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Ausstellungsarchiv

Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten

Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten
Ausstellung Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten

SLOMI – Josef Albert Slominski, geb. 1937 in Bochum, lebt, arbeitet und publiziert seit 1954 in Berlin, Bonn, Rom und  im Ruhrgebiet.
Politik und Kirche waren in über sechzig Jahren seine Schwerpunkte, obwohl seine Arbeiten fast alle Gebiete seriöser Fotografie erschließen. Seine Arbeiten wurden in führenden Publikationen (vom Osservatore Romano bis zu Spiegel, Stern, Bild und Life),
in über dreißig Büchern und mehr als tausend Ausstellungen im In- und Ausland vorgestellt.
 
Menschen meiner Zeit, die etwas bewegten
In dieser Ausstellung werden Porträts von Bundeskanzlern, der amtierenden Kanzlerin, Päpsten, Menschen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport gezeigt, die in ihrem jeweiligen Bereich viel erreicht und über ihren Beruf hinaus etwas für ihre Mitmenschen getan haben.
 

Slomi schaut auf die Menschen und in die Gesichter, nicht die Technik steht bei ihm im Mittelpunkt seiner Arbeit. Um einen möglichst ehrlichen und unverstellten Blick zu ermöglichen, verzichtet der Fotograf auf Inszenierungen und Zusatzlicht und fotografiert  die Personen vorwiegend in ihrer gewohnten Umgebung ab.
 

Durch seine seriöse Arbeitsweise baut er Vertrauensverhältnisse zu den abgelichteten Persönlichkeiten auf. So entstanden einzigartige Fotos, künstlerisch und dokumentarisch.
Die Ausstellung zeigt mit 100 Porträtfotos und 13 Doppelporträts: jung und alt auch über sechs Jahrzehnte Zeitgeschichte aus dem persönlichen Blickwinkel des Fotografen.
 
Slomi blickt zurück auf „seine“ Zeit und lädt die Besucher ebenfalls zum Erinnern, Kennen und Wiedererkennen ein.



















Die Mütter des Grundgesetzes

Plakat zur Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes"
9. März bis 24. März 2019

60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik präsentierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Ausstellung die vier „Mütter des Grundgesetzes“. Gezeigt werden Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Sie haben als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ - so lautet Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes (GG). Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung starkmachten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.

Die politische Umsetzung des Gleichheitsgrundsatzes brauchte Zeit. 1950 wurde dazu ein Frauenreferat im Bundesministerium des Innern eingerichtet. Erst 1957 fiel das familienrechtlich verbriefte Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in ehelichen und familiären Angelegenheiten.

Eine wichtige Ergänzung zu Artikel 3 Absatz 2 GG kam im Zuge der Wiederᆳvereinigung zustande. Die gemeinsame Verfassungskommission beschloss am 16. Januar 1992 den Zusatz „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Der Staat und seine Organe sind damit in der Pflicht, aktiv an der Verwirklichung der Gleichberechtigung zu arbeiten. Frauen aus West- und Ostdeutschland hatten die Öffentlichkeit für dieses Anliegen mobilisiert.

Auch heute ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch nicht in allen Lebensbereichen Realität. Frauen fehlen auf den oberen Stufen der Karriereleiter. Und auch Helene Webers Forderung nach einer verfassungsrechtlichen Verankerung der Lohngerechtigkeit von Mann und Frau ist heute keineswegs überholt: „[…] verrichten sie gleiche Arbeit, so haben sie Anspruch auf gleiche Entlohnung.“


Opel - Werk - Stadt. Opel und Bochum 1960 - 1973

Plakat zur Ausstellung Opel - Werk -Stadt.
Vom 4. März bis 4. November 2018

In Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte

„Bochum ist über den Berg“, stellte Oberstadtdirektor Gerhard Petschelt Ende 1962 erleichtert fest und bezog sich dabei auf die Eröffnung des neuen Opelwerks. Die Ansiedlung des Automobilherstellers auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Dannenbaum ereignete sich in einem Zeitraum, der bereits von den Zeitgenossen mit den Begriffen „Kohlekrise“ und „Zechensterben“ bezeichnet wurde und das Ende des Bergbaus ankündigte. Somit stehen Bau und Ansiedlung des Opelwerks auch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Mit weit über 10.000 Mitarbeitern und Millionen produzierter Automobile entwickelte sich Opel in Bochum rasch zu einer Erfolgsgeschichte. Der Kadett symbolisierte dabei Fortschritt einerseits und bescheidenen Wohlstand andererseits.  In sieben Abteilungen widmet sich die Ausstellung dem Prozess von der „Kohlekrise“ der ausgehenden 1950er Jahre über die Verhandlungs- und Bauphase des Werks bis zur Automobilproduktion und ermöglicht dabei auch Einblicke in die streitbare Belegschaft von Opel-Bochum. Gleichzeitig weitet sich der Blick auf den Wandel der Stadt im Laufe der 1960er Jahre bis hin zum globalen Ereignis der „Ölkrise“ 1973 und deren Auswirkungen auf die Automobilproduktion am Standort Bochum.

Gemeinsam mit der Schließung der letzten Bochumer Zeche (Hannover) im März 1973 markiert sie den zeitlichen Endpunkt der Ausstellung. Die Schließung des Opelwerks in Bochum 2014 und die letzte Schicht auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop im Dezember 2018 bieten den Anlass zur Rückschau. Zudem zeigen sie uns den wesentlichen Aspekt von Geschichte deutlich auf: den dauerhaften  (Struktur-)Wandel.

Das Konzept der Ausstellung wurde von Geschichtsstudierenden im Rahmen des  Bachelorstudiums entwickelt. Projektteam: Chantal-Sophie Nettler, Anke Singelmann, Hendrik Monkowius, George Rohlf. Projektleitung: Dirk Urbach, OStR i.H.
Förderung: inSTUDIES; Stadtwerke Bochum; Bildproduktion Niggemeyer


Bochum - das fremde und das eigene

Ausstellungsabteilungen:


„Stadt.Mess.Punkt“


Eine Fotoausstellung von Hartmut Beifuß


Bis 29. Juli 2018

Erkundungen in der Stadtlandschaft Bochums mit der Kamera. Die Idee zu einer konsequenten visuellen Erfahrung der eigenen Umgebung hatte der Bochumer Fotograf Hartmut Beifuß anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010.

Die buchstäbliche Vermessung von bekannten Bochumer Örtlichkeiten mittels einer Messlatte soll Standpunkte markieren und visuelle Zeichen in Bildern setzen, verorten und kommentieren.


Die Foto-Reihe ist die bildliche Umsetzung der Frage, was Stadt für den Einzelnen bedeuten kann.


Hundert und sieben Sachen. Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien


Eigenproduktion
vom 11. Juni 2017 bis 30. Juni 2018
Plakat zur Ausstellung

Hundert und sieben Sachen erzählen Stadtgeschichte(n): mal sachlich und ernst, mal locker und leicht. Was entsteht, ist keine geschlossene Geschichtsschreibung, sondern ein farbenfrohes Gebilde aus nicht aufeinander abgestimmten Teilen, die sich dennoch zu einem Ganzen fügen. Unter den Exponaten befinden sich „Schlüsselobjekte“ der Bochumer Geschichte, wie das Werdener Urbar, in dem Bochum indirekt erstmals Erwähnung fand, die Urkunde von 1321, mit der Graf Engelbert II. von der Mark den Bochumern stadtähnliche Rechte zugestand, diverse Objekte zum Bergbau und zum Bochumer Verein, ein Stadtplan, der die Veränderungen des Stadtbildes nach den ersten Eingemeindungen 1904 dokumentiert, ein Foto, das die Machtübernahme der NSDAP im Bochumer Rathaus zeigt, ein 1945 beim Einmarsch der Amerikaner gedrehter Film, aber auch solche, die nicht auf historisch bedeutsame Ereignisse verweisen und dennoch die Bochumer bewegten, wie zum Beispiel der Steckbrief zu einer „Lustmord“-Serie im 19. Jahrhundert, eine Sibirien-Karte, die ein Bochumer von einer Nordpolar-Expedition mitbrachte, ein Leihbadeanzug aus dem Bochumer Stadtbad, ein Fotoalbum aus der Tanzschule Bobby Linden, eine Grönemeyer-Platte und ein Film-Projektor aus dem Kino Endstation im Bahnhof Langendreer.
 
Mit den „Hundert und sieben Sachen“ knüpft das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte an seine Eröffnungsausstellung im Jahr 2007 an: „Sieben und neunzig Sachen. Sammeln, bewahren, zeigen. Bochum 1910 bis 2007“. Damals galt es, die 97-jährige Sammlungsgeschichte der Stadt Bochum mit in den Blick zu nehmen, heute sind es 107 Jahre. Die in beiden Ausstellungstiteln versteckten „Sieben Sachen“ zielen auf das Alltägliche. Denn es geht weniger um das Herausragende und Einzigartige als vielmehr um das Heterogene „als Spiegel einer komplexen und facettenreichen Stadtgeschichte, die sich auch in ihrer Vielfalt, ihren Differenzierungen und Ausfächerungen zur Ansicht bringen will“ (Gottfried Korff, 2007).

Die „hundert und sieben Sachen“ werden von dem Bühnenbildner Martin Dolnik kunstvoll in Szene gesetzt. Die dazu geplante Begleitpublikation soll im Herbst erscheinen. Autoren sind sowohl renommierte Historikerinnen und Historiker als auch Personen, die einen persönlichen Bezug zu einem der Exponate haben. Ihr subjektiver Blick auf die Dinge ist ausdrücklich erwünscht.



„Bildwelten – Weltbilder: Figürliche Wandmalerei der Romanik in Westfalen“

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In vielen Kirchen Westfalens sind Wandmalereien der späten Romanik von 1160-1270 erhalten. Sie zeigen figürliche Szenen, die zusammen mit der Architektur und der ergänzenden Dekorationsmalereien (Raumfassung) die Kirchenräume prägen. Dennoch ist die romanische Wandmalerei als herausragendes westfälisches Kulturgut bisher nicht systematisch wissenschaftlich erforscht worden. Um dies zu ändern, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 2012 das Forschungsprojekt „Bildwelten – Weltbilder“ begonnen, bei dem figürliche Wandmalereien in dreizehn Kirchen vom Gerüst aus erfasst, kartiert und untersucht worden sind. Die Ergebnisse zeigt der LWL jetzt in der Wanderausstellung „Bildwelten – Weltbilder“, die vom 4. Mai bis zum 25. Juni im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte vom 4. Mai bis 25.Juni zu sehen ist.

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojektes in visuell ansprechender Form. Mit vielen hochausflösenden Fotos ermöglicht die Ausstellung spannende Detailansichten der Malereien, die vor Ort aufgrund der Monumentalität und der räumlichen Gegebenheiten dem Betrachter oft weit entrückt sind.

Was haben die Menschen geglaubt und wie führten sie ihr Leben? Wie haben die Wandmaler gearbeitet und auf welche Vorlagen haben sie zurückgegriffen? Welche Geschichte haben die Wandmalereien in den folgenden fast 800 Jahren erlebt? All diese Fragen waren Anlass zu dem mehrjährigen Forschungsprojekt, das 13 westfälische Kirchen umfasste. Darunter die in Bochum-Stiepel. Ein Buch, ein Film und ein Internetauftritt (www.lwl.org/wandmalerei/) stellen neben der Wanderausstellung die Ergebnisse des Projektes vor.

Hoffnung auf Zukunft – Flüchtlinge in Bochum - Eigenproduktion in Kooperation mit der Gewerkstatt gGmbH Bochum

Ab 5. Juni 2016

Hoffnung auf Zukunft – Flüchtlinge in Bochum - Eigenproduktion in Kooperation mit der Gewerkstatt gGmbH Bochum
Die eigene Figur künstlerisch gestalten. Zukunftsträume als Zukunftsbox kreativ entwerfen. Über Verbindendes sprechen: den Frieden in der Welt, Wünsche, Pläne, persönliche Ziele. Das war das Programm des Bildungsträgers Gewerkstatt gGmbH für 19 junge Frauen und Männer, die als Flüchtlinge aus zehn verschiedenen Ländern nach Bochum gekommen sind. In einem zehnwöchigen Lehrgang lernten sie praxisorientiert die deutsche Sprache kennen, absolvierten einen Computerkurs und Berufspraktika und wurden von einer Köchin aktiv in die deutsche Küche eingeführt.

Die Ausstellung präsentiert die in dem Projekt entstandenen künstlerischen Arbeiten. Hinzu kommen Interviews mit sechs Teilnehmer/innen der Gruppe – vier Männern und zwei Frauen –, in denen sie sich Fragen nach Herkunft, Flucht und ihren Zukunftserwartungen stellen und selbstbewusst Position beziehen, trotz (noch) bestehender Sprachprobleme. Die Exponate zeigen, wie bedeutsam Kunst für die Stabilisierung von Menschen sein kann. Sie verweisen auf traumatisierende Erlebnisse der Akteure und zeugen gleichzeitig von der tiefen Hoffnung auf eine angstfreie und lebenswerte Zukunft. Nicht zuletzt wird deutlich, dass die jungen Flüchtlinge willens und fähig sind, miteinander zu kommunizieren und Gemeinsamkeiten zu erarbeiten. Die Chance dazu haben sie – ungeachtet verschiedener Sprachen und Traditionen – gern ergriffen.

Zwischen Heimat und Front - Bochum im Ersten Weltkrieg

Ab dem 24. August 2014

Eigenproduktion

Als vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg „ausbrach“, ahnte niemand, dass er so lange dauern würde. Die Hoffnung auch der Soldaten aus Bochum, Weihnachten wieder zu Hause zu sein, erfüllte sich nicht. Der Krieg wurde nicht nur auf den Schlachtfeldern in Europa, in den Kolonien in Afrika und im Nahen Osten, auf See und in der Luft ausgetragen, sondern hatte auch die deutsche „Heimatfront“ fest im Griff. Er erfasste alle politischen und gesellschaftlichen Bereiche und entwickelte sich bald schon zum totalen Krieg.
Die Ausstellung folgt den Spuren Bochumer Soldaten an unterschiedliche Fronten und zeigt, wie an der Bochumer „Heimatfront“ alle Ressourcen in den Dienst des Krieges gestellt wurden. Sie richtet den Fokus auf die Einheit von Heimat und Front, die im Laufe des Krieges ebenso brüchig wurde wie der sogenannte „Burgfrieden“. Auch die „andere“ Seite gerät mit in den Blick. Am Beispiel der belgischen Stadt Virton, wo unter Beteiligung zahlreicher Bochumer Soldaten im August 1914 eine erbitterte Schlacht geschlagen wurde, werden die Auswirkungen des großen Krieges auf die belgische Zivilbevölkerung beleuchtet. Die Ausstellung schließt mit einer Auseinandersetzung mit der kollektiven Erinnerung an den Ersten Weltkrieg und fragt nach den „Lehren“.
Ein Blick in die räumlich sich anschließende Abteilung zur NS-Zeit aus der Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ zeigt, wohin der Weg führen sollte. Die hier in Szene gesetzte „Volksgemeinschaft“ war das Gegenteil dessen, was Kaiser Wilhelm Anfang August 1914 zum Ausdruck gebracht hatte: Er kenne keine Parteien mehr, sondern nur Deutsche.

Die in der Ausstellung angesprochenen Themen werden durch Filme, Vorträge und Führungen ergänzt und vertieft.

Schicksalsort Gefängnis. Opfer der NS-Justiz in der Krümmede - Eine Ausstellung von Alfons Zimmer

Ab 17. Juni 2016

Honselhof mit Einmannbunker
Während der NS-Diktatur saßen im damaligen Strafgefängnis „Krümmede“, der heutigen JVA Bochum, nicht nur kriminelle Gefangene ein. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wurden von den Sondergerichten aus politischen Gründen zu Haftstrafen, auch zur Todesstrafe verurteilt. Über tausend so genannte Nacht-und-Nebel-(„NN“)-Gefangene aus dem Widerstand besetzter Länder wie Belgien, den Niederlanden, Frankreich waren allein 1943 in der Bochumer Strafanstalt mit ihren Außenkommandos inhaftiert. Hinzu kamen Kommunisten, Sozialdemokraten, Zentrumspolitiker, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und andere, nicht zuletzt auch eine Reihe von vor allem katholischen Geistlichen. Nicht wenige der „Politischen“ verstarben an den Haftfolgen. Die Ausstellung zeigt sechzig Gesichter, Porträts von politischen Gefangenen, die in den Jahren 1933 bis 1945 in der „Krümmede“ einsaßen. Diese sechzig stehen für eine viel größere Zahl von unbekannten und vergessenen politischen Gefangenen des Hitlerregimes.

Alfons Zimmer, der die Ausstellung vorbereitet hat, ist Pastoralreferent in den Justizvollzugsanstalten Bochum.
Für den Herbst ist ein Veranstaltungsprogramm zu Justiz und Gefängnis im „Dritten Reich“ geplant.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.getuigen.be/kruemmede/

Krieg – Hunger – Flucht - Karikaturen-Ausstellung von Waldemar Mandzel

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Ab 23. April 2016
Eröffnung am 22. April um 17 Uhr

Vor den aktuellen Ereignissen des gewaltigen Stroms der legalen und illegalen Zuwanderer, der von Schrecken heimgesuchten Kriegsflüchtlinge und der von Hunger und Elend gezeichneten Menschen, die Geborgenheit suchen, kann sich kein Bleistift oder Farbpinsel eines Cartoonisten wegducken. Zu allgegenwärtig sind die Probleme der Neuankömmlinge, die in Deutschland Asyl suchen, begleitet durch  Menschenverachtung, Fremdenhass und Gefühlskälte einiger Rechtsradikaler.

Mit Überspitzung und Komik lassen sich Unvermögen und widersinnige Handlungs- weisen der einzelnen EU-Länderregierungen entlarven und bloßlegen. So trägt der Humor dazu bei, das hilflose und planlose Reagieren der Politik aufzudecken. Die zeichnerischen Pointen lassen ein Lächeln im Gesicht des Betrachters erstarren und zwingen zur Nachdenklichkeit.

 

Bochum im Bombenkrieg: 4. November 1944

Fotoausstellung in Eigenproduktion

Am Abend des 4. November 1944, zwischen 19 und 20 Uhr, erlebte Bochum den schlimmsten Luftangriff: 1.200 Tote, 2.000 Verwundete, 70.000 Menschen verloren ihre Bleibe. Die Stadt lag in Schutt und Asche. 60 Prozent des Wohnraums in der Innenstadt und die meisten öffentlichen Gebäude waren zerstört. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl von Aufnahmen der zerstörten Innenstadt aus den Jahren 1943 bis 1945.


HandBuchBinden

15. November 2015 bis 10. Januar 2016
Eine Ausstellung von Hans-Peter Preiß

HandBuchBinden
Bücher gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten: von einfach bis kompliziert, von günstig bis kostbar. Es besteht eine große Spanne zwischen dem handwerklichen Einbinden und der hohen Einbandkunst. Das Hand-Buch-Binden als „EinBandKunst“ ist ein kreatives gestaltendes Handwerk, das dem Buchbinder viel an Können abverlangt, aber auch viele Freiheiten bietet.
Die von dem Hobby-Buchbinder Hans-Peter Preiß aus Osnabrück gestaltete Ausstellung informiert anschaulich über die „handbuchbinderische“ Anfertigung eines Buches und das Thema „EinBandKunst“. Neben bebilderten Infotafeln sind Werkzeuge und Materialien sowie Buchobjekte mit Konstruktionen unterschiedlicher zeitlicher Herkunft und Herstellungstechniken zu sehen. Die einzelnen Arbeitsschritte zum Handbuchbinden werden demonstriert. Alle Buchobjekte sind Unikate.

Pressetext von Herrn Hans Peter Preiß

WIR GRÜNDERSTUDENTEN

WIR GRÜNDERSTUDENTEN
1. Oktober bis 1. November
 2015
Eine Ausstellung von Roland Ermrich und ehemaligen Studierenden der Ruhr-Universität Bochum

Die Gründung der Ruhr-Universität Bochum beeinflusste das Revier und die Stadt Bochum. Die Studierenden trugen zur positiven Entwicklung der RUB Wesentliches bei. Viele von ihnen hätten überhaupt nicht studiert, hätte es die RUB ab 1965 nicht gegeben. Der Anteil der Studierenden aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien war mehr als doppelt so hoch wie an anderen Universitäten.
So umstritten die „68-er“ heute sein mögen: Aufbruchsstimmung, Innovationsbereitschaft, die Bereitschaft, intellektuell neue Wege zu gehen, sind unstrittig. Vieles, was damals gefordert und von den Etablierten als Provokation empfunden
wurde, ist heute Mainstream. Die Bochumer Studierenden haben dazu beigetragen.
Die von ehemaligen Studierenden selbst gestaltete Ausstellung erinnert zum 50. Geburtstag der RUB, der in diesem Jahr gefeiert wurde, an deren Anfangsjahre.

Begleitprogramm zur Ausstellung


Fenster zur Vergangenheit: Bochums mittelalterliche Urkunden

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Ab 21. Mai
Eigenproduktion

Was die Bochumerin Else Molderpass 1467 ihrer Tochter testamentarisch vermachte oder was Gläubige tun mussten, um 1415 in den Genuss eines von der Indulgenz-Kommission anlässlich des Konstanzer Konzils gewährten Ablasses zu kommen – alles das erfährt man nur aus den darüber ausgestellten Urkunden. Doch die Stücke verraten noch viel mehr: Wie durch ein Fenster zur Vergangenheit lassen sie uns den Alltag der Menschen in Bochum beobachten.
Die Ausstellung ist Teil eines Kooperationsprojektes des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, der Evangelischen Stadtakademie und des Katholischen Forums Bochum, das nach den Sommerferien mit einem Urkunden-Workshop und einer Vortragsreihe zur Bochumer Kirchengeschichte fortgesetzt wird. In ihrem Mittelpunkt steht eine eindrucksvolle und vor 600 Jahren ausgefertigte Ablassurkunde aus Konstanz, die Bochum mit den großen geistlichen Diskursen des späten Mittelalters verbindet. Sie und manche anderen Ausstellungsstücke werden sonst im Pfarrarchiv der Propsteigemeinde St. Peter und Paul verwahrt und das erste Mal im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ausgestellt.

Flyer zur Ausstellung


Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit. Die KZ Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald

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Ab 9. Mai
Fotoausstellung von Herbert Naumann

Das Konzentrationslager Buchenwald verwaltete 136 Außenkommandos, Lager, in denen tausende Frauen und Männer gefangen gehalten und zur Arbeit gezwungen wurden. Der Fotograf Herbert Naumann hat nach den Spuren dieser KZ Außenlager gesucht und in den Jahren 2012 und 2013 die Orte und Räume, in denen sich die ehemaligen Lager befanden, fotografiert, auch in Bochum. Die vordergründig dokumentarisch wirkende Fotografie liefert zunächst keine oder kaum noch Indizien dafür, was hier vor 70 Jahren geschehen ist. Es sind stille und unspektakuläre Bilder mit häufig nur indirekten Hinweisen. Erst der sie begleitende Text stellt den Zusammenhang zwischen Geschehenem und Ort her, gibt den Orten ihre Identität und nimmt ihnen ihre Harmlosigkeit.


„Avantgarde und Alltag – Die frühen Jahre der RUB“ Eine Ausstellung der Redaktion und des Archivs der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung (:bsz)

26. Februar bis 18. März

In diesem Jahr feiert die Ruhr-Universität Bochum ihren 50. Geburtstag. Parallel zum Programm der Universität offenbart die Ausstellung die (campus-)journalistische Perspektive auf die Lebenswelt, den Horizont  und die Weltanschauung der Studierenden im ersten Jahrzehnt des Bestehens der :bsz: Wie studierte es sich auf der größten Baustelle Europas? Ging man damals schon ins Bermuda3eck? Was war vor der U35? RAF, Springer-Presse, Hausbesetzungen, Ost-West-Konflikt - Themen, die auch die Bochumerinnen und Bochumer nicht kalt ließen. Ein breites Spektrum an Originalartikeln und zeitgenössischem Bildmaterial beantwortet diese und weitere Fragen zu einer für Bochum und die Welt bedeutenden Zeit.

Deutsche Jüdische Soldaten

1. Juni bis 24. September 2014

Eine Wanderausstellung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Potsdam, in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam, und dem Centrum Judaicum, Berlin
„Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche.“ Als Kaiser Wilhelm II. am 4. August 1914 diese vielfach zitierten Worte sprach, löste das auch bei der jüdischen
Bevölkerung eine Welle von Patriotismus aus. Etwa 100.000 jüdische Soldaten zogen für Kaiser und Vaterland in den Krieg – und hofften, damit gleichzeitig die Emanzipation
der Juden vorantreiben zu können. Josef Zürndorfer, der vor 100 Jahren von Bochum aus ins Feld ging und an der Westfront zum gefeierten Kriegshelden wurde, brachte auf
den Punkt, was viele dachten: „Ich bin als Deutscher ins Feld gezogen, um mein bedrängtes Vaterland zu schützen. Aber auch als Jude, um die volle Gleichberechtigung
meiner Glaubensbrüder zu erstreiten.“ Die Hoffnungen der jüdischen Kriegsteilnehmer wurden enttäuscht. Bald schon machten sich (wieder) antisemitische Tendenzen breit, auch an der Front. Und spätestens, als Deutschland den Krieg verloren hatte, wurden die deutschen Juden als „Sündenböcke“ ausgemacht.
Kernthema der Ausstellung ist der Zusammenhang zwischen dem Militärdienst und der Integration der deutschen Juden, aber auch deren Ausgrenzung, die am Ende in Vernichtung überging. In fünf, an die Abfolge der Epochen angelehnten, Abschnitten spannt sie den Bogen vom Zeitalter der Emanzipation bis zum Zweiten Weltkrieg.

Plakat zur Ausstellung


mo(me)ntan
Eine Fotoausstellung von Michael Grosler

ab 23. Februar 2014

In über 30 Aufnahmen versucht der Bochumer Fotograf Michael Grosler, die vergängliche Symbiose von Architektur und Landschaft festzuhalten. Alle Fotos entstanden auf dem geschichtsträchtigen ehemaligen Industriegelände „Rombacher Hütte“.
1889 errichtete Heinrich Köhler im Norden von Bochum-Weitmar die Westfälische Stahlwerke AG. Bis zur Jahrhundertwende prosperierte das Unternehmen, dann führten Konjunktur- und Strukturkrisen zu wechselnden Besitzverhältnissen: So gehörte es unter anderem zur Rombacher-Hüttenwerke AG, als „Werk Weitmar“ zum „Bochumer Verein“ und nach dessen Fusion mit dem Krupp-Konzern 1965 zur Friedrich Krupp Hüttenwerke AG. 1979 wurde der Betrieb stillgelegt. Ein Jahr später erwarb die Stadt Bochum das ca. 70 Hektar große Gelände, auf dem sie die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und die Schaffung von Wohnraum und Grünflächen plante. Teil I des Bebauungsplans wurde realisiert, Teil II nicht.
In dem sich weitgehend selbst überlassenen Teil des Geländes entstanden 2013 die Aufnahmen von Michael Grosler. Grosler versteht seine Bilder als Momentaufnahmen von Veränderungen, die wie Metaphern für den Wandel einer Region stehen. Die Fotos sind auch eine Bestandsaufnahme der Situation auf diesem Gelände. Sie dokumentieren, wie es um diesen Teil der Bochumer Geschichte mo(me)ntan steht.


Zwischen Abenteuer und Provokation - Peter Zadek und das Schauspielhaus Bochum


Ab 12. Mai 2013
Eigenproduktion


Als Provokateur verschrien, als Erneuerer des Theaters gefeiert: Peter Zadek zählt zweifellos zu den Persönlichkeiten, die das deutsche Theater im 20. Jahrhundert revolutioniert haben. 1972 wurde er Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Hier versammelte er seine "Theaterfamilie", hier machte Zadek aus jungen Talenten wahre Schauspielerwunder. Stars wie Hannelore Hoger, Rosel Zech, Ulrich Wildgruber oder Herbert Grönemeyer schrieben in Bochum Theatergeschichte. Das Engagement von Rainer Werner Fassbinder führte bald zum Eklat. "Wir waren ein ganzer Wald von Verrückten", erinnerte sich Ensemblemitglied Tana Schanzara. Radikal setzte der neue Theaterchef seine Idee vom "Volkstheater" um. Er erfand BO-Weekends, das BO-Kino und lud zum Mittagstheater ins Schauspielhaus. In der Theaterszene war Bochum mit KLEINER MANN WAS NUN? bald in aller Munde. Aber auch in der Auseinandersetzung mit seinen "Theatergöttern" Shakespeare, Tschechow und Ibsen brachte Peter Zadek legendäre Inszenierungen hervor. KÖNIG LEAR wurde zum Experiment in einem Kino-Raum. Und als Peter Zadek sich 1977 für HAMLET eine Fabrikhalle in Hamme aussuchte, entbrannte in der Stadt eine kontroverse Debatte. Die Ausstellung im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ist ein Streifzug durch die "heißen Jahre" der Ära Zadek in Bochum.

Zur Ausstellung wird ein Begleitprogramm angeboten (s. Veranstaltungskalender)


Eine Wanderausstellung der Stadt Gelsenkirchen / Kulturraum "die flora"

Ab 15. Dezember 2013

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Das Schriftstellerehepaar Lisa Tetzner (1894-1963) und Kurt Kläber (Pseudonym: Kurt Held, 1897-1959) ist bis heute mit seinen sozialkritischen Kinder- und Jugendbüchern (am bekanntesten wohl "Die rote Zora" von Kurt Held) auf dem Literaturmarkt vertreten. Aktivitäten im Umkreis der Wandervogelbewegung, Kontakte zur linken Arbeiterliteraturszene, politische (Kultur-)Arbeit in Berlin sowie Aufenthalte im Ruhrgebiet Anfang der 1920er Jahre schlugen sich in ihren Werken nieder. Am 10. Mai 1933 wurden ihre Werke Opfer der Bücherverbrennung. Zur Emigration gezwungen, ließ das Paar sich in Carona (Schweiz) nieder und setzte sich schon in den 1940er Jahren mit den Auswirkungen des Nationalsozialismus auf junge Menschen auseinander.

Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in Geschichte, Literatur und Politik des 20. Jahrhunderts. Thematisiert wird auch die Verbindung von Lisa Tetzner und Kurt Kläber zum Ruhrgebiet. Hier - in Bochum - hatte Kurt Kläber versucht, eine Freie Volkshochschule aufzubauen, deren Betrieb nach drei Trimestern aber wieder eingestellt wurde.


Campingkult(ur). Sehnsucht nach Freiheit, Licht und Luft

13. Oktober bis 10. Dezember 2013
Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen

Campingkult(ur)
In den Wirtschaftswunderjahren brach im noch immer stark kriegsgezeichneten Deutschland ein wahrer Campingboom aus. Dabei ist Camping keine Erscheinung der deutschen Nachkriegsgeschichte. Bereits in den 1920er Jahren entstand aus der Sehnsucht nach `Freiheit, Licht und LuftA die Wochenendbewegung. Bis heute ist das Camping eine der beliebtesten Reiseformen und bildet einen wesentlichen Bestandteil der deutschen Tourismuswirtschaft. Camping ist für viele Menschen jedoch mehr als nur eine Urlaubsform B es beschreibt ein Lebensgefühl.

Die Ausstellung zeigt, wie Menschen aus Westfalen ihren Campingurlaub vorbereiten, wohin sie reisen und wie sie ihren Urlaubsalltag gestalten. Sie will der Lebenswelt der Camper nachspüren und beleuchtet auch die unterschiedlichen Motive, die die Reisenden zu dieser besonderen Ferienform antreibt.

26. Mai bis 6. Oktober 2013
Eigenproduktion in Kooperation mit dem Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster der Stadt Bochum


Am Beispiel des Kortum-Stadtplans von Bochum 1790, der Müller-Karten der Grafschaft Mark von 1775 bis 1791 und der Gemeindekarten von Bochum 1823 zeigt die Ausstellung, wie diese im Laufe von drei Jahrhunderten immer wieder als Neudrucke auf der Basis der Originalzeichnungen im historischen Stil neu aufgelegt wurden. Nicht nur aus wissenschaftlichen, auch aus dekorativen Gründen erfreuen sich historische Karten großer Beliebtheit.


Lohoff Industriefotografie
Noch bis zum 6. Oktober 2013
Von ARAL bis WEDAG. Industriefotografie in Bochum


Heinz Lohoff und später auch sein Sohn Karl-Heinz gehörten zu den führenden Industriefotografen des Ruhrgebiets. Die in den 1950er Jahren gegründete Firma Lohoff begleitete zunächst den industriellen Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und später den Strukturwandel. Sie fotografierte eine Vielzahl Bochumer Firmen aller Branchen, ferner Kirchen, Schulen und Krankenhäuser. Umfassend wurde die Ansiedlung der Ruhr-Universität dokumentiert. Auch Luftbilder befinden sich in der Fotosammlung Heinz und Karl-Heinz Lohoff, die das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte im vergangenen Jahr übernehmen konnte. Sie umfasst mehr als 40.000 Groß- und Mittelformatnegative. Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl.

Plakat zur Ausstellung


"Das Gedächtnis des Ruhrgebiets"

Mit einem „Memo-Mobil“ wanderte Mirjam Strunk, Regisseurin von Dokuprojekten, ein Jahr lang durchs Ruhrgebiet und
Aufnahme zur Ausstellung Das "Gedächtnis des Ruhrgebiets"
sammelte Erinnerungen und Visionen. „Erfindet eine Gesellschaft sich neu, indem sie sich erinnert?“, wollte sie wissen. Oder: „Muss die Jugend in der Vergangenheit blättern, um ihre Zukunft lesen zu können?“ Das „Gedächtnis des Ruhrgebiets“ war ein Projekt der Schauspielhäuser Bochum und Essen, der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 sowie der Bundeszentrale für politische Bildung und wurde vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Als Multimedia-Installation der Szenografin Cordula Körber ist es noch bis Frühjahr 2013 im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zu sehen, wo es auf das institutionalisierte Gedächtnis der Stadt Bochum trifft. Eine spannende Begegnung, die zu Fragen nach dem Verhältnis von Geschichte und Erinnerung anregt.

Rundgang durch die Ausstellung

Einladungskarte zur Ausstellung

Noch bis zum 21. April 2013.


Foto zur Ausstellung "Angeworben-gekommen-geblieben"
"Angeworben - Gekommen - Geblieben"
1961 bis 1975
14 Jahre Zuwanderung im Spiegel städtischer Kulturarbeit in Bochum.
Ab 3. November 2011

Am 31. Oktober 1961 wurde das Abkommen zur zeitlich begrenzten Anwerbung von Arbeitskräften zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Damals lebten in Bochum und Wattenscheid bereits mehr als 4.000 Ausländer, die zumeist als "Gastarbeiter" aus Italien oder Spanien nach Deutschland gekommen waren. Wie reagierten die Städte auf die neuen Bewohnerinnen und Bewohner?
Foto zur Ausstellung Angeworben - gekommen - geblieben


Die Ausstellung wird anlässlich des 50. Jubiläums des Anwerbeabkommens mit der Türkei erarbeitet. Sie fragt danach, ob beziehungsweise welche Aktivitäten unternommen wurden, um den "Gastarbeitern" den Alltag zu erleichtern und um sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken. Im Mittelpunkt stehen die städtischen Bildungs- und kulturellen Angebote: von den spärlichen Anfängen bis zum "Ausländerfestival" "Kemnade International", das 1974 zum ersten Mal stattfand. Die Ausstellung schließt sich an die große Kulturhauptstadtausstellung "Bochum - das fremde und das eigene" an und korrespondiert besonders mit der Einheit "Fremde - Gäste - Gastarbeiter".

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr

Zum Ausstellungsflyer...

Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 3. November 2011, um 18:00 Uhr eröffnet. Mit dabei bei der Eröffnung ist das Projekt X-Vision Ruhr.

Fotos zur Ausstellungseröffnung - Rundgang durch die Ausstellung Ausstellung (Dia-Show)

Institutsgebäude Ingenieurwissenschaften
  • 4. Oktober bis 2. Dezember
    Bochum 5:5. Architekturgeschichten der Nachkriegszeit in Stadt und Universität


    Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Universitätsarchiv Bochum
    Konzeption: Alexandra Apfelbaum, M. A.

    Nachkriegsarchitektur - grau, hässlich und trostlos? Dass diese Bauten oftmals mehr zu bieten haben als pure Beton-Tristesse, versucht die Ausstellung „Bochum 5:5“ in Form zehn kleiner Architekturgeschichten der Nachkriegszeit zu zeigen.

    Die Ausstellung gliedert sich in fünf Themenbereiche, anhand derer bestimmte architektonische Entwicklungen und Tendenzen der Nachkriegszeit kurz erläutert werden. Innerhalb dieser Bereiche eröffnet die Gegenüberstellung von Bauwerken aus Stadt und Universität einen differenzierten Blick auf die Architektur. Zum einen trägt diese Gegenüberstellung dazu bei, die Bauten der Ruhr-Universität aus ihrer Betrachtung im Gesamtkomplex zu lösen und ihre Qualitäten als Einzelbauwerke ablesbar zu machen. Zum anderen werden sowohl für die universitären wie für die städtischen Bauwerke auf diesem Wege unterschiedliche planerische Herangehensweisen sichtbar und verschiedene architektonische Lösungen nachvollziehbar.

    Michaelkirche
    Viele Bauten der Nachkriegsmoderne fristen heute ein Schattendasein oder sind sogar vom Abriss bedroht. Die Ausstellung „Bochum 5:5“ möchte dazu anregen, den eigenen Blickwinkel auf diese Architektur zu verändern und deren Bewertung neu zu überdenken.

    Die Architektur der Nachkriegsmoderne ist, bedingt durch veränderte wirtschaftliche und funktionale Anforderungen, vor allem geprägt durch zahlreiche Experimente mit Konstruktionen und Tragwerken, aber auch durch Experimenten in Element- und Fertigteilbausystemen. Entsprechend dem neuen Leitbild der verdichteten Stadt entstand zudem eine Vielzahl an mehrgeschossigen Hochbauten, die viele Stadtbilder prägten. Viele Architekten folgten der Vision, diese Gebäude je nach aktuellem Bedarf umbauen oder ergänzen zu können. Besonders sinnvoll erschien dies nicht nur im Hochschulbau, sondern vor allem im Bereich des Wohnungs- und Bürohausbaus.

    Die Entwicklungen in Bezug auf das verwendete Material tendierten zum Ungeschliffenen, Kompakten und Elementaren, was auch dem internationalen Trend entsprach. Ausdruck fand diese Entwicklung in der Verwendung von schalungsrauem Beton, rahmenlosen Verglasungen, lasierten Holzverschalungen, Waschbetonplatten und ungestrichenem Kalksandstein und das sogar im Bereich des Sakral- und Theaterbaus.
    Ein weiteres Leitmotiv der Architektur der Nachkriegszeit war das Gestalten mit kubischen, zylindrischen, polygonalen oder auch völlig freiplastischen Grundrissen und Volumina, die den Baukörpern fast schon skulpturale Qualität verliehen.

     
  • Ausstellung Postkarten
  • 5. Juli bis 19. August und 18. Oktober bis 11. November
    „Ansichtssachen“. Beispiele aus der Bildüberlieferung des Stadtarchivs


    Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte verfügt über eine umfangreiche Überlieferung bildlicher Darstellungen: Negative, Dias, Fotos, Ansichtskarten, Grafiken, Gemälde, Scans und auch Plakate. Den größten Zuwachs erfuhr die Sammlung durch die Übernahme von Bildbeständen der ehemaligen Stadtbildstelle des Schulverwaltungsamtes und durch Ankäufe von Vor- und Nachlässen bekannter Bochumer Fotografen. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt der archivierten Dokumente, deren Anzahl mittlerweile auf über 200.000 Einzelstücke angewachsen ist.
"Tag der Archiv" mit einem Tag der offenen Tür am 04.03.2012 im Stadtarchiv/ Zentrum für Stadtgeschichte in Bochum: Buchbinderin Stephanie Determann erklärt Besuchern die Restauration von alten Büchern. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Presseamt

28. August bis 12. Oktober 2012

Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Str. 47, im Foyer
 
Archive haben die Aufgabe, die ihnen anvertrauten Unterlagen dauerhaft aufzubewahren. Das klingt einfacher, als es ist. Oft wird das Schriftgut bereits vor seiner Übernahme durch “Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen” schwer geschädigt - manchmal aber auch erst danach, wie der Einsturz des Kölner Archivs belegt. Das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zeigt - wie bereits am Tag der Archive - aufgrund des großen Zuspruchs erneut, welche Schädigungen Archivgut aufweisen und wie ihnen erfolgreich begegnet werden kann. Eindrucksvolle Bilder und eine anschauliche Archivalienpräsentation erlauben Einblicke in einen bisher nur selten thematisierten Arbeitsbereich der Archive.
Kontakt: Dr. Stefan Pätzold
Telefon: 0234 / 910-95 21 oder E-Mail: spaetzold@bochum.de
  • Sonntag, 2. September, 11.00 bis 16.00 Uhr
    "Von Brief und Siegel". Präsentation und Restaurierung alter Bochumer Urkunden
    Ort: Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Str. 47, Foyer

    Wer etwas rechtsgültig bestätigen wollte, gab dafür “Brief und Siegel” - und meinte damit, dass über ein Rechtsgeschäft eine mit einem Siegel beglaubigte Urkunde ausgestellt wurde. Hat sich bis heute auch die Funktion von Urkunden kaum verändert, so unterlag doch ihre äußere Form einem deutlichen Wandel: Pergamenturkunden mit Wachssiegeln sind aus dem modernen Rechtsleben verschwunden. Aber nicht nur ihre oftmals aufwändige Gestaltung macht alte Urkunden interessant. Sie sind zugleich auch spannende historische Quellen, die detailreiche Einblicke in den Alltag vergangener Zeiten erlauben.

    Die Urkunde von 1298 ist die älteste, die im Stadtarchiv verwahrt wird. Graf Eberhard II. von der Mark ließ sie für die Bewohner Bochums ausstellen und regelte darin die Abgaben, die sie ihm für die ihnen überlassenen Grundstücke zu leisten hatten.
    Das Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte verwahrt zahlreiche solcher Stücke, die es angemessen zu konservieren und oft auch zu restaurieren gilt. Überdies müssen sie erschlossen und damit ‘zum Sprechen gebracht’ werden. Herausragende mittelalterliche und frühneuzeitliche Urkunden, die sonst nicht zu sehen sind, werden am 2. September ausgestellt. Darüber hinaus wird  die mühevolle Arbeit der Restaurierungswerkstatt in Vorführungen erläutert und nachvollziehbar gestaltet. Schließlich führen kurze Vorträge rund um das Thema ‘Urkunde’ in die professionelle Beschäftigung mit dieser Archivalien- und Quellengattung ein.

    Die Vorträge, die im Archivkino gehalten werden, dauern jeweils etwa 15 Minuten. Sie sind den folgenden Themen gewidmet:

    12:00 Uhr: Bilder “von Brief und Siegel” - eine Präsentation mittelalterlicher Urkunden
    13:00 Uhr: Mittelalterliche Bochumer Urkunden - und was man aus ihnen lernen kann
    14:00 Uhr: Bilder “von Brief und Siegel” - eine Präsentation mittelalterlicher Urkunden
    15:00 Uhr: Das älteste Bochumer Siegel - Zeichen einer Bürgergemeinde

    Der Referent ist Dr. Stefan Pätzold, Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
    (Kontakt: 0234 / 910-95 21 oder E-Mail: spaetzold@bochum.de).

  • Lachender Junge zwischen Eierkolen - Foto: Alfred Winter
  • 15. September 2011 bis Ostern 2012

    Der Fotojournalist Alfred Winter war mehr als 30 Jahre für die Wattenscheider Lokalausgabe der WAZ tätig. In dieser Zeit dokumentierte er die Stadtgeschichte durch zahlreiche Aufnahmen. Besonders gern lichtete er Wattenscheider in Aktion ab: die begeisterten Sportfans, die Bergleute in der Waschkaue, spielende Kinder, die Turmspringer im Freibad, Skater in der Innenstadt, Handwerker bei der Arbeit - eben das Alltagsleben.
    Der gebürtige Emsdettener und Wahl-Wattenscheider stellte dem Stadtarchiv 2010 die besten Bilder aus seinem Berufsleben zur Verfügung. Sie bereichern die Fotosammlung des Stadtarchivs und zeigen anschaulich Veränderungen im Stadtbild und im städtischen Leben im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts.

    Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 15. September, um 18:00 Uhr eröffnet.

  • "Gurbet - Die Fremde"
    Ab Dienstag, 6. Dezember 2011, bis Sonntag, 11. März 2012, ist die von IFAK e.V. Bochum konzipierte Ausstellung „Gurbet – Die Fremde“ im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, zu sehen.

    Am 31. Oktober 1961 wurde das Abkommen zur zeitlich begrenzten Anwerbung von Arbeitskräften zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Seitdem kamen zahlreiche „Gastarbeiter“ aus der Türkei in die Bundesrepublik und auch nach Bochum. Die Ausstellung ist all jenen gewidmet, die ihre Jugend, ihre Arbeitskraft, ihre Familien, Träume und Sehnsüchte mitgebracht  und hier einen großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag geleistet haben.

    Die vorgestellten sieben Biografien dokumentieren einen wichtigen historischen Abschnitt in der gemeinsamen Geschichte.

    „Gurbet – die Fremde“ ist eine interessante Ergänzung der Ausstellung „Angeworben – gekommen – geblieben. 14 Jahre Zuwanderung im Spiegel städtischer Kulturarbeit in Bochum“, die vom Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens erarbeitet wurde.

  • Plakat zur Ausstellung "Schöne Grüße aus Bochum"
  • Ansichtskarten aus der Sammlung Gretel Bauer
    5. Juli bis 11. September 2011

    Die Sammlung von Gretel Bauer umfasst mehr als 3.000 Bochumer Ansichtskarten. Seit 2010 befindet sie sich im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.
    Frau Bauer betrieb in München ein Antiquariat. Bochum, der Heimatstadt ihres Vaters, in der sie ihre Jugendjahre verbrachte, fühlte sie sich sehr verbunden.
    Die Ausstellung zeigt einen ersten Querschnitt durch die umfangreiche Ausstellung.

    Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, dem 5. Juli 2011, um 18:00 Uhr
    Begrüßung - Dr. Ingrid Wölk, Leiterin des Stadtarchivs - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
    Führung durch die Ausstellung - Monika Wiborni, Archivarin im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte


  • 13. Mai bis 26. Juni 2011
    Kinder im Krieg. Polen 1939 bis 1945


  • Bild zur Ausstellung "Kinder im Krieg"
    Eine Ausstellung von Iris Helbing, Zentrum für Demokratie, Berlin

    Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen, die von polnischen Kindern 1946 im Rahmen eines Aufrufes des polnischen Bildungsministeriums angefertigt wurden. Die Kinder malten ihre Kriegserlebnisse oder schrieben darüber einen Aufsatz. In Polen diente das Material auch dazu, die nationalsozialistischen Verbrechen an polnischen Kindern aufzuklären und zu dokumentieren. Der größte Bestand liegt heute im Archiwum Akt Nowych in Warschau. Etwa 100 Zeichnungen befinden sich in der polnischen Botschaft in Kopenhagen, die dieses einzigartige Material zur Verfügung gestellt hat. Die in Kooperation mit der polnischen Botschaft in Kopenhagen, Prof. Dr. Therkel Straede (Universität Odense), Muzeum Polski Historii, Gedenkstätte Majdanek, Lehrstuhl Prof. Dr. Werner Benecke an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und Slubice (Polen) erarbeitete Ausstellung wurde am 20. Mai 2010 im Rathaus Köpenick eröffnet. Danach wurde sie als Wanderausstellung konzipiert und ist nun erstmals außerhalb Berlins zu sehen.

    Ausstellungseröffnung: Freitag, 13. Mai, 17:00 Uhr, Einführung: Iris Helbing, M.A.

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11:00 bis 17:00 Uhr.

Städtische Kapelle im Jahr 1918
Städtische Kapelle im Jahr 1919
  • April bis 8. Mai 2011
    1919 bis 2009. 90 Jahre Bochumer Symphoniker


    Eine Ausstellung des Freundeskreises zur Förderung der Bochumer Symphoniker e.V.
Am 20. Mai 1919 gab das "Städtische Orchester Bochum" sein erstes öffentliches Konzert.
Avantgardistische Programme bescherten ihm schnell einen überregionalen Ruf, Gastspielreisen nach dem Zweiten Weltkrieg festigen diesen auch international. Ausgehend von denn verschiedenen künstlerischen Leitern - von Rudolf Schulz-Dornburg über Ludwig Reichwein oder Hermann Meissner bis hin zu Steven Sloane - geht die Ausstellung mit Texten und Bildern der Geschichte dieses Orchesters bis zur Gegenwart nach. Die anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Symphoniker erarbeitete Ausstellung war im Jubiläumsjahr nur kurze Zeit zu sehen. Im April (bis 8. Mai) ist sie einem größeren Publikum zugänglich.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11:00 bis 17:00 Uhr.
  • 2. Februar bis 27. März 2011
    ZooGeschichte(n). Wilde Tiere für Europa
    Waltraud Wilken (links), eine der ersten Tierpflegerinnen in den Nachkriegsjahren, mit zwei Löwenbabys im Tierpark Bochum. Foto: Tierpark Bochum
    Waltraud Wilken (links), eine der ersten Tierpflegerinnen in den Nachkriegsjahren, mit zwei Löwenbabys im Tierpark Bochum. Foto: Tierpark Bochum
    Eine Ausstellung des Westfälischen Pferdemuseums Münster und es LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem Allwetterzoo Münster
    Zoologische Gärten sind auf der ganzen Welt ein Publikumsmagnet. In vielen Ländern gehört ein Zoobesuch zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen: Sechshundert Millionen Besucher jährlich registrierte die weltweite Vereinigung aller Zoos und Aquarien in den vergangenen Jahren. Was aber ist das Geheimnis des wilden Tieres, warum wecken Zoos ein derart großes öffentliches Interesse? Die Ausstellung zeichnet in sieben Stationen die europäische Zoogeschichte nach - von den Gründungen und Zielsetzungen der ersten zoologischen Gärten bis hin zu den Ansprüchen und Aufgaben heutiger Zoos.
    Für die Besucherinnen und Besucher gibt es in der Ausstellung ein Wiedersehen mit dem Bären Max aus dem Bochumer Tierpark.

    Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag und Sonntag und an Feiertagen 11:00 und 17:00 Uhr.

    Virtueller Rundgang durch die Ausstellung (Dia-Show)


  • 5. Dezember 2010 bis 23. Januar 2011
    "Heraus mit dem Frauenwahlrecht". Plakatentwurf von Karl Maria Stadler zum Frauentag 1914. Quelle: Bundesarchiv, Repro: LWL
    "Heraus mit dem Frauenwahlrecht". Plakatentwurf von Karl Maria Stadler zum Frauentag 1914. Quelle: Bundesarchiv, Repro: LWL

    „Wie wir wurden, was wir nicht werden sollten.“ Frauen im Aufbruch zu Amt und Würden.
    Eine Ausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen

    Die Ausstellung zeichnet am Beispiel Westfalens den hürdenreichen Weg von Frauen in Amt und Würden nach. Im Mittelpunkt stehen 26 Bürgerinnen, deren Lebenswege modellhaft den langsamen Wandel von Mentalitäten und Möglichkeiten zeigen. Anlass der Schau sind gleich drei Jubiläen: im Wintersemester 1908/09 durften Frauen erstmals in Preußen regulär studieren. Zehn Jahre später erhielten sie das aktive und passive Wahlrecht und übten es erstmals 1919 aus. 1949 schrieb das Grundgesetz die Gleichberechtigung beider Geschlechter fest.


  • 9. Oktober bis 28. November 2010
    Bergfremd(e). Ausländer im Ruhrbergbau
    Eine Ausstellung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen


    Ausländische Arbeitskräfte, aber auch ausländische Unternehmer, Ingenieure und Investoren waren für die Entwicklung des Ruhrbergbaus als einer der Kernindustrien des Ruhrgebiets im 19. und 20. Jahrhundert von ausgesprochener Relevanz. Die Ausstellung stellt die Bedeutung ins Zentrum und greift dabei sowohl die Bemühungen des Ruhrbergbaus um die Anwerbung dieser Arbeitskräfte, wie auch die Integration der häufig bergfremden Arbeitskräfte in den Bergbaubetrieben auf. Die Schilderung der historischen Entwicklungslinien wird anhand lokaler und individualbiografischer Beispiele vertieft.

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr

  • 7. bis 28. November 2010
    Schön alt
    Eine Ausstellung des FrauenKunstForums im Rahmen des Generationentages 2010

    Aus der Selbstverständlichkeit des Alterns ist seit langem ein Problem geworden: Bei der derzeitigen Anti-Aging-Hysterie schwingt nicht nur die Angst mit, der eigenen Endlichkeit zu begegnen - in einer von Jugendlichkeit und Leistungsbereitschaft geprägten Gesellschaft wird das Leben als alternder Mensch für viele nur schwer vorstellbar. Eine Gruppe von Künstlerinnen aus dem FrauenKunstForum setzt sich mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und -wahnehmungen alter Menschen auseinander und hinterfragt dabei auch eigene Erfahrungen mit "Altern" und Umgang mit Zeit.

  • 21. September bis 31. Oktober 2010
    Hlynur Hallson „tungur - zungen - tongues“
    Eine Ausstellung des Bochumer Kulturrats


    Hlynur Hallson formuliert in seinen künstlerischen Projekten dialogische Situationen, in denen alltägliche Handlungen ins Zentrum der Wahrnehmung rücken. Dabei steht die Auseinandersetzung mit den Vorstellungen von „Grenzen“, so wie sie durch Denken und Sprache errichtet werden, im Zentrum seiner Projekte Für dieses Projekte suchte Hallson Menschen der Region mit unterschiedlichen soziokulturellen Ursprüngen auf. Er führte Befragungen durch, deren Ergebnisse u.a. in Videoarbeiten umgesetzt werden, von denen eine im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zu sehen sein wird.

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr

  • 18. August bis 3. Oktober 2010
    Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer
    Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten

    Seit 1990 wachsen die Mitgliederzahlen der jüdischen Gemeinden nicht nur in der Metropole Ruhr. Wer sind die Einwanderinnen und Einwanderer eigentlich? Was hat sie bewogen, ausgerechnet nach Deutschland zu kommen? Welche Erfahrungen haben sie in ihrer Heimat und auch in Deutschland gemacht? Anhand von 24 beispielhaften Lebensgeschichten gibt ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt der jüdischen Zuwanderung konkrete Gesichter.
    Die Ausstellung "Angekommen" wird bis zum 3. Oktober 2010 im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zu sehen sein.

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr

  • 15. Januar  bis 18. April 2010
    Burgen und Schlösser in Westfalen

Die Ausstellung macht mehr als 500 Jahre Bautätigkeitvon Burgen und Schlössern in Westfalen nachvollziehbar: Von den kleinenWehrburgen des 12. Jahrhunderts, über die Wasserburgen, die ausGräftenhöfen entstanden, bis hin zu den prächtigen Schloss- undParkanlagen des Absolutismus reicht die Spannbreite derSchwarz-Weiß-Fotografien. Erarbeitet wurde die Präsentation mit mehrals 40 Fotografien vom Museumsamt des LandschaftsverbandesWestfalen-Lippe in Münster.

Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt frei
  • 8. März 2009bis 10. Januar 2010
    Das Bild der Stadt

    Überzwei Ebenen verteilt ist die Ausstellung, die sich dem Bild der StadtBochum in Malerei, Grafik und Fotografie widmet. Darüber hinaus fragtsie nach den Bildern, die in den Köpfen der Menschen sind. Wie stelltsich die Stadt offiziell nach außen dar, zum Beispiel durch Souvenirsfür Gäste und in der Stadtwerbung? Welche Stereotype existieren beiAuswärtigen über Bochum? Sechs Bochumerinnen und Bochumer geben zudemin Fotodokumentationen Einblicke, welche Orte in der Stadt für sie vonBedeutung sind. Die Auseinandersetzung mit Bochum beleuchet sowohlhistorische als auch aktuelle Aspekte.

    Eröffnung: Sonntag, 8. März 2009, 11:00 Uhr

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag / Sonntag und Feiertage 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
    Öffentliche kostenlose Führungen jeweils Donnerstag, 18:00 Uhr.
    Terminefür kostenpflichtige Gruppenführungen sind unter Telefon: 0234 / 910-9501, Termine für Schulklassen an Freitagen sind unter Telefon: 0234 /910-95 11 zu vereinbaren.

    Begleitend zur Ausstellung werdenVorträge angeboten, die sich ihrerseits dem Bild der Stadt ausunterschiedlichen Perspektiven widmen. Zudem wird immer sonntags ab11:30 Uhr eine der "Bochumer Jahresschauen" im Archivkino vorgeführt.

  • 20. November bis 7. Dezember 2009
    Sonderzüge in den Tod


    Die von der Deutschen Bahn AGin Zusammenarbeit mit Beate und Serge Klaersfeld sowie einerBürgerinitiative konzipierte Ausstellung erinnert an die DeportationHunderttausender Menschen durch die damalige Reichsbahn in dieKonzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten. DieAusstellung wurde 2008 in Berlin eröffnet und danach in verschiedenendeutschen Städten gezeigt. Nachdem im Februar 2008 der "Zug derErinnerung" auf dem Bochumer Hauptbahnhof hielt - mit zahlreichenBegleitveranstaltungen unter anderem auch im Bochumer Zentrum fürStadtgeschichte - wird hier nun die Ausstellung der Deutschen Bahn AGzu sehen sein.

    Eröffnung: Freitag, 20. November 2009, 17:00 Uhr

  • 15. Oktober bis 15. November 2009
    30 Jahre EDITION WORT UND BILD 1979 - 2009


    Ihren30. Geburtstag feiert die "Edition Wort und Bild" des Künstlers HorstDieter "Oskar" Gölzenleuchter mit einer Ausstellung im Bochumer Zentrumfür Stadtgeschichte. Neben den Buchausgaben, die zum Teil mitUmschlägen aus originalen Holzschnittdrucken von H. D. Gölzenleuchterversehen sind, werden auch die Mappen der "Werkstattdrucke" undDruckstöcke zu sehen sein.

    Die Wurzeln H. D. Gölzenleuchtersliegen in der politischen Bildung der 1960er Jahre. Bereits mit der"Proletenpresse" artikulierte er mit Gleichgesinnten politischeAnliegen. In der "Edition Wort und Bild" erweiterte sich dasinhaltliche Spektrum der Druckwerke, und vor allem wuchs derkünstlerische Anspruch.

    Die Ausstellung im Bochumer Zentrum fürStadtgeschichte, die am Donnerstag, dem 15. Oktober um 19:00 Uhreröffnet wird, breitet die Palette der Arbeiten aus. Zur Eröffnungwerden der Germanist Dr. Joachim Wittkowski und auch Horst DieterGölzenleuchter selbst Blicke auf die "Edition Wort und Bild" und ihreGeschichte werfen.

    Am 11. November 2009, 19:00 Uhr
    Vorstellung der Bibliografie "Edition Wort und Bild" mit Autorenlesung

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:00 bis 17:00 Uhr
    Eintritt frei!

  • 29. April bis 16. August 2009
    Cybercity Bochum


    Schülerinnen und Schüler derHeinrich-von-Kleist-Schule in Bochum-Gerthe, dem schulischen Standortdes Projektes Innovationszentrum Schule-Technik.Bochum.NRW.,beschäftigen sich mit ihren Lieblingsorten in Bochum und planen 'ihre'Stadt der Zukunft. Im Maßstab 1:50 und 1:100 haben sie etwa 20 Modellegebaut. Für Bochum entstanden so ein neuer Ruhrpark, Stadttore oderfuturistische Toilettenhäuser. Ein ferngesteuerter Roboter gibt übereinen Monitor die Kulisse aus 'Fußgängerperspektive' wieder. Dieinteraktiven Schüler-Cybercities in Bochum und anderenRuhrgebietsstädten werden gefördert durch das Landesprogramm "Kulturund Schule". Sie sind Teil des internationalen Projekts "THE THIRD EYE"der Künstlergruppe Cybercity Ruhr" im Rahmen der Kulturhauptstadt.2010.

    Eröffnung: Mittwoch, 29. April 2009, 18:00 Uhr

  • 1. März 2009, 11:00 bis 17:00 Uhr
    Der deutsche Parnass


    Das 1930 von Richard Guhr für den Sitzungssaal desBochumer Rathauses angefertigte Großgemälde (circa fünf mal acht Meter)war seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges magaziniert. Nach aufwändigenRestaurierungsarbeiten hängt es nun im Bochumer Zentrum fürStadtgeschichte. Erst einmal nur einen Tag lang ist das Kunstwerk, das53 männliche historische Gestalten der deutschen Dichtung, Kunst, Musikund Wissenschaft zeigt, zu sehen. Um 11:00 und um 16:00 Uhr stehen Dr.Ingrid Wölk beziehungweise Dr. Nina Hennig für Erläuterungen zurVerfügung. Um 17:00 Uhr schließt sich der Vorhang wieder. Im Jahr 2010ist eine ausführlichere Präsentation des Gemäldes vorgesehen.

  • 10. September bis 12. Oktober 2008
    "Seht, welch kostbares Erbe - Bedrohte Kirchen in Bochum"
    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
    Samstag, Sonntag 11:00 bis 17:00 Uhr
    Eintritt frei

  • "Sieben und neunzig Sachen. Sammeln, bewahren zeigen. Bochum 1910 bis 2007":
Verlängert bis zum 3. August 2008. Öffentliche Führungen jeweils Donnerstag, 18:00 Uhr (außer an Feiertagen). Eintritt frei.
Zur Sammlung
Zur Ausstellung

Ausstellungen im Gertrudiscenter Wattenscheid

  • bis zum 31. August 2007

    Ost-West-Begegnung in Krieg und Frieden

    - Auf den Spuren einer Familiengeschichte -
Das Buch "Masurische Gnadenhochzeit" von Herbert Somplatzki stand Patefür diese Wanderausstellung. Sie zeigt Einblicke in das Leben vonFamilien, die vom Osten in den Westen zogen, um hier Arbeit zu findenund die nach 1945 nicht wieder in ihre ehemalige Heimat konnten.