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Aktuelles zur Bochum Strategie

Neue inklusive Toilette im Herzen des Bermudadreiecks

Ein barrierefreier Toilettenraum

Aktuelles zur Bochum Strategie

Die Stadt Bochum baut ihr barrierefreies Angebot weiter aus: Im April stellte Oberbürgermeister Jörg Lukat auf dem Konrad-Adenauer-Platz, mitten im beliebten Bermudadreieck, die so genannte „Toilette für alle“ vor. Die barrierefreie WC-Anlage schafft einen inklusiven Ort, der Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen den gleichberechtigten Zugang zum Ausgehviertel ermöglicht. Dabei handelt es sich um ein Pilotvorhaben im Zuge Projekts „Bochums stille Örtchen“ der Bochum Strategie.

Die neue „Toilette für alle“ bietet besondere Ausstattungsmerkmale, die speziell auf die Bedürfnisse von Personen zugeschnitten sind, die eine umfassende Unterstützung benötigen. Dazu gehören unter anderem: eine große, stabile Pflege-Liege – geeignet sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene – ein Liftsystem für sicheres Umlagern, Platz für Rollstühle, Hilfsmittel und Begleitpersonen, eine automatische Zugangstür, ein unterfahrbares Waschbecken, Haltegriffe und rutschfester Boden. Die Kosten betragen rund 250.000 Euro.

Jörg Lukat unterhält sich mit einer Frau.
Neue "Toilette für alle" im Bermudadreieck. (Quelle: Stadt Bochum/Lutz Leitmann)

Mit der „Toilette für alle“ schafft die Stadt Bochum die Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen am kulturellen Leben, an Veranstaltungen und gastronomischen Angeboten teilhaben können – ohne Barrieren und ohne Einschränkungen. „Bochum soll ein Ort sein, an dem jeder Mensch selbstbestimmt unterwegs sein kann – auch im beliebtesten Ausgehviertel der Stadt“, betont Oberbürgermeister Jörg Lukat „Diese neue Einrichtung stärkt die Inklusion und macht das Bermudadreieck für noch mehr Bürgerinnen und Bürger zugänglich.“

Die „Toilette für alle“ kann mit einem sogenannten WC-Euroschlüssel geöffnet werden. Menschen mit Behinderungen erhalten den Schlüssel über den CBF Darmstadt e. V. Der Euroschlüssel ermöglicht Menschen mit Behinderungen einen selbstständigen und barrierefreien Zugang zu behindertengerechten Toiletten in ganz Europa. Die regelmäßige Reinigung und Pflege der „Toilette für alle“ übernimmt die Mandragora GmbH.

Seit 2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Sie fordert die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben – unabhängig von Art und Schwere einer Behinderung. Die „Toilette für alle“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie den gleichberechtigten Zugang zu sanitären Einrichtungen sicherstellt und damit gesellschaftliche Teilhabe konkret ermöglicht.

Die „Toilette für alle“ ist ein Projekt der bundesweit tätigen Stiftung „Leben pur“ und wird durch die Aktion Mensch gefördert. Die Stiftung Leben pur engagiert sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit komplexen Behinderungen.