BOP Freizeit & Vereine Informationen Fabrik Pinnwand Ausweis Lesen Frauen und Beruf Frauen und Bildung Reisepass Medizin Helfen Haus Callcenter Familienzuhause Großvater Erziehung Familie mit Kind Verlobung Erde Tod Bau Zertifikat Katze Auto Datum und Uhrzeit Abmachung Wegweiser Vertrag Bus Nachwuchs Bürgerecho Facebook Twitter YouTube Instagram Flickr E-Mail nachladen nach unten Panorama Service Regeln Aktuelles Wissen Marktplatz Finanzen & Gebühren Umwelt & Klima Logout Vorreiterin Talentschmiede Wissenschaft Kultur Großstadt Kompetenzen Kompass Projekte Sportehrung: Abstimmung Sportehrung: Kriterien Sportehrung: Meldeformular Sportehrung: Rückblick Barrierefreiheit Weg Aussicht Baum Gitarre Konfetti Sprechblase
Aktuelles zur Bochum Strategie

Zero Waste Workshop mit geretteten Lebensmitteln

Aktuelles zur Bochum Strategie

Was kann aus übrig gebliebenen Zutaten wie Tomaten, Toastbrot, Kohlrabi, Veggie-Hack, Milchreis und Nudeln gekocht werden? Auf jeden Fall ein Drei-Gänge-Menü! Das haben Schülerinnen des Hildegardis-Gymnasiums bei einem „Zero Waste Workshop“ in der Familienbildungsstätte im Zuge des Bochum Strategie-Projektes „Verwenden statt verschwenden“ gezeigt. Ziel des Projektes ist es, Lebensmittelverschwendung in Bochum nachhaltig zu reduzieren.

Verschwendet wurden Lebensmittel an diesem Freitagmittag in der großen Kochküche der Familienbildungsstätte nicht – im Gegenteil: Jede der Teilnehmerinnen brachte Lebensmittel mit, die bald abliefen oder aufgrund von Urlaub nicht mehr rechtzeitig verzehrt worden waren. So kam eine bunte Mischung aus Gemüse, Pasta und ein paar Süßwaren zusammen. Gemeinsam überlegte die Gruppe, welche Gerichte mit den vorhandenen Lebensmitteln gekocht werden können.

Zwei Mädchen bereiten in einer Küche Essen vor.
In Kleingruppen bereiteten die Schülerinnen die verschiedenen Gänge zu (Quelle: Stadt Bochum )

Schnell war klar: Aus Toast und Tomaten kann man hervorragend Bruschetta machen und das Veggie-Hack wird mit dem restlichen Gemüse zur vegetarischen Bolognese mit Pasta. Dazu noch ein paar schwarze Linsen sowie eine spontan angesetzte Suppe aus Kohlrabi und Roter Bete. Milchreis mit gehackten Nüssen und Kakaopulver als Topping wurden zum süßen Dessert sowie Mini-Croissants mit zubereitetem Frischkäse-Kräuter-Aufstrich zum herzhaften Nachtisch.

Doch bevor es ans Kochen ging, musste überprüft werden, ob tatsächlich noch alle Lebensmittel genießbar waren. War der bereits abgelaufene Joghurt noch gut? Dafür gab Manuela Weber von der Verbraucherzentrale ein paar hilfreiche Tipps, wie man prüfen kann, ob Lebensmittel noch genießbar sind. Hier kann man sich auf seine Sinne verlassen: Wenn etwas nicht gut riecht, komisch schmeckt oder sich sichtbar verändert, sollte man es wegwerfen. Aber: Wenn ein Lebensmittel das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, heiß es nicht sofort, dass es verdorben ist.

Gemeinsam mit Luisa Braun Yildirim, Projektleiterin von „Verwenden statt verschwenden“ und Yvonne Schwind von der Familienbildungsstätte plante Manuela Weber mit den Schülerinnen die Gerichte, gab Tipps beim Zubereiten und beantwortete Fragen. Die Schülerinnen des Hildegardis-Gymnasiums hatten selbst an ihrer Schule angeregt, mehr über Lebensmittelrettung zu erfahren. Einige von ihnen engagieren sich auch bei „Hildes Lädchen“, einer Initiative des Hildegardis-Gymnasiums, die unter anderem ökologische Schulmaterialien und faire Süßwaren verkauft.

Ein Mädchen schneidet Kräuter für das Essen.
Viele Schülerinnen des Kurses kochen auch regelmäßig mit ihren Familien. (Quelle: Stadt Bochum)

Beim „Zero Waste Workshop“ schnippelten die Schülerinnen mit Spaß die verschiedenen Gemüsesorten, brachten spontane Ideen ein und freuten sich am Ende über ein Ergebnis, das selbst gekocht noch besser schmeckt.

Mit Bildungsangeboten wie diesen, soll auch bei jüngeren Zielgruppen das Thema Lebensmittelverschwendung in den Fokus rücken. „Bochum möchte bis 2035 klimaneutral sein. Ein wichtiger Aspekt dabei spielt auch der Konsum“, berichtet Projektleiterin Luisa Braun Yildirim. „Nachhaltiger Konsum bedeutet, bewusst und verantwortungsvoll einzukaufen, dabei aber auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Mit den Bildungsveranstaltungen möchten wir Menschen für den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren und Themen wie Lebensmittelrettung in den Fokus stellen. Das geht am besten, wenn man es in der Praxis zeigt.“

Der Zero-Waste-Workshop mit dem Hildegardis-Gymnasium war ein Pilotprojekt, das zukünftig auch mit anderen Schulen weitergeführt wird, unter anderem mit der Theodor-Körne-Schule