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Aktuelles zur Bochum Strategie

Ein Abend für die Ukraine: Frida Gold singt in Bochums Kirche der Kulturen

Die Band Frida Gold spielte in der Bochumer Christuskirche ein Benefizkonzert.
In der Bochumer Christuskirche spielten Frida Gold ein Benefizkonzert unter dem Motto "Image Europe". (Quelle: Stadt Bochum )

Aktuelles zur Bochum Strategie

Am Europatag strahlt der Bühnenraum der Bochumer Christuskirche in einem einladenden Blau. Nach und nach finden die Menschen aus der langen Warteschlange ihren Weg in die Eventkirche am Platz des europäischen Versprechens, nehmen ihre Plätze ein und warten auf das, was kommt: ein Abend voller Impulse, voller großer und kleiner Momente mit Frida Gold. Das Benefiz-Konzert des erfolgreichen Duos zu Gunsten der Menschen in der Ukraine ist eine besondere Veranstaltung zum Europatag – denn durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat sich Europa verändert.

Unter dem Motto „Imagine Europe“ nehmen die beiden bekannten und aus dem Ruhrgebiet stammenden Pop-Stars das Publikum mit auf eine Reise, fragen: „Wovon sollen wir träumen?“ und konstatieren „Die Dinge haben sich verändert“. Songs, die nicht neu für diesen Abend entstanden sind, die aber gespielt und gesungen für die Ukraine in Bochums Kirche der Kulturen eine neue Kraft und eine starke Botschaft entfalten. Begleitet von den Streichern des Viktoria-Quartetts der Bochumer Symphoniker füllen Alina Süggeler am Piano und Andi Weizel an der Gitarre den Kirchenraum musikalisch aus, schaffen Platz für Nachdenklichkeit und ermutigen, große Veränderungen in der Welt durch kleine Schritte anzustoßen.

"Der diesjährige Europatag ist ein besonderer Tag – ein Europatag in besonders schweren Zeiten." (Oberbürgermeister Thomas Eiskirch)

Die fast 600 Gäste lauschen gespannt den Klängen, die die Botschaften der Künstlerinnen und Künstler eindrücklich untermalen. Einige der Besucherinnen und Besucher wirken nachdenklich, andere lassen sich von der Musik zum sanften Mitwippen verleiten. Denn auch das wird heute deutlich: Nach einer fast zweijährigen pandemiebedingten Pause für zahlreiche Live-Veranstaltungen haben sich die Menschen danach gesehnt, Musik wieder hautnah erleben zu können. Dass der heutige Abend zusätzlich einem wichtigen Zweck dient, lässt sich allen Beteiligten sichtlich anmerken: Sie sind froh, heute hier zu sein.

Das betont auch der Schirmherr des Abends, Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, als er vor dem Konzert zum Publikum spricht: „Der diesjährige Europatag ist ein besonderer Tag – ein Europatag in besonders schweren Zeiten. Ein Europatag unter Krieg. Und ein Europatag, bei dem es besonders wichtig ist, sich das Friedensprojekt Europa verstärkt ins Bewusstsein zu rufen.“ Nicht nur heute halte Bochum den europäischen Gedanken hoch, so Eiskirch, auch an allen anderen Tagen halte die Stadt zusammen, das sei auch in den letzten Monaten noch einmal besonders deutlich geworden: „Allein in Bochum haben knapp 2.700 Menschen vor dem Krieg in ihrer ukrainischen Heimat Schutz gefunden. Vor allem Frauen und Kinder haben sich hierher, oft zu Verwandten und Freunden, geflüchtet. Viele hat die Stadt in eigenen Wohnungen und anderen Unterkünften untergebracht und hilft, wo sie kann.“

Konzerte wie von Frida Gold sind Veranstaltungen, bei denen sich Menschen begegnen und verbinden können, und gehören zur Grund-Idee der Bochum-Fonds. Als Projekt der Bochum Strategie stehen jährlich rund 372.000 Euro, also ein Euro pro Bürgerin und Bürger pro Jahr, zur Verfügung, um gemeinnützige Ideen aus der Bevölkerung umzusetzen. Damit möchte die Stadt Bochum caritative Projekte möglichst unbürokratisch unterstützen, realisieren und ihnen Aufschwung geben.

Das Viktoria-Quartett der Bochumer Symphoniker begleitete Frida Gold beim Benefizkonzert.
Alina Süggeler und Andi Weizel begleitet vom Viktoria-Quartett der Bochumer Symphoniker. (Quelle: Stadt Bochum )

So können die gesamten Kosten für das Benefizkonzert mit einer Fördersumme von 6.300 Euro durch die Bochum-Fonds abgedeckt werden, denn an diesem Abend stehen vor allem die Menschen in der Ukraine im Mittelpunkt, denen die Einnahmen aus den Ticket- und Getränkeverkäufen zugutekommen. Dabei haben die Besucherinnen und Besucher bei ihrer Eintrittskarte die Möglichkeit, zwischen einem Preis von zehn bis 50 Euro auszuwählen. Auch bei den Getränken kann der Grundpreis von drei Euro beliebig aufgestockt werden. Damit krönt den Abend nicht nur die fantastische Musik, sondern auch eine stolze Spendensumme: Rund 14.000 Euro kommen zusammen und gehen an die Gesellschaft Bochum-Donezk. Der Verein unterstützt seit den 1990er Jahren die Menschen in Bochums Partnerstadt Donezk, die im seit 2014 umkämpften Osten der Ukraine liegt. Seit Russlands massiven Angriffen auf weitere ukrainische Städte und Regionen bestücken Vereinsmitglieder, unterstützt von weiteren Ehrenamtlichen, zahlreiche Hilfstransporte für die gesamte Ukraine. Über 20 Konvois sind seit Februar mit Hilfsgütern in die Ukraine gefahren.

Wovon sollen wir nun träumen? Diese Frage steht, angelehnt an den Frida Gold Hit, am Ende des Konzertabends im Raum. Eine schwierige Frage, besonders zu fordernden Zeiten. Doch die Solidarität und der Zusammenhalt, das verdeutlicht das Benefizkonzert, weisen einen Weg nach vorn. Und so hält auch Oberbürgermeister Thomas Eiskirch fest: „Das macht Hoffnung auf eine friedliche Zukunft und ein starkes und geeintes Europa – im Wissen, dass dieses geeinte Europa an der Seite der Ukraine steht.“