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Aktuelles zur Bochum Strategie

Bochum-Fonds - Antrieb für Ideen

Das Quartiersmanagement im Westend hat mit der Förderung durch den Bochum-Fonds für die Nachbarschaft ein Lastenrad angeschafft. (Quelle: Stadt Bochum )

Aktuelles zur Bochum Strategie

Mit dem Bochum-Fonds nehmen Ideen Fahrt auf. Als Projekt der Bochum Strategie stehen jährlich rund 372.000 Euro zur Verfügung, um gemeinnützige Ideen aus der Bevölkerung umzusetzen. Das ist ein Euro pro Bochumerin und Bochumer. Die Stadt Bochum unterstützt damit Vorhaben und Aktionen unbürokratisch und gibt ihnen Aufschwung. Zwei Projekte zeigen exemplarisch, was der Bochum-Fonds ermöglichen kann.

Man kann nicht alles haben. Was zuerst ernüchternd klingt, ist das Erfolgskonzept der „bib der dinge“. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, und zwar zum Ausleihen – wie man es aus klassischen Bibliotheken kennt. Seit der Eröffnung 2021 lädt die „bib der dinge“ an ihrem Hauptstandort in Bochum-Harpen, Auf dem Anger 1, Groß und Klein zum Stöbern ein. Und das Sortiment kann sich sehen lassen. Dort gibt es zum Beispiel eine Bierzeltgarnitur fürs nächste Gartenfest und einen Schokoladenbrunnen gleich mit dazu. Das spart Platz und Geld und regt zusätzlich zu nachhaltigem Konsum an.

Der Bochum-Fonds bringt das Angebot das „bib der dinge“ nun weiter in Fahrt. Jetzt gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Workshops zu entdecken, vielfältig und jeden Monat neu. Mit einer Fördersumme von 16.900 Euro, ist es das erste Großprojekt der Bochum-Fonds in diesem Jahr. Unterstützt durch zahlreiche lokale Akteurinnen und Akteure lädt die „bib der dinge“ nun regemäßig zum Werken, Basteln, oder Reparieren ein. Zum Beispiel: Kleidung mit Siebdruck gestalten und mit dem Plotter Sticker kreieren. Das Bibliotheksteam und Ehrenamtliche bringen ihr Hintergrundwissen ein und leiten kompetent durch die angebotenen Workshops.

In der "bib der dinge" können auch kreative Ideen entstehen.
Hier können Ideen wachsen: Leiterin Najine Ameli in der „bib der dinge“. (Quelle: Stadt Bochum )

Mit diesem bunten und altersübergreifenden Programm wächst die „bib der dinge“ noch weiter: nämlich zu einem echten Treffpunkt im Quartier. Wer sich vor Ort umschaut, sieht: In der großen, wohnlich eingerichteten und lichtdurchfluteten Halle kommt man gerne zusammen, tauscht sich aus, und wird gemeinsam tätig. Die „bib der dinge“ ist ein wahrer Umschlagplatz für Ideen. „In unserer Halle haben wir zahlreiche Werkstätten zur Auswahl – da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt“, erzählt eine der Leiterinnen; Dr. Najine Ameli.

Mit den neuen Workshops und den geförderten Geräten bleibt die „bib der dinge“ ihrem nachhaltigen Konzept treu: Geräte, die man sonst nicht Zuhause hat, allen zugänglich zu machen. „Durch den Bochum-Fonds können wir nicht nur neue Ausstattung anschaffen, sondern auch die Workshops kostenlos anbieten. Das hat einen tollen Mehrwert für alle und macht uns als gemeinnützige Initiative aus“, erklärt Ameli.

Nachhaltige Ideen hat der Bochum-Fonds auch im Bochumer Westend gefördert. Dort hat das Quartiersmanagement ein Lastenrad angeschafft, das allen Menschen in der Nachbarschaft zur Verfügung steht. „Mit dem neuen Lastenfahrrad gibt es jetzt hier im Stadtteilzentrum Q1 ein unkompliziertes Leihangebot direkt um die Ecke, mit dem man die ein oder andere Autofahrt ersetzen kann“, erklärt Stadtteilkoordinatorin Dorte Huneke-Nollmann.

Christoph Blast ist im Westend als "Mobilmacher" unterwegs.
"Mobilmacher" Christoph Blast belädt das Lastenrad. (Quelle: Stadt Bochum )

Die Ladefläche des Leih-Rades bietet einiges an Stauraum, egal ob für Einkäufe, Getränkekisten oder Werkzeuge. Aber auch Kinder und Erwachsene können Platz nehmen und bequem die Fahrt genießen. Das Beste: Am Standort im Stadtteilzentrum Q1 in der Halbachstraße 1 können Interessierte nach einem kostenlosen Probetraining direkt durchstarten. „Wir geben hier so vielen wie möglich die Gelegenheit, das Lastenrad auszuprobieren“, sagt Dorte Huneke-Nollmann. „Gleichzeitig ist das Rad ein toller Anlass, mit den Menschen im Stadtteil über nachhaltige Mobilität ins Gespräch zu kommen“. Und die Neugier der Nachbarinnen und Nachbarn ist bereits geweckt: „Wir haben das Lastenrad schon für Familienausflüge mit Kindern, den Weg zum Baumarkt und sogar für einen Umzug verliehen“, erzählt Christoph Bast vom IFAK e. V. (Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit), der für das Westend als „Mobilmacher" unterwegs ist und im Quartier viele Angebote rund ums Fahrrad organisiert. „Auch die Kinder des angrenzenden Jugendzentrums freuen sich immer über eine Spritztour in der Ladefläche des Lastenrads“, ergänzt er.

Jetzt düst im Westend ein neues Lastenrad durchs Quartier und in Harpen sprudeln die Projektideen – gemeinnützig, nachhaltig und mit ordentlich Rückenwind durch den Bochum-Fonds.

Und was ist Ihre Idee? Informationen und Förderanträge gibt es auf www.bochum-fonds.de. Die Bochum Marketing GmbH unterstützt und steht Interessierten beratend zur Seite. Die Workshops der „bib der dinge“ finden einmal im Monat samstags von 11 bis 15 Uhr und jeden Mittwoch von 9 bis 11 Uhr statt. Weitere Informationen zum Lastenrad im Westend finden Sie hier

Julia Wittmann von Bochum Marketing ist Ansprechpartnerin für den Bochum-Fonds. (Quelle: Grubenglück GmbH)
Seit Januar 2021 ist Julia Wittmann bei der Bochum Marketing Ansprechpartnerin für Ideen und Anträge rund um den Bochum-Fonds. Ab dem 1. Juli übernimmt sie die Leitung des Projekts. Dank ihres Masterabschlusses in Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement an der Ruhr-Universität Bochum bringt sie nicht nur jede Menge Fachwissen in das Projekt ein, sondern kennt sich bestens in Bochum aus. Sie sorgt dafür, dass Ideen Form annehmen und vernetzt Akteurinnen und Akteure. „Zuerst steht nur eine Idee im Raum und gemeinsam basteln wir ein konkretes Projekt“, erzählt Julia Wittmann.