Aktuelle Pressemeldungen

Vermutete Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg im Stadtgebiet Bochum

Besondere Maßnahmen bei erforderlichen Evakuierungen wegen Corona

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Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg wird im Juni und Juli an mehreren Punkten im Bochumer Stadtgebiet nach vermuteten Blindgängern graben. Die Verdachtspunkte ergaben sich aufgrund von Luftbildauswertungen. Sollte sich ein Verdachtsfall bestätigen, werden Evakuierungsmaßnahmen erforderlich, bei denen einige besondere Verhaltensregeln aufgrund der aktuellen Corona-Lage zu beachten wären.

Konkret soll im Juni und Juli an 15 Verdachtspunkten nach Blindgängern gegraben werden. Bei 10 Punkten ist die Wahrscheinlichkeit eines Fundes aufgrund der Ergebnisse der bereits erfolgten Sondierungsbohrungen erhöht.

Die erste Maßnahme ist für den kommenden Dienstag (23. Juni) an der Lennershofstraße in Querenburg geplant. Sollte sich hier der Verdacht bestätigen, würden Teile der Universität sowie die Lennershofsiedlung betroffen sein. Je nach Größe der Bombe könnte der Evakuierungsradius aber auch noch größer ausfallen. Die Anwohner im Radius von 250 Metern um den Verdachtspunkt werden bereits am kommenden Donnerstag mit einem Schreiben über eine mögliche Evakuierung informiert. Sollte tatsächlich eine Evakuierung erforderlich werden, erfolgt diese wie gewohnt durch Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Ordnungsamtes und weiterer Hilfsorganisationen, die Haus für Haus abgehen werden, um die Bewohner zu evakuieren.

Aufgrund der derzeitigen Corona-Lage gäbe es bei einer Evakuierung spezielle Verhaltensvorgaben:

  • Beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses muss der erforderliche Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern zu Personen aus anderen Haushalten eingehalten werden.
  • Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, müssen Personen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.
  • Die Einsatzkräfte werden die Anwohner, die eine Betreuungsstelle nutzen wollen, nach Krankheitssymptome einer Corona-Infektion befragen.

Im Falle einer Evakuierung wird natürlich auch wieder eine Betreuungsstelle sowie ein Shuttle-Transport aus dem Evakuierungsbereich in die bereits vorgeplant feste Betreuungsstelle eingerichtet. Im Bus sowie in der Betreuungsstelle gelten die gleichen Abstands- und Hygienevorgaben wie derzeit im öffentlichen Leben in den Bereichen Öffentlicher Personennahverkehr und in Restaurants, also die Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung in Bussen sowie beim Herumlaufen in der Betreuungsstelle.

Aktuelle Informationen zu den Suchmaßnahmen am Dienstag sowie zur Evakuierung im Falle eines Kampfmittelfundes gibt es unter:  www.bochum.de/Feuerwehr/Warnungen  sowie auf der Facebook und Twitter Seite der Feuerwehr Bochum und der Stadt Bochum.

Neben der konkret geplanten Suche am Dienstag besteht bis Ende Juli voraussichtlich auch an folgenden Orten der erhöhte Verdacht, auf einen Blindgänger zu stoßen:

  • Steinring
  • Aschenbruch
  • Marmelshagen
  • Braunsberger Straße
  • Wattenscheider Bach (4 Verdachtspunkte)
  • Universitätsstraße

Konkrete Informationen zu der Suche an diesen Verdachtspunkten erfolgen separat.

(16. Juli 2020)