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Baulandentwicklung - Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid

Städtebauliche Planung

Konzept - Ablauf - Akteure

Baulandentwicklung - Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid

Auf diesen Seiten finden Sie umfangreiche Informationen zum Ablauf und Vorgehen sowie den Ergebnissen der städtebaulichen Rahmenplanung und weiterhin Informationen zu den beauftragten Fachgutachtern und weiteren beteiligten Akteuren im Rahmen der städtebaulichen Planung für das Bahnhofsquartier Wattenscheid.

Seit 2017 wurde zunächst das Gesamtstrukturkonzept „Südliche Innenstadt Wattenscheid“ durch Bau.Land.Partner (vorher Flächenpool.NRW) in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum erarbeitet, das die Grundlage für die weitere städtebauliche Planung darstellt und im Juni 2019 der Politik vorgestellt wurde (Vorlage-Nummer 20191714).

Das Gesamtstrukturkonzept beinhaltet eine Zonierung von geplanten Nutzungen, Aussagen zu Zielgruppen, Erschließungsmöglichkeiten und Entwicklungszielen für die einzelnen Teilflächen.

Strukturplan (Quelle: Stadt Bochum)

Beim Zweistromland handelt es sich um einen bereits bebauten und überwiegend gewerblich genutzten Bereich. Die städtebauliche Planung für diesen Bereich soll Möglichkeiten zur langfristen und schrittweisen Neuordnung und Aufwertung der Gewerbeflächen und außerdem Gestaltungs- und Gliederungsmöglichkeiten für den öffentlichen Raum aufzeigen.

Mit dem Neuen Bahnhofsquartier Wattenscheid soll Ziel soll ein „vollwertiges“ Quartier geschaffen werden, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit in integrierter Lage vereint und dadurch in eine positive Wechselwirkung mit der Wattenscheider Innenstadt tritt, ohne dabei jedoch die Wattenscheider Innenstadt in ihrer Zentrenfunktion zu schwächen. Neben dieser funktionalen Mischung wird auch eine ausgewogene soziale Mischung forciert und angestrebt.

Zudem sollen attraktive öffentliche Räume, klare Differenzierungen zwischen öffentlichen und privaten Räumen sowie kompakte, flächensparende und energieeffiziente Bebauungsstrukturen geschaffen werden. Das Projekt soll der Aufwertung des Bahnhofsumfeldes in Wattenscheid dienen und einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Stadtbezirks leisten.

Zur Fixierung dieser Ziele hat die Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid bereits in ihrer Sitzung am 21. November 2017 einen Katalog von zu berücksichtigenden Planungsaspekten bei der Baulandentwicklung Wattenscheid beschlossen (Vorlage Nr. 20172838). Dieser beinhaltet verschiedene zu berücksichtigende städtebauliche, ökologische, verkehrliche und soziale Aspekte.

„Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid als Chance für ein neues, lebendiges Stück Stadt “

Das Bild zeigt den Zeitplan des Entwicklungsgebiet neus Bahnhofsquartier Wattenscheid
Verfahrenszeitplan (Quelle: Stadt Bochum)

Anfang 2020 wurden insgesamt vier Planungsbüros mit der städtebaulichen Entwurfsplanung beauftragt (sogenannte Mehrfachbeauftragungen).

Die Büros

sollen dabei Ideen für die Fläche nördlich des Wilhelm-Leithe-Wegs sowie für das Zweistromland und den Bahnhofsbereich entwickeln.

Mit der Planung für die Fläche südlich des Wilhelm-Leithe-Wegs wurden die Büros

beauftragt.

Die beiden Planungsbüros für die Teilflächen Nord und Süd erarbeiten jeweils parallel, aber unabhängig voneinander, an der gleichen Planungsaufgabe. So erhalten die Auftraggeber unterschiedliche städtebauliche Lösungen für die jeweiligen Planungsräume.

Einarbeitung, Ideenschmiede

Die Büros haben im März 2020 mit der Planung begonnen. Zuvor hat am 10. März 2020 die erste öffentliche Beteiligungsveranstaltung im Louis-Baare-Berufskolleg stattgefunden. An der Veranstaltung haben etwa 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Zu diesem Zeitpunkt lagen noch keinerlei städtebauliche Entwürfe vor.

Es wurde ausgiebig im Plenum und an Thementischen diskutiert und viele interessante Nutzungsvorschläge und Ideen für die zukünftige Entwicklung wurden gesammelt und dokumentiert.

Phase 1

Von Ende März bis Mitte Juni 2020 haben die vier beauftragten Planungsbüros auf Grundlage verschiedener Vorgaben und Voraussetzungen sowie der Ideen aus der Beteiligungsveranstaltung die ersten städtebaulichen Entwürfe erarbeitet. 

Die Zwischenentwürfe der vier Planungsteams wurden der Bürgerschaft im Juni 2020 in einer öffentlichen Zwischenpräsentation vorgestellt. Dort hatten die Bürger*Innen die Möglichkeit gemeinsam mit den Büros die Pläne zu diskutieren und Anregungen für die Weiterarbeit zu geben. Zusätzlich wurden die Zwischenergebnisse für die Dauer von einer Woche in der Jahrhunderthalle Bochum ausgestellt und auf der Website der Stadt Bochum für eine Online-Beteiligung bereitgestellt.

Teil der Phase 1 war außerdem die erste Sitzung des Empfehlungsgremiums, die im Juni 2020 stattfand. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Bochum und WEG, der DZ I+T (seit 2021 firmierend als blueorange Development West GmbH), der Politik, der Bürgerschaft sowie Fachexpertinnen und Fachexperten haben gemeinsam über die Zwischenentwürfe diskutiert und den Planungsteams Verbesserungsvorschläge gemacht.

Zusätzlich haben die Fachämter der Stadt Bochum und die beauftragten Fachgutachterinnen und Fachgutachter die eingereichten Zwischenentwürfe aus ihrer jeweiligen Expertensicht begutachtet und den Planungsteams ebenfalls umfangreiche Überarbeitungshinweise mit auf den Weg gegeben.

Für die Themen Klima, Umweltbelange und Entwässerung wurden zusätzlich parallel zu der Phase 1 Fachgutachten erarbeitet. Die Ergebnisse konnten daher bereits frühzeitig in den Planungsprozess einfließen.

Die Fachgutachten finden Sie im Downloadbereich.

Phase 2

Auf Grundlage der zahlreichen eingebrachten Verbesserungsvorschläge, Anregungen und Hinweise haben die Planungsteams den Sommer über ihre Entwürfe überarbeitet.

Die Ergebnisse stellte die Stadt im Oktober 2020 der Öffentlichkeit vor. Dabei wurden erneut verschiedene Formate gewählt, um möglichst allen Gruppen gerecht zu werden. Wie auch in der ersten Phase wurden die Entwürfe für die Dauer von einer Woche (23. bis 30. Oktober 2020) öffentlich ausgestellt und vom 23. Oktober bis 20. November 2020 online auf dieser Projektwebsite für eine Beteiligung zur Verfügung gestellt. 

Am 27. Oktober 2020 fand zusätzlich die Präsentation und Erläuterung der Entwürfe durch die jeweiligen Planungsteams statt. Weitere Informationen zu den bisherigen Beteiligungsformaten finden Sie in der Rubrik Beteiligung.

Im Rahmen der sogenannten Vorprüfung bewerteten die städtischen und externen Fachexperten und Gutachter ebenfalls die Endergebnisse der Planungsteams. Die Ergebnisse wurden dem Empfehlungsgremium für die Gesamtbewertung zur Verfügung gestellt.

Zum Abschluss der Phase Zwei und der städtebaulichen Rahmenplanungsphase tagte Anfang Februar 2021 das Empfehlungsgremium, bei dem fünf Bürgervertreterinnen und Bürgervertreter stimmberechtigt waren, und beriet über die eingereichten Entwürfe.

Ergebnis Wilhelm-Leithe-Weg Nord und Zweistromland
Nach ausführlicher Diskussion der eingereichten Entwürfe für den Bereich Zweistromland / Bahnhofsumfeld / Wilhelm-Leithe-Weg Nord wurde deutlich, dass beide Planungsbüros gute Ansätze zur Entwicklung eines qualitätsvollen Stadtquartiers erarbeitet haben, gleichwohl beide Konzepte überarbeitet und verfeinert werden müssten.

Anschließend hat sich das Empfehlungsgremium für den Bereich Zweistromland für die Weiterarbeit mit dem Entwurf des Büros Pesch Partner ausgesprochen und für den Bereich Wilhelm-Leithe-Weg Nord für den Entwurf von Mäckler Architekten. Der Bahnhof als Schnittstelle der beiden Plangebiete sollte in enger Abstimmung beider Büros vertieft werden.

Ergebnis Wilhelm-Leithe-Weg Süd
Das Empfehlungsgremium sieht für das Plangebiet Wilhelm-Leithe-Weg Süd bei beiden Entwürfen sowohl Stärken als auch Schwächen, weshalb sich das Empfehlungsgremium für diesen Bereich für keinen der Entwürfe ausgesprochen hat. Konsens des Empfehlungsgremiums war es, aus beiden Entwürfen die jeweils besten Aspekte herauszuziehen und in einem vertiefenden städtebaulichen Entwurf darzustellen.

Weitere Planungsschritte

Aufgrund der Empfehlung des Gremiums und der Entscheidung des Ausschusses für Strukturentwicklung, Digitalisierung und Europa (Vorlage Nr. 20210614) sollen die städtebaulichen Planungen weiter qualifiziert werden.

Es ist beabsichtigt, eine Konkretisierung der Planung für den Bereich „Zweistromland“ und für den Bereich „Wilhelm-Leithe-Weg Nord“ zu beauftragen. Im Zuge dieser Beauftragung soll zusätzlich eine vertiefende Betrachtung des unmittelbaren Bahnhofsumfeldes erfolgen.

Für das Plangebiet „Wilhelm-Leithe-Weg Süd“ konnten die beiden Rahmenpläne der Planungsteams Post + Welters und Ulrich Hartung für die weitere Bearbeitung leider nicht abschließend überzeugen, weshalb eine Weiterbeauftragung der Büros nicht vorgesehen ist. Um zeitnah die städtebauliche Planung weiterführen zu können, hat das Amt für Stadtplanung und Wohnen gemeinsam mit der BlueOrange Development West GmbH (vormals DZ Immobilien+Treuhand GmbH) eigene Entwürfe erarbeitet, welche die positiven Aspekte beider eingereichten Entwürfe aufnehmen und die durch das Empfehlungsgremium formulierten Überarbeitungshinweise umsetzt.

Die neuen Entwürfe wurden der Öffentlichkeit Ende Juni 2021 im Rahmen einer Vor-Ort-Ausstellung sowie auf dieser Internetseite präsentiert. Die Bürgerinnen und Bürger hatten erneut die Möglichkeit zur Stellungnahme. Im Juli 2021 fand schließlich eine weitere Sitzung des Empfehlungsgremiums statt, in der die beiden neuen städtebaulichen Rahmenpläne diskutiert wurden. Das Empfehlungsgremium sprach sich mehrheitlich für den Entwurf A aus, sah gleichwohl nach wie vor Überarbeitungs- und Anpassungsbedarfe.

Die erforderliche Überarbeitung des Rahmenplans wurde durch das von blueorange beauftragte und mit der Stadt Bochum abgestimmte Planungsbüro RaumPlan umgesetzt. Anfang September 2021 wurde dieser überarbeitete Rahmenplan abschließend nochmals für eine Woche in der Alten Lohnhalle ausgestellt. Stellungnahmen und Hinweise zur Planung konnten vor Ort sowie online im Rahmen der zweiwöchigen Onlinebeteiligung abgegeben werden.

Der im September 2021 präsentierte Rahmenplanentwurf wurde Anfang November 2021 vom Ausschuss für Planung und Grundstücke als Grundlage für den Bebauungsplan beschlossen.

  • Die Protokolle der bisherigen Bürgerbeteiligungsveranstaltungen finden Sie im Downloadbereich.

Am 11. Februar 2021 wurde die Sitzung des Empfehlungsgremiums zu den beiden Planungsgebieten Wilhelm-Leithe-Weg Süd und Wilhelm-Leithe-Weg Nord mit Zweistromland und Bahnhofsumfeld als Videokonferenz durchgeführt.

In der digitalen Sitzung haben alle vier Planungsteams ihre Entwürfe präsentiert und sind auf Rückfragen des Gremiums eingegangen. Die anschließende Diskussion der Entwurfsarbeiten und die eigentliche Entscheidungsfindung fand ohne Teilnahme der Planungsteams statt.

Nach ausführlicher Diskussion der eingereichten Entwürfe für den Bereich Zweistromland / Bahnhofsumfeld / Wilhelm-Leithe-Weg Nord wurde deutlich, dass beide Planungsbüros gute Ansätze zur Entwicklung eines qualitätsvollen Stadtquartiers erarbeitet haben, gleichwohl beide Konzepte in Teilbereichen einer Überarbeitung bedürfen.  

Für das Plangebiet Wilhelm-Leithe-Weg Süd sieht das Empfehlungsgremium bei beiden Entwürfen gute städtebauliche Ansätze für die weitere Bearbeitung aber auch in Teilbereichen Anpassungsbedarf, weshalb sich das Empfehlungsgremium auch für diesen Bereich für keinen der beiden Entwürfe abschließend ausgesprochen hat. Konsens des Empfehlungsgremiums war es, aus beiden Entwürfen die jeweils besten Aspekte herauszuziehen und in einem neuen, eigenen städtebaulichen Entwurf darzustellen.

Am 11. Mai 2021 wurde das Ergebnis der Mehrfachbeauftragung sowie das weitere Vorgehen der Bezirksvertretung Wattenscheid vorgestellt. Der Ausschuss für Strukturentwicklung, Digitalisierung und Europa hat das Vorgehen, nach vorheriger Beratung im Ausschuss für Planung und Grundstücke, am 1. Juni 2021 beschlossen.

Die öffentliche Beschlussvorlage inklusive detaillierter Beschreibung der Ergebnisse der Mehrfachbeauftragungen und der Beschreibungen des weiteren geplanten Vorgehens, können Sie über das Ratsinformationssystem der Stadt Bochum abrufen.

Zu betonen ist, dass der Planungs- und Beteiligungsprozess mit dem Abschluss der Mehrfachbeauftragungen nur seinen vorläufigen Abschluss gefunden hat.

Über den weiteren Planungsprozess und weitere Beteiligungsmöglichkeiten werden Sie auf dieser Website informiert.

Die beauftragten Fachgutachter übernehmen im Planungsprozess eine wichtige Rolle. Zentrale Themenfelder wie Klima, Umwelt und Entwässerung werden von Beginn an umfangreich berücksichtigt und mitbedacht. Dabei bringen die Fachgutachter:innen ihre Expertise in Form von neutralen und unvoreingenommenen Untersuchungen der Bestands- und Planungssituation ein und sind laufend in den Planungsprozess integriert. 

Zu Beginn der Planungsphase haben die beauftragten Fachgutachter:innen die Situationen vor Ort im Plangebiet im Rahmen einer fachgutachterlichen Ersteinschätzung analysiert und bewertet. Auf Grundlage ihrer Untersuchungsergebnisse haben die Gutachter:innen dann Planungshinweise formuliert. Die gutachterlichen Ersteinschätzungen und Planungshinweise lagen frühzeitig vor, so dass sie den Planungsteams bereits in der Anfangsphase mit auf den Weg gegeben werden konnten.

Für die eingereichten Zwischenentwürfe haben die Gutachter alle Entwürfe aus ihrer jeweiligen Expertensicht begutachtet und Hinweise zur Überarbeitung gegeben.

Zum Abschluss der städtebaulichen Rahmenplanung werden die Fachgutachter*Innen die eingereichten Entwürfe nochmals aus ihrer jeweiligen Expertensicht betrachten und bewerten, inwiefern die Planungs- und Überarbeitungshinweise berücksichtigt wurden oder an welchen Stellen es in der vertiefenden städtebaulichen Planung noch Anpassungsbedarf gibt. Die Fachgutachter*Innen werden alle Entwürfe mit den städtischen Fachämtern in einem gemeinsamen Termin diskutieren. Die Ergebnisse werden dem Empfehlungsgremium zur Berücksichtigung ihrer Bewertung zur Verfügung gestellt.

Im Zuge der städtebaulichen Rahmenplanung wurden bisher folgende fachgutachterlichen Ersteinschätzungen erstellt:

  • Themenfeld Klima I Auftragnehmer K-PLAN
  • Themenfeld Entwässerung, Regenwassermanagement I Auftragnehmer Fischer Teamplan
  • Themenfeld Umweltbelange I Auftragnehmer Uwedo (Teilfläche Nord und Süd)
  • ASP I I Auftragnehmer Uwedo (Teilfläche Nord) und Haese (Teilfläche Süd)

Bei den vorliegenden Gutachten handelt es sich um erste fachgutachterliche Einschätzungen zur Ist-Situation und zur Berücksichtigung relevanter Aspekte für die Planung. Vertiefende Gutachten (zum Beispiel Artenschutzprüfung II für die Teilfläche Nord) oder Gutachten zu speziellen Aspekten werden, soweit erforderlich, in den weiteren Planungsphasen erstellt.

Eine verkehrliche Analyse hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der umliegenden Straßen liegt aus früheren Planungen bereits vor. Aus diesem Grund wurde zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Verkehrsuntersuchung beauftragt. Nach Abschluss der städtebaulichen Rahmenplanung werden die konkreten städtebaulichen Entwürfe hinsichtlich ihrer verkehrlichen Realisierbarkeit und der Leistungsfähigkeit des internen Erschließungsnetzes begutachtet.

  • Die fachgutachterlichen Ersteinschätzungen finden Sie im Downloadbereich.

Für das aktuell laufende Verfahren der städtebaulichen Planung wurde eigens ein Empfehlungsgremium eingerichtet (Vorlage Nr. 20200222). Dieses begutachtet die eingereichten Pläne und gibt den Büros Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg. Am Ende wählt das Empfehlungsgremium für die beiden Bereiche Zweistromland / Wilhelm-Leithe-Weg Nord sowie Wilhelm-Leithe-Weg Süd die Entwürfe aus, auf deren Basis weitergearbeitet werden soll und gibt diese als Empfehlung an die politischen Gremien.

Das Empfehlungsgremium hat keinerlei Beschlusskompetenz und fungiert lediglich als Empfehlungs-, aber nicht als Entscheidungsgremium. Durch die politische Beratung der Siegerentwürfe kann es zu einer Nachbesserung der Siegerentwürfe kommen.
 

Das Gremium setzt sich wie folgt zusammen:

Funktion Mitglied des Empfehlungsgremiums Stellvertretung
Vertreter der
Bürgerinitiative
Torsten Vieting Gerd Julius
Bürgervertreterin Claudia Buder
Bürgervertreterin Jaqueline Schürholz Lena Richter
Bürgervertreter Harwinder Singh Johannes Baranski
Bürgervertreter Norbert Borgmeyer
Bezirksbürgermeister
Wattenscheid
Hans-Peter Herzog Oliver Buschmann
Marc Westerhoff
Vorsitzende des Ausschusses
für Planung und Grundstücke
Elke Januar Burkhart Jentsch
Vorsitzender des Ausschusses
für Umwelt, Sicherheit und Ordnung
Jörg Czwikla Sebastian  Pewny
Vertreter der Stadt Bochum Dr. Markus Bradtke Kai Müller
Vertreter der Stadt Bochum Eckhart Kröck Kai Müller
Vertreter der WirtschaftsEntwicklungs-
Gesellschaft mbH
Ralf Meyer Rouven Beeck
Vertreter der
DZ Immobilien+Treuhand GmbH
Ludwig Eickenbusch Beate Oertel
Vertreter der
DZ Immobilien+Treuhand GmbH
Stephan Schürmann Friedrich-Wilhelm Deppe
Vertreterin des Bochumer
Gestaltungsbeirats
Annette Paul
Vertreter des Bochumer
Gestaltungsbeirats
Prof. Thomas Fenner
Fachexperte V. Prof. Michael Schwarz

Über den städtebaulichen Entwurf und die Bebauungspläne entscheidet abschließend der Rat. Im Vorfeld wird die Planung in der Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid, dem zuständigen Fachausschuss und gegebenenfalls weiteren Gremien der Stadt in mehreren Schritten beraten. Die politischen Gremien beziehen sich dabei sowohl auf die gesamtstädtischen Interessen als auch die örtlichen Gegebenheiten sowie die verkehrlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte.

„Das Gremium gibt Empfehlungen ab. Der Rat entscheidet über die städtebaulichen Entwürfe und die Bebauungspläne.“

Die Fläche „Wilhelm-Leithe-Weg Süd“ ist Teil der Baulandentwicklung „Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid“, für das der Rat der Stadt Bochum im Juni 2017 den Grundsatzbeschluss gefasst hat.

Für die in Privateigentum stehende, zurzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche soll der Bebauungsplan Nr. 1009 aufgestellt werden. Es ist ein neues Wohngebiet mit circa 250 bis 300 Wohneinheiten in unterschiedlichen Wohnformen (zum Beispiel Ein- und Mehrfamilienhäuser, Apartmenthäuser) geplant. Mindestens 20 Prozent wird als geförderter Wohnungsbau erstellt. Die neue Bebauung soll zum einen die Bestandsstrukturen der angrenzenden Bebauung aufgreifen, aber auch eine eigene Identität bilden. Das Wohngebiet wird möglichst autoarm konzipiert. Diese Fläche bietet sich für Wohnnutzung an, weil sie infrastrukturell und verkehrstechnisch gut angebunden und von Wohnbebauung umgeben ist.

Rahmenplanungsprozess und Ergebnis der Beteiligung

Der am 9. November 2021 durch den Ausschuss für Planung und Grundstücke beschlossene Rahmenplan stellt das Ergebnis des seit März 2020 andauernden intensiven Planungs- und Beteiligungsprozesses dar.

In der Zeit von März 2020 bis Februar 2021 fand die, durch die blueorange Development West GmbH (vormals firmierend als DZ Immobilien + Treuhand GmbH) beauftragte, städtebauliche Mehrfachbeauftragung der beiden Planungsbüros Post + Welters, Dortmund, und ulrich hartung, Bonn, unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Nach Abschluss der städtebaulichen Mehrfachbeauftragung konnte sich das Empfehlungsgremium nicht eindeutig für einen der beiden Entwürfe der beiden Planungsbüros für die Weiterarbeit als Grundlage für den Bebauungsplan aussprechen.

Aus diesem Anlass fand im März 2021 ein einwöchiger Planungsworkshop mit Mitarbeiter*innen des Amtes für Stadtplanung und Wohnen und Vertreter*innen der blueorange Development West GmbH statt, welche die Grundstücksverfügbarkeit für die Fläche hat. In diesem Workshop wurden aufbauend auf den vorhandenen Rahmenplänen unterschiedliche Varianten erarbeitet, welche die positiven Aspekte der vorhandenen Pläne weiterentwickelten sowie Überarbeitungshinweise des Empfehlungsgremiums ebenso wie die Hinweise der Bürgerschaft aufnahmen.

Aus diesem kooperativen Planungsworkshop gingen schließlich zwei Entwurfsvarianten hervor – Entwurf A und Entwurf B (Download), die im Juni 2021 ein weiteres Mal der Öffentlichkeit in einer einwöchigen Vor-Ort-Ausstellung in der Alten Lohnhalle in Wattenscheid präsentiert wurden. Zusätzlich fand eine Online-Beteiligung für vier Wochen statt. Mit Kenntnis der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung tagte Anfang Juli 2021 erneut das Empfehlungsgremium. Das Empfehlungsgremium sprach sich mehrheitlich für den Entwurf A aus, sah gleichwohl nach wie vor Überarbeitungs- und Anpassungsbedarfe, beispielsweise hinsichtlich der angemessenen Straßenraumgestaltung für ein verkehrsreduziertes Quartier, der Freiraumqualitäten oder der städtebaulichen Wirkung einzelner Gebäudestrukturen.

Die erforderliche Überarbeitung des Rahmenplans wurde durch das von blueorange beauftragte und mit der Stadt Bochum abgestimmte Planungsbüro RaumPlan umgesetzt. Anfang September 2021 wurde dieser überarbeitete Rahmenplan abschließend nochmals für eine Woche in der Alten Lohnhalle ausgestellt. Stellungnahmen und Hinweise zur Planung konnten vor Ort sowie online im Rahmen der zweiwöchigen Onlinebeteiligung abgegeben werden.

Bebauungsplanverfahren

Der politisch beschlossene Rahmenplan dient als Grundlage für den Bebauungsplan Nr. 1009 - Wilhelm-Leithe-Weg Süd -, dessen Aufstellungsbeschluss durch den Ausschuss für Planung und Grundstücke bereits in seiner Sitzung am 18. Mai 2021 (vergleiche Vorlage Nr. 20210337) gefasst wurde. Während des Bebauungsplanverfahrens sind weitere Anpassungen der städtebaulichen Planung aufgrund der Erkenntnisse von Fachgutachten, der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange oder der Öffentlichkeitsbeteiligung möglich.

Als nächster Schritt im Bebauungsplanverfahren wird die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange erfolgen.

Der Bebauungsplan wird in Kooperation der blueorange Development West GmbH und der Stadt Bochum aufgestellt. Das Büro RaumPlan aus Aachen wurde von der blueorange Development West GmbH beauftragt, den Bebauungsplan zu erarbeiten und die erforderlichen Gutachten einzuholen.

Hinweise zum Bebauungsplanverfahren sowie zu weiteren Beteiligungsschritten finden Sie auf den Seiten der Bebauungsplanauskunft.

Die städtebaulichen Rahmenpläne bilden die Grundlage für die aufzustellenden Bebauungspläne.

Zur zeitlichen Verschlankung der Planungsverfahren werden parallel zur städtebaulichen Konkretisierung bereits die Bebauungsplanverfahren eingeleitet:

Parallel zur städtebaulichen Planung sollen Ausschreibungen für erforderliche Fachgutachten vorbereitet werden, so dass die Fachgutachten später auf Grundlage der städtebaulichen Planung unmittelbar erarbeitet werden können.

Aufgrund der vielfältigen Anforderungen an die einzelnen Planungsräume sowie der Erforderlichkeit, unterschiedliche Akteure einzubeziehen, sind die Planungsverfahren für die Bereiche Zweistromland, Bahnhofsumfeld, Wilhelm-Leithe-Weg Nord und Wilhelm-Leithe-Weg Süd von nun an zeitlich und organisatorisch getrennt voneinander zu betrachten.

Übersicht der Bebauungspläne Nr. 1008. 1009, 1011 und 1012
Übersicht der Bebauungspläne Nr. 1008. 1009, 1011 und 1012 (Quelle: Stadt Bochum)

Weitere Informationen zu den Bebauungsplanverfahren erhalten Sie auf den Seiten der Bebauungsplanauskunft. Dort erfahren Sie auch, ob und wann eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit terminiert ist.