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Amt für Stadtplanung und Wohnen

Quartier am Gesundheitscampus (ehemalige Erich-Kästner-Schule)

Ein neues Wohngebiet in Universitätsnähe.

Amt für Stadtplanung und Wohnen

  • Luftbild Quartier am Gesundheitscampus
  • Rahmenplan „Quartier am Gesundheitscamps“ mit städtebaulichem Entwurf
  • Vogelperspektive „Quartier am Gesundheitscampus“
  • Verortung des neuen Quartiers im Stadtgebiet
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Aktuelles

„Quartier am Gesundheitscampus“: Gemeinsam Zukunft bauen

Auf dem Gelände der ehemaligen Erich-Kästner-Schule entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gesundheitscampus.NRW ein modernes, nachhaltiges und zukunftsweisendes Wohnquartier mit rund 360 Wohneinheiten. Mindestens 40 Prozent der Wohnungen werden als öffentlich geförderter Wohnraum errichtet und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Bochum.

Für die Entwicklung des Quartiers wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die vorbereitenden Planungen und Abstimmungen zur Umsetzung des Vorhabens sind abgeschlossen. Aktuell erfolgt die Herstellung der erforderlichen Erschließungsinfrastruktur. Hierzu zählen insbesondere die Verkehrsflächen, die Entwässerungseinrichtungen sowie die technische Infrastruktur, die die Grundlage für die anschließende Bebauung des Quartiers bilden.

Mit der Umsetzung der Erschließungsmaßnahmen wird ein wichtiger Schritt zur Realisierung des neuen Wohnquartiers vollzogen. In den kommenden Jahren entsteht hier ein attraktiver Wohnstandort, der bezahlbaren Wohnraum, Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und hohe Lebensqualität miteinander verbindet.

Im ersten Quartal 2027 startet darüber hinaus die Konzeptvergabe für die vier innenliegenden Wohnblöcke. Ziel des Verfahrens ist es, qualitätsvolle und innovative Wohnprojekte zu entwickeln, die die städtebaulichen, sozialen und klimapolitischen Zielsetzungen des Quartiers in besonderer Weise unterstützen. Die Konzeptvergabe bildet damit einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des Quartiers am Gesundheitscampus.

Der Rat der Stadt Bochum hat in seiner Sitzung am 21. November 2024 den Bebauungsplan Nr. 862 - Markstraße / Stiepeler Straße - als Satzung beschlossen. Er wurde am 16. Dezember 2024 im Amtsblatt der Stadt Bochum bekannt gemacht und damit rechtsverbindlich.

Mit dem „Quartier am Gesundheitscampus“ entsteht im Bochumer Süden, angrenzend zum „Gesundheitscampus.NRW“, ein nachhaltiges Stadtquartier mit rund 360 Wohneinheiten, von denen 40 Prozent als geförderter Wohnraum errichtet werden. Durch die Landeszertifizierung „KlimaQuartier.NRW“ wird sichergestellt, dass das Quartier den hohen Ansprüchen an klimaschützendes und klimaresilientes Bauen, Wohnen und Leben gerecht wird. Die Wärmeversorgung wird durch Fernwärme erfolgen, welche bis 2045 klimaneutral sein soll und unterstützt im Zusammenspiel mit Photovoltaikanlagen das Ziel niedriger CO2-Emissionen. Straßenbegleitende Retentionsmulden und Rigolen sowie Flächen zur temporären Rückhaltung von Regenwasser tragen zu qualitativ und gestalterisch hochwertigen öffentlichen Räumen sowie zur Umsetzung der Schwammstadt-Prinzipien bei.

Im zweiten Quartal 2025 starten die Arbeiten zur Herrichtung der Fläche, wie zum Beispiel Aufnehmen befestigter Bereiche sowie Erdbewegungen zur Modellierung. Die Herrichtung soll planmäßig Anfang 2026 abgeschlossen werden. Im Anschluss starten die Erschließungsarbeiten für die Verkehrs- und Entwässerungsanlagen sowie der Bau der neuen Stellplatzanlage für die Erich-Kästner-Schule und die Turnhallen. Nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen, können, voraussichtlich Anfang 2028, die Hochbaumaßnahmen beginnen. Die Vermarktung der Grundstücke im „Quartier am Gesundheitscampus“ erfolgt für Investierende über ein Bestgebotsverfahren. Das Verfahren zur Vergabe wird derzeit vorbereitet.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat das geplante „Quartier am Gesundheitscampus“ mit dem Titel „KlimaQuartier.NRW“ ausgezeichnet. Mit der Zertifizierung bescheinigt das Land der Quartiersentwicklung, besonders klimagerecht und energieeffizient zu sein. Aktuell gibt es 16 ausgezeichnete „KlimaQuartiere.NRW“ im Land.

Mit dem „Quartier am Gesundheitscampus“ entsteht im Bochumer Süden, angrenzend zum „Gesundheitscampus.NRW“, ab 2025 ein nachhaltiges Stadtquartier mit rund 360 Wohneinheiten, von denen 30 Prozent als geförderter Wohnraum errichtet werden. Durch die Landeszertifizierung „KlimaQuartier.NRW“, die Festsetzungen im verbindlichen Bebauungsplan und das nachgeschaltete Bestgebotsverfahren wird sichergestellt, dass das Quartier den hohen Ansprüchen an klimaschützendes und klimaresilientes Bauen, Wohnen und Leben sowie der Bochumer Nachhaltigkeitsstrategie gerecht wird. So werden etwa Retentionsdächer mit Dachbegrünung, hohe Grade der Energieeffizienz bei den entstehenden Gebäuden und lokale Erzeugung von erneuerbaren Energien im Bestgebotsverfahren gefordert. Die Wärmeversorgung des Quartiers wird durch Fernwärme erfolgen, welche bis 2045 klimaneutral sein soll und unterstützt im Zusammenspiel mit Photovoltaikanlagen das Ziel niedriger CO2-Emissionen.

Straßenbegleitende Mulden und Rigolen sowie Flächen zur Rückhaltung von Regenwasser tragen zu qualitativ und gestalterisch hochwertigen öffentlichen Räumen sowie zur Umsetzung der Schwammstadt-Prinzipien bei. Eine Mobilstation mit Leihrädern und weiteren Leihfahrzeugen, die verkehrsberuhigten Straßen und viele moderne Fahrradabstellplätze sind Ziele des Gesamtmobilitätskonzeptes des Quartiers. Ebenso fördern die Nähe zur U35 und die gute Erschließung mit Bussen des ÖPNV nachhaltige Mobilität. Die Nähe zur Innenstadt, den Hochschulen, den Autobahnen A43 und A448 und den Nahversorgungsbereichen im Kirchviertel wie auch an der Markstraße machen das neue Quartier zu einem höchst attraktiven und nachhaltigen Wohnstandort. Für die soziale Durchmischung des Quartiers wird zudem die Vorgabe an die Investierenden gestellt, dass mindestens 30 Prozent der hergestellten Wohnflächen nach den Richtlinien des öffentlich geförderten Wohnungsbaus herzustellen sind. Neben der Wohnnutzung runden ein für „gesundheitsaffines Gewerbe“ reserviertes Baugrundstück in zentraler Lage an der Kreuzung Markstraße und Stiepeler Straße sowie eine geplante Kindertagesstätte mit ergänzender Wohnnutzung in geschützter Lage, in der süd-östlichen Ecke, die bauliche Nutzung ab.

Carsten Petersdorff, Jury-Mitglied und Bereichsleiter Wärme und Gebäude bei der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate sagte zur Auszeichnung: „Ich bin beeindruckt von dem Engagement der Projektbeteiligten, die sich so intensiv um klimaschonende Quartiersentwicklungen bemühen. Nahwärmenetze im Bestand, serielle Sanierungen und große Neubauquartiere, die als Ganzes in Richtung Klimaneutralität entwickelt werden, liegen deutlich über dem gesetzlichen Standard und haben die Auszeichnung verdient.“

(28. Juni 2024)

In Nachbarschaft zum Gesundheitscampus im Bochumer Süden plant die Stadt Bochum in Zusammenarbeit mit der NRW.URBAN Service GmbH auf dem ehemaligen Schulgelände der Erich-Kästner-Schule ein zukunftsweisendes Wohnquartier mit ergänzendem Gewerbe, das sich ganz dem Motto „Gesundheit“ verschreibt.

Die Planungen für eine Neunutzung der brachgefallenen Schulfläche laufen bereits seit 2007 und sind gekennzeichnet von unterschiedlichen Entwicklungen in der städtebaulichen Zielsetzung. Seit 2015 liegt ein informeller Rahmenplan vor, der im Jahr 2022 den aktuellen Bedürfnissen in der Stadtentwicklung Bochums angepasst wurde und das Quartier in einem städtebaulichen Entwurf gesamtplanerisch fasst. Der Rahmenplan gibt dabei die städtebauliche Zielstellung für den Bebauungsplan Nr. 862 "Markstraße / Stiepeler Straße" vor und dient diesem als sogenanntes städtebauliches Entwicklungskonzept, für welches der Bebauungsplan verbindliches Baurecht schafft. 

In einem klaren städtebaulichen Bild entstehen fünf Wohncluster mit Geschosswohnungen. Als ergänzende Nutzungen entstehen ein Gewerbeblock für „gesundheitsaffines Gewerbe“ sowie eine Kindertagesstätte.

Die wichtigsten Fakten zum Quartier am Gesundheitscampus:

  • Entwicklungsfläche von rund fünf Hektar
  • Flächensparende, geschlossene Bauweise für bis zu 360 Wohnungen
  • Ergänzungsnutzungen durch gesundheitsaffines Gewerbe und eine Kindertagesstätte
  • Hohe ökologische, soziale und mobilitätsbezogene Standards
  • Hohe planerische und bauliche Ansprüche an Klimaschutz und Klimaanpassung,
    bspw. durch Maßnahmen zur „Schwammstadt“
  • U-förmige Ringerschließung von der Stiepeler Straße aus
  • Realisierung durch Vergabe in verschiedenen Losen mit Hilfe von Bestgebotsverfahren

Durch die Neunutzung der Brachfläche des ehemaligen Schulstandortes wird in Querenburg an der Grenze zu Wiemelhausen ein neues Quartier in bester Wohnlage erschlossen. Eingebettet in gewachsene Wohngebiete im Norden und Westen und den Gesundheitscampus sowie Schule und universitäre Sportstätten im Osten und Süden bildet das Quartier den nördlichen Auftakt zum Rahmenplan Campus.

Das Quartier am Gesundheitscampus ist über Markstraße, Universitätsstraße und Stiepeler Straße bestens im Stadtgebiet eingebunden. Die Nähe zur Innenstadt, den Hochschulen, den Autobahnen A43 und A448 und den Nahversorgungsbereichen im Kirchviertel wie auch an der Markstraße machen das neue Quartier zu einem höchst attraktiven Wohnstandort. Die Nähe zum Lottental, zum Kemnader See und der Ruhr runden die Lage des Gebietes mit schnell erreichbaren Freiräumen zur Naherholung ab.