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Aktuelles zur Bochum Strategie

Gute Stuben: mehr als eine Heimat für alle Bochumerinnen und Bochumer

Das Bild zeigt vier Personen, die an einem Holztisch sitzen vor einem Backsteingebäude.

Aktuelles zur Bochum Strategie

Eine gute Stube – das ist nicht nur das Wohnzimmer in der eigenen Wohnung oder die Wohnküche im Studierendenwohnheim. Das sind auch die über 200 „Gute Stuben“, die über das ganze Stadtgebiet verteilt allen Bochumerinnen und Bochumern als Orte zum Treffen, Ausprobieren und Machen offenstehen.

Eine dieser „Guten Stuben“ ist die Quartiershalle in der KoFabrik, mitten in der Stadt, direkt am Imbuschplatz gelegen. „Die Quartiershalle ist das Herz der KoFabrik“, sagt Henry Beierlorzer, der für die „Montag Stiftung Urbane Räume“ aus Bonn die gemeinnützige Immobilie an der Stühmeyerstraße mit Büros, Ateliers, Buchladen und Café entwickelt hat und Mitglied des Vereins „Quartiershalle in der KoFabrik e. V.“ ist. Er ergänzt: „Wir sind ein offener Ort für nachbarschaftliche Begegnungen, soziale und kulturelle Projekte“.

Eine "Gute Stube" Bochums ist die Quartiershalle in der KoFabrik. (Quelle: Jann Höfer )

Konkret heißt das, dass sich dort Jugendliche zum Theaterspielen treffen, Gruppen und Initiativen hier Projekte planen und durchführen können, Chorproben und Ausstellungen stattfinden, Autoren aus ihren Büchern vorlesen oder Menschen einfach nur gemeinsam Kicker spielen. Die Möglichkeiten sind fast endlos. Darüber hinaus gibt es in der Halle gerettete Lebensmitte. Wichtig ist dem Verein, dass sie durch die Aktivitäten in der Halle das Miteinander der Menschen in der Nachbarschaft stärken, ohne zu stören. Daher sind private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage nicht möglich, gute Ideen aber immer. Besonders ist auch die Preisgestaltung. Jede Initiative zahlt so viel, wie sie kann. Das solidarische Prinzip: Der Verein stellt die Halle zur Verfügung, Organisation und Inhalt der Veranstaltung kommen von den Nutzerinnen und Nutzern.

Die Quartiershalle bietet Büros, Ateliers, einen Buchladen und ein Café. (Quelle: Alexander Schneider)

„Die Quartiershalle zeigt anschaulich, wie ‚Gute Stuben‘ funktionieren und wie wichtig sie für Bochum und das Miteinander sind. Hier treffen sich Nachbarinnen und Nachbarn, die sich vielleicht sonst nie gesehen hätten und gehen gemeinsamen Aktivitäten nach“, erklärt Raza Hadzic, Leiterin des Bochum Strategie-Projekts bei der Stadt Bochum. Die Kernaktivität zielt darauf ab, Räume zur Begegnung von Menschen jeden Alters unabhängig von der Familiengeschichte zu schaffen und dadurch bürgerliches Engagement zu stärken – vor Ort, mitten in den Wohnquartieren.

Und den richtigen Ort zu finden, geht jetzt noch leichter: „Dank einer neuen Kartenanwendung im Internet, die wir im Rahmen der Bochum Strategie entwickelt haben, können die Bochumerinnen und Bochumer einfach und schnell eine passende „Gute Stube“ in ihrer Nachbarschaft finden und Kontakt mit ihr aufnehmen“, erläutert Raza Hadzic. Dort sind alle „Guten Stuben“ mit einem kleinen Fähnchen im Stadtgebiet markiert – sortiert nach den verschiedenen Zielgruppen wie Jugendliche, Seniorinnen und Senioren oder Familien. Verschiedene Farben bei den Fähnchen zeigen zudem, ob es sich bei der „Guten Stube“ beispielsweise um ein Gemeindezentrum, ein Jugendfreizeithaus oder ein Stadtteilzentrum wie die KoFabrik handelt. „Die Karte funktioniert einfach und intuitiv. Man wählt die Zielgruppen ab, die man nicht braucht und übrig bleiben die „Guten Stuben“, die einen interessieren.

Hier soll das nachbarschaftliche Miteinander gefördert werden. (Quelle: Alexander Schneider )

Dann sucht man sich eine passende „Gute Stube“ aus, schaut auf die jeweilige Webseite oder ruft direkt an und verabredet alles Weitere“, beschreibt Raza Hadzic die Funktionsweise der Karte. Gepflegt werden alle Inhalte von der VBW Stiftung, die in Bochum unter anderem ehrenamtliches Engagement in der Nachbarschaft fördert.

Das Konzept kommt gut an: „Mit zehn bis 20 Projekten und Veranstaltungen pro Woche ist die Quartiershalle inzwischen so gut ausgelastet, dass eine leere Halle eine echte Ausnahme ist“, erzählt Henry Beierlorzer. Eine gute Nachricht für Bochum.

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