Amt für Stadtplanung und Wohnen

Baulandentwicklung

„Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid“

Amt für Stadtplanung und Wohnen

Auf dieser Seite möchten wir Sie über einige grundlegende Aspekte zur geplanten Baulandentwicklung im südlichen Wattenscheid („Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid“) informieren. Die häufig gestellten Fragen (HFAs) werden fortlaufend ergänzt.

Luftbild mit skizziertem Baugebiet (Quelle: Stadt Bochum)

In den kommenden Jahren entsteht unter dem Projektnamen „Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid“ rund um den Wattenscheider Bahnhof ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbindet und durch attraktive öffentliche Räume und eine ansprechende Architektur zum Treffen und Verweilen einlädt.

Der Bahnhof bildet den Ankerpunkt des gesamten Projektes. Der vorhandene Personentunnel im Bahnhof Wattenscheid wird mittels eines Tunneldurchstichs nach Süden verlängert werden. Durch diesen neuen „Südausgang“ des Bahnhofs wird ein direkter Zugang aus dem neuen Quartier zum Bahnhof entstehen. Auch das Bahnhofsgebäude selbst soll modernisiert und mit neuen Nutzungen wiederbelebt werden.

Auf dieser Seite möchten wir Sie über einige grundlegende Aspekte zur geplanten Baulandentwicklung im südlichen Wattenscheid („Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid“), zum Rahmenplanverfahren sowie Beteiligungsformaten laufend informieren.

Am 11. Februar 2021 wurde die Sitzung des Empfehlungsgremiums zu den beiden Planungsgebieten Wilhelm-Leithe-Weg Süd und Wilhelm-Leithe-Weg Nord mit Zweistromland und Bahnhofsumfeld als Videokonferenz durchgeführt.

In der digitalen Sitzung haben alle vier Planungsteams ihre Entwürfe präsentiert und sind auf Rückfragen des Gremiums eingegangen. Die anschließende Diskussion der Entwurfsarbeiten und die eigentliche Entscheidungsfindung fand ohne Teilnahme der Planungsteams statt.

Nach ausführlicher Diskussion der eingereichten Entwürfe für den Bereich Zweistromland / Bahnhofsumfeld / Wilhelm-Leithe-Weg Nord wurde deutlich, dass beide Planungsbüros gute Ansätze zur Entwicklung eines qualitätsvollen Stadtquartiers erarbeitet haben, gleichwohl beide Konzepte in Teilbereichen einer Überarbeitung bedürfen.  

Für das Plangebiet Wilhelm-Leithe-Weg Süd sieht das Empfehlungsgremium bei beiden Entwürfen gute städtebauliche Ansätze für die weitere Bearbeitung aber auch in Teilbereichen Anpassungsbedarf, weshalb sich das Empfehlungsgremium auch für diesen Bereich für keinen der beiden Entwürfe abschließend ausgesprochen hat. Konsens des Empfehlungsgremiums war es, aus beiden Entwürfen die jeweils besten Aspekte herauszuziehen und in einem neuen, eigenen städtebaulichen Entwurf darzustellen.

Am 11. Mai 2021 wurde das Ergebnis der Mehrfachbeauftragung sowie das weitere Vorgehen der Bezirksvertretung Wattenscheid vorgestellt. Der Ausschuss für Strukturentwicklung, Digitalisierung und Europa hat das Vorgehen, nach vorheriger Beratung im Ausschuss für Planung und Grundstücke, am 01. Juni 2021 beschlossen.

Die öffentliche Beschlussvorlage inklusive detaillierter Beschreibung der Ergebnisse der Mehrfachbeauftragungen und der Beschreibungen des weiteren geplanten Vorgehens, können Sie ab Mitte März über das Ratsinformationssystem der Stadt Bochum SessionNet abrufen.

Zu betonen ist, dass der Planungs- und Beteiligungsprozess mit dem Abschluss der Mehrfachbeauftragungen nur seinen vorläufigen Abschluss gefunden hat.

Über den weiteren Planungsprozess und weitere Beteiligungsmöglichkeiten werden Sie auf dieser Website informiert.

Im Bereich südlich des Wattenscheider Zentrums bietet sich die Möglichkeit, in großem Umfang dringend benötigtes Bauland für Wohnen und Gewerbe zu entwickeln, verbunden mit einer Aufwertung des Bahnhofsumfelds. Die Flächen eignen sich aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage und der Nähe zur Wattenscheider Innenstadt sowohl für eine wohnbauliche als auch für eine gewerbliche Entwicklung. Aus diesem Grund sind sie seit 2010 im regionalen Flächennutzungsplan als Bauflächen ausgewiesen.

In dem sogenannten „Zweistromland“ (bereits bebauter Bereich zwischen Fritz-Reuter-Str. und der A40) besteht die Chance, eine deutliche städtebauliche Aufwertung im Bahnhofsumfeld zu realisieren, um der verkehrsgünstigen Lage des Standortes besser gerecht zu werden.

Durch die unmittelbare Lage am RRX-Halt Bochum-Wattenscheid und die direkte Autobahnanbindung ist der Standort sowohl für Gewerbetreibende bei der Standortsuche, als auch für Arbeitnehmer sehr attraktiv. Das Standortkriterium der verkehrlichen Anbindung ist gleichermaßen für die Wohnbevölkerung von hoher Bedeutung.

Seit 2017 wurde zunächst das Gesamtstrukturkonzept „Südliche Innenstadt Wattenscheid“ durch Bau.Land.Partner (vorher Flächenpool.NRW) in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum erarbeitet, das die Grundlage für die weitere städtebauliche Planung darstellt und im Juni 2019 der Politik vorgestellt wurde (Vorlage-Nummer 20191714).

Das Gesamtstrukturkonzept beinhaltet eine Zonierung von geplanten Nutzungen, Aussagen zu Zielgruppen, Erschließungsmöglichkeiten und Entwicklungszielen für die einzelnen Teilflächen.

Strukturplan (Quelle: Stadt Bochum)

Beim Zweistromland handelt es sich um einen bereits bebauten und überwiegend gewerblich genutzten Bereich. Die städtebauliche Planung für diesen Bereich soll Möglichkeiten zur langfristen und schrittweisen Neuordnung und Aufwertung der Gewerbeflächen und außerdem Gestaltungs- und Gliederungsmöglichkeiten für den öffentlichen Raum aufzeigen.

Mit dem Neuen Bahnhofsquartier Wattenscheid soll Ziel soll ein „vollwertiges“ Quartier geschaffen werden, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit in integrierter Lage vereint und dadurch in eine positive Wechselwirkung mit der Wattenscheider Innenstadt tritt, ohne dabei jedoch die Wattenscheider Innenstadt in ihrer Zentrenfunktion zu schwächen. Neben dieser funktionalen Mischung wird auch eine ausgewogene soziale Mischung forciert und angestrebt.

Zudem sollen attraktive öffentliche Räume, klare Differenzierungen zwischen öffentlichen und privaten Räumen sowie kompakte, flächensparende und energieeffiziente Bebauungsstrukturen geschaffen werden. Das Projekt soll der Aufwertung des Bahnhofsumfeldes in Wattenscheid dienen und einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Stadtbezirks leisten.

Zur Fixierung dieser Ziele hat die Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid bereits in ihrer Sitzung am 21. November 2017 einen Katalog von zu berücksichtigenden Planungsaspekten bei der Baulandentwicklung Wattenscheid beschlossen (Vorlage Nr. 20172838). Dieser beinhaltet verschiedene zu berücksichtigende städtebauliche, ökologische, verkehrliche und soziale Aspekte.

„Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid als Chance für ein neues, lebendiges Stück Stadt “