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Bochumer Frauenwochen 2019: „Frauen eine Stimme geben“

Bochumer Frauenwochen 2019: „Frauen eine Stimme geben“

Bochumer Frauenwochen 2019: „Frauen eine Stimme geben“

Die Bochumer Frauenwochen 2019 rund um den Internationalen Frauentag am 8. März, tragen das Motto „Frauen eine Stimme geben“. Von Donnerstag, 7. März, bis Sonntag, 24. März, finden in Bochum zahlreiche Veranstaltungen mit freiem Eintritt statt. Die zentrale Veranstaltung der Frauenwochen bildet am Samstag, 9. März der gemeinsame Aktionstag von rund 30 Bochumer Frauenvereinen und -verbänden auf dem Bongardboulevard. Die Vereine und Verbände laden von 11 bis 14 Uhr zum Informieren und Mitmachen ein.

Informationen zu den vielfältigen weiteren Veranstaltungen der Frauenwochen hat das Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion in einem Flyer zusammengefasst, der in den Bürgerbüros, den Stadtbüchereien und auf www.bochum.de/frauen zu finden ist. Die inhaltliche Ausgestaltung in Bochum orientiert sich in diesem Jahr an dem 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts sowie dem 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes mit Artikel 3, Absatz 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“.

Der Internationale Frauentag wird seit mehr als 100 Jahren weltweit von Frauenorganisationen begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf für die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. In einigen Ländern ist er ein gesetzlicher Feiertag. Deutschland gehört zum kleinen Kreis der Länder, in denen der Internationale Frauentag von 1911 an begangen wurde. Für das Bundesland Berlin ist er in diesem Jahr erstmalig als gesetzlicher Feiertag beschlossen worden.

Zum Hintergrund des Mottos:

100 Jahre Frauenwahlrecht
Vor 100 Jahren, am 19. Januar 1919, durften Frauen zum ersten Mal ihr aktives und passives Wahlrecht bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung ausüben und ihre Stimme in der Politik erheben. Bochum ist stolz, dass die Bochumer Sozialdemokratin Lore Agnes, geb. Benning (1867–1953) eine der ersten Frauen im deutschen Reichstag war. 300 Frauen kandidierten seinerzeit für die erste Nationalversammlung. Von insgesamt 423 Abgeordneten werden schließlich 37 Frauen gewählt.

Erste Rede einer Frau im Reichstag am 19. Februar 1919
Kurz, sachlich und ohne Hinweis auf die Bedeutung des Augenblicks kündigte der Präsident der Weimarer Nationalversammlung, Constantin Fehrenbach (Zentrumspartei), am Mittwoch, 19. Februar 1919, einen neuen Redebeitrag an: „Ich erteile das Wort der Frau Abgeordneten Juchacz.“ Und doch war es ein besonderer Moment in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus. An diesem elften Sitzungstag des neu gewählten Parlaments hielt mit der SPD-Politikerin Marie Juchacz (1879–1956) zum ersten Mal in Deutschland eine Frau eine Rede vor einem demokratisch gewählten Parlament. Mit der ungewöhnlichen Anrede „Meine Herren und Damen!“ löste sie laut Protokoll „Heiterkeit“ im Hohen Haus aus.

„Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf“, betonte die Sozialpolitikerin zu Beginn ihrer rund vierminütigen Ansprache. Weiter sagte Marie Juchacz selbstbewusst: „Ich möchte hier feststellen, und glaube damit im Einverständnis vieler zu sprechen, dass wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa in dem althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ Juchacz meinte damit das Wahlrecht.

Parteiübergreifend für Gleichberechtigung
Vor 70 Jahren wurde die Gleichstellung ins Grundgesetz aufgenommen. Den beiden Sozialdemokratinnen Friederike Nadig und Elisabeth Selbert, der Christdemokratin Helene Weber und Helene Wessel vom Zentrum ist es zu verdanken, dass im Mai 1949 bei der feierlichen Schlusssitzung des Parlamentarischen Rates mit Inkrafttreten des Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 3, Absatz 2, Satz 1 der neuen Verfassung kurz und klar steht: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Programmheft der Bochumer Frauenwochen als PDF-Datei zum Herunterladen:

(5. März 2019)