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Dienstleistungen und Infos

Projekt "Wegbereiter"

Bildungswege für zugewanderte Kinder und Jugendliche bereiten

Dienstleistungen und Infos

Das Projekt „Wegbereiter - Bildungswege für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bereiten“ ist ein Projekt der RuhrFutur gGmbH in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, gefördert durch die Stiftung Mercator, in Zusammenarbeit mit der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren.

Beteiligt waren die Bildungsinitiative RuhrFutur gGmbH, Bochum, Kreis Recklinghausen und Mühlheim an der Ruhr.

Die Maßnahme startete in Bochum am 1. Januar 2017 und endete als Kooperationsprojekt am 28. Februar 2021. In Bochum hat das Kommunale Integrationszentrum die Federführung bei der Weiterentwicklung von „Wegbereiter“.

Ziel des Projektes ist es, die Bildungschancen von (neu) zugewanderten Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die Vernetzung bezüglich der Bildungswege für (neu) zugewanderte Kinder und Jugendliche zu optimieren und Schulen in ihrer Arbeit mit dieser Zielgruppe zu unterstützen.

Innerhalb des Projektes wurden drei Säulen in Bochum bearbeitet



Im Rahmen der ersten Säule wurde eine Netzwerklandkarte mit 45 in Bochum tätigen Netzwerken, die sich mit (Neu-) Zuwanderung befassen, erstellt.

Die Konkretisierung der zweiten Säule erfolgte 2018 mittels einer Abfrage an allen Bochumer Schulen und wird im zweiten Halbjahr 2019 und 2020 durch zwei Qualifizierungsreihen für alle, die mit (neu) zugewanderten Kindern und Jugendlichen arbeiten, ergänzt.

Die Realisierung der dritten Säule erfolgte 2018, 2019 und 2020 im Rahmen von zehn Mikroprojekten an zwölf unterschiedlichen schulischen und außerschulischen Standorten. Die Mikroprojekte unterstützen Schulen, neue Aktivitäten zur Integration von (neu) zugewanderten Kindern und Jugendlichen zu realisieren und somit die Bildungschancen dieser Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

Ergänzend wurde ein kommunales Konzept erarbeitet, um die bereits gemachten positiven Erfahrungen zu dokumentieren und nachhaltig zu implementieren. Dies geschah in enger Kooperation zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum und dem Regionalen Bildungsbüro und wurde durch die Schulaufsicht unterstützt.

Des Weiteren wurde ein Netzwerk “Sprachsensible Schulentwicklung” in Kooperation mit der Hans-Böckler-Schule initiiert.
Linklisten zu Lernvideos und digitalen interaktiven Übungen in den Bereichen Wortschatz, Grammatik, Mathematik und Allgemeines und eine Übersicht über die Angebote der Schulbuchverlage in Form von „digitalen Seminaren“ wurden erstellt. Ebenso wurden Tandembögen zur weiteren Unterstützung des Lernens auch außerhalb vom Lernort Schule entwickelt.

Ab 2021 erhalten neu zugewanderte Grundschulkinder eine „Bildungstüte“. Dabei handelt es sich um ein Arbeitsheft, mit dem die neu zugewanderten Schüler*innen die Zeit zwischen der Beratung im Kommunalen Integrationszentrum und der Vermittlung an eine Bochumer Grundschule sinnvoll nutzen können.

Im Rahmen der ersten Säule des Projektes „Wegbereiter“ wurde eine zweiteilige Netzwerklandkarte erstellt und implementiert, um die in Bochum vorhandenen Netzwerke, welche sich hauptsächlich oder im Querschnitt mit dem Thema Zuwanderung/Migration befassen, darzustellen. Insgesamt wurden 45 Gremien identifiziert. Die Gremien wurden in einer Netzwerklandkarte nach Themenbereichen zusammengefasst. Durch die Sammlung der verschiedenen Arbeitsgruppen und –kreise, Netzwerke, Gremien, runden Tische etc. soll Transparenz geschaffen, Schnittstellen aufgezeigt und weitere Vernetzung und die Kontaktaufnahme unterstützt werden.

Innerhalb der zweiten Säule wurde im Frühjahr 2018 eine Abfrage mit zehn offenen Fragen bezüglich der Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen an allen Schulen und Schulformen Bochums durchgeführt. Die Abfrage zu zehn Themenfeldern ergab einen aktuellen umfassenden Überblick über bereits vorhandene Projekte und Erfahrungen. Die Herausforderungen und Bedarfe bei der Beschulung von (neu) zugewanderten Kindern und Jugendlichen wurden erkennbar.

Ein identifizierter Bedarf bezieht sich auf das Themenfeld Qualifizierung. Zur Verifizierung und Aktualisierung der 2018 erhobenen Daten wurde Anfang 2019 und 2020 Umfragen an allen Bochumer Schulen durchgeführt.

Basierend auf diesen Ergebnissen wurde 2019 eine 12-teilige Qualifizierungsreihe und 2020 in Kooperation mit Recklinghausen und Mülheim an der Ruhr eine 11-teilige Qualifizierungsreihe realisiert. Das Besondere an diesen Workshopreihen ist, dass sie passgenau auf die aktuellen Bedarfe abgestimmt sind und neben Lehrkräften auch Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Kräfte des offenen Ganztages und sonstige Interessierte anspricht.

Die dritte Säule beinhaltet die Mikroprojekte. In Bochum wurden im Rahmen des Projektes Wegbereiter neun Mikroprojekte mit dem Ziel der Sprachförderung und Kultursensibilisierung mit einer Fördersumme von je maximal 5.000 Euro an unterschiedlichen Schulen realisiert.

Alle Aktivitäten des Projektes bewirken die Verbesserung der Bildungschancen von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen und somit eine Verbesserung der Chancengleichheit, also mehr Gerechtigkeit.

Kommunales Integrationszentrum

Frau Bürmann

Interkulturelle Schulentwicklung

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