neugierige Jungfüchse trauen sich manchmal sehr dicht an Menschen heran. Wenn Sie einem Fuchs begegnen, gilt: Bewahren Sie Ruhe und versperren Sie dem Tier nicht den Fluchtweg.

Fuchsbandwurm: Die Gefahr der Infektion mit dem kleinen Fuchsbandwurm (Echninococcus multilocularis) ist anders als bei auf dem flachen Land lebenden Tieren bei „Stadtfüchsen“ deutlich geringer, da diese weniger Mäuse (Zwischenwirt) fressen. Trotzdem gilt es zu beachten:

  • Tote Füchse (oder andere Tiere) sicherheitshalber nicht anfassen.
  • Nach jedem Kontakt mit dem Fell von Hund und Katze gründlich die Hände waschen.
  • Hunde und Katzen regelmäßig mit Arzneimitteln gegen den Fuchsbandwurm entwurmen.
  • Nach der Gartenarbeit gründlich die Hände waschen.
  • Beeren und Gemüse gründlich waschen (bei 60º Celsius sterben Bandwurmeier sicher).
  • Jäger sollten beim Abbalgen von Füchsen das Fell anfeuchten und nur mit Handschuhen und Mundschutz arbeiten.

Der Fuchs galt lange als der Hauptüberträger der Tollwut (Lyssa-Virus). Inzwischen jedoch ist Deutschland nach großen Impf-Aktionen mit ausgelegten Fressködern nahezu tollwutfrei. Bei ungewöhnlichem Verhalten von Füchsen oder auch anderen Tieren können sich Menschen nach einer Berührung oder einem Biss dennoch vorsichtshalber gegen Tollwut impfen lassen.

Erreger der Räude sind Milben, die Hauptüberträger dieser Krankheit Füchse. Jedoch können sich auch Hunde oder Menschen durch direkten oder indirekten Kontakt (zum Beispiel Haare oder Hautkrusten) infizieren. Die Fuchsräude stellt keine ernst zu nehmende Gefahr für Mensch und Tier dar, da es erfolgreiche Therapiemethoden gibt.

  • Entfernen Sie alle verfügbaren und leicht zugänglichen Nahrungsquellen, wie zum Beispiel offenes Hunde- oder Katzenfutter und Fallobst.
  • Verschließen Sie die Mülltonnen, die Aufstellplätze sollten restefrei sein.
  • Hängen Sie Vogelfutter so hoch, dass es für den Fuchs nicht erreichbar ist.
  • Räumen Sie Lederschuhe und ähnlich verlockende Gegenstände, die den Spieltrieb des Fuchses animieren, zumindest nachts weg.
  • Verschließen Sie Hohlräume unter Gartenhäuschen oder andere geeignete Unterschlupfmöglichkeiten, nachdem Sie überprüft haben, dass sich dort kein Fuchs und dessen Jungtiere aufhalten.
  • Beobachten Sie einen Fuchs beim Graben, unterbinden Sie dies umgehend und schütten Sie den Tunnel wieder zu.
  • Vergraulen Sie den Fuchs durch übelriechende Mittel, Lärm und Unruhe, indem Sie zum Beispiel zeitweise im Schuppen das Radio laufen lassen.

Sollte ein Fuchs jedoch bereits auf Ihrem Grundstück seine Jungen aufziehen, müssen Sie dies von März bis Juni hinnehmen und dürfen die Tiere nicht stören. Fuchskot (drei bis acht Zentimeter lang mit weißer Spitze) sollten Sie entsorgen. Wie beim Hundekot können Sie diesen mit einem Plastiksack aufnehmen und in die Mülltonne werfen. Damit vermeiden Sie Infektionsgefahren. Geben Sie den Fuchskot keinesfalls in den Komposthaufen oder Biomüll. 

Füchse sind Prädatoren (Beutegreifer) und holen sich durchaus kleinere Haustiere aus dem Gartenbereich. Deshalb sollten Sie Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweine oder Geflügel wie Hühner oder Enten nachts in einem gut verschlossenen und einbruchssicheren Stall oder massiv gebauten Boxen unterbringen. Tagsüber bietet sich ein abgedecktes Gehege aus engmaschigem Drahtgeflecht (Maschendraht) an. Im Boden eingelassen kann sich ein Fuchs auch nicht durchgraben. Damit die Raubtiere nicht über den Zaun klettern, sollte dieser nicht niedriger als zwei Meter sein. Für ausgewachsene Haustiere wie Hunde oder Katzen stellt der Fuchs keine Gefahr dar. Er meidet sogar solche Gärten, in denen sich diese Tiere aufhalten. Bei ernsthaften Problemen mit Füchsen können Sie sich an die Untere Jagdbehörde wenden.

Sachbearbeiter
Ordnungs- und Veterinäramt

Herr Birke

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Faxnummer
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Foto des Verwaltungsgebäudes

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