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Aktuelles zur Bochum Strategie

Das Rathaus als Event-Ort

Das Bild zeigt den Innenhof des Rathaus in Bochum während eines Konzertes. Ein Strandbild wird auf die Hauswand projeziert.

Aktuelles zur Bochum Strategie

Clubatmosphäre im Rathaus und Open-Air-Konzertfeeling im Innenhof? Das gibt es seit 2022. Das Bochum Strategie-Projekt „Rathausclubbing – Das Rathaus als Bühne der Stadt“ ermöglicht es inzwischen, dass das denkmalgeschützte Gebäude im Stil der Neorenaissance ein weiterer wichtiger Ort für die freie Kulturszene wird – ein neuer Hot-Spot der Livekultur mitten in Bochum.

Der eingängige Basslauf von Queens „Another one bites the dust“ ertönt zwischen den denkmalgeschützten Mauern im Innenhof des historischen Rathauses in Bochum. Das Publikum wippt im Takt mit, während Holger Auer von der Classic Night Band sich stimmlich nicht vor Freddie Mercury verstecken muss.

Das Bild zeigt mehrere Lichtprojektionen auf eine Hauswand des Rathauses in Bochum.
Lichtprojektionen während des Konzert der Classic Night Band (Quelle: Stadt Bochum )

Bereits zum zweiten Mal spielt die Band im Zuge des „Rathausclubbings“ an diesem Ort. Seit der Premiere im Sommer 2022 fanden die unterschiedlichsten Kulturveranstaltungen im Rathaus statt: von Lesungen im Ratssaal, DJ-Auftritten im Treppenhaus bis hin zu Konzerten und Kunst-Performances im Innenhof. Auf 5.000 Quadratmetern verfügt das historische Rathaus über viel Raum für kulturelle Experimente. Noch dazu bietet es ganz nebenbei auch noch ein schönes Ambiente. Sei es im Innenhof zwischen den historischen Brunnen, auf dem mit Marmorboden verzierten Repräsentationsflur des Oberbürgermeisters oder im großen Ratssaal – jeder dieser Orte hat seinen ganz eigenen Reiz. Wo sonst Bochumerinnen und Bochumer ihre Pässe beantragen, heiraten oder politische Gremien Entscheidungen fällen, erhalten jetzt Kunst und Kultur Einzug.

Entstanden ist die Veranstaltungsreihe „Rathausclubbing“ zunächst durch eine Idee zweier Auszubildender der Stadt. Bertram Frewer, inzwischen Leiter des Projekts, hat daraufhin etwas Recherche betrieben, um zu klären, ob es eine solche Veranstaltungsreihe bereits in anderen Rathäusern gibt. Gibt es zwar, allerdings in anderer Form. In München und Nürnberg laden die jeweiligen Oberbürgermeister einmal jährlich alle 18-Jährigen zur Party ins dortige Rathaus ein. „In Bochum jedoch war ein etwas anderes Konzept geplant“, erklärt Frewer. Hier war von Anfang an klar, dass das „Rathausclubbing“ alle Bochumerinnen und Bochumer ansprechen soll.

Ein öffentlicher Ideenwettbewerb, den die Stadt Bochum gemeinsam mit der Bochum Marketing GmbH ausschrieb, sollte schließlich konkrete Konzepte für mehrere Veranstaltungsformate hervorbringen. Daraus entstanden inzwischen einige der gelaufenen Events.

Doch was macht das Rathaus als Veranstaltungsort so besonders? Da ist sich Bertram Frewer sicher: „Wir können hier in Bochum die vorhandenen Flächen sehr gut inszenieren, ob mit Lichtinstallationen im Innenhof oder alten Wohnzimmermöbeln in einem der Sitzungsräume. Damit kann man schon eine außergewöhnliche Atmosphäre schaffen.“

Das Bild zeigt den Innenhof des Bochumer Rathauses mit vielen tanzenden Menschen und einem DJ-Pult.
Auch im Rahmen des Musiksommers fand im Innenhof eine Veranstaltung des "Rathausclubbings" statt. (Quelle: Stadt Bochum )

Dass auch die musikalischen Veranstaltungen des Rathausclubbings nicht unterschiedlicher sein könnten, zeigte das dritte Open-Air-Event im Innenhof Ende August. Im Zuge des Musiksommers traten DJanes und DJs sowie Rapperinnen und Tänzerinnen auf. Spielte die Classic Night Band bekannte Rock- und Pop-Hits, stand diesmal migrantische und diasporische Clubmusik mit Einflüssen aus Rap, Dancehall und Global Bass im Fokus. Damit wurde das Projekt so richtig seinem Namen gerecht, indem sich der Innenhof in einen Clubraum verwandelte und zu Sounds der Künstlerinnen Rubimental, Ebow und Thanisha sowie DJ Nury getanzt wurde. Rund 600 Bochumerinnen und Bochumer gaben sich an diesem Sonntagabend den Beats hin.

Das Starke an der Bochumer Kulturszene ist vor allem das sehr einzigartige Miteinander von Kulturinstituten, freier Szene und kreativwirtschaftlichen Akteurinnen und Akteuren.

Bertram Frewer, Projektleiter

Dass Bochum eine Kulturstadt ist, hat sie nicht zuletzt dem guten Ruf des Schauspielhaueses und der Bochumer Symphoniker zu verdanken. Beide Institutionen begeistern schon lange die Menschen – auch über die Grenzen der Stadt hinaus. Bochum Total und der Musiksommer locken außerdem jährlich viele Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt, um gemeinsam Live-Musik zu erleben.

„Das Starke an der Bochumer Kulturszene ist vor allem das sehr einzigartige Miteinander von Kulturinstituten, freier Szene und kreativwirtschaftlichen Akteurinnen und Akteuren“ findet Frewer. Und das Rathaus soll künftig als neuer Hot-Spot der Livekultur diese facettenreiche Kulturlandschaft Bochums bereichern.

Bertram Frewer (Quelle: Stadt Bochum )

Seit 1992 arbeitet Bertram Frewer im Kulturbüro der Stadt Bochum und ist dort in seiner Funktion als Programmleiter für die Kulturförderung sowie die regionale und landesweite Zusammenarbeit von Kulturakteurinnen und -akteuren zuständig. Passend dazu ist er seit 2019 Projektleiter des Bochum Strategie-Projekts „Rathausclubbing-Das Rathaus als Bühne der Stadt“ und kümmert sich hierbei um neue Veranstaltungskonzepte der Reihe.