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Aktuelle Pressemeldungen

Stadt Bochum legt neuen Wohnungsmarktbericht vor

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Die Stadt Bochum legt ihren nunmehr neunten Wohnungsmarktbericht vor. Er soll einen Beitrag leisten, um über Hintergründe, Chancen und Risiken der Wohnungsmarktentwicklung zu informieren. Die Broschüre sowie weitere Veröffentlichungen der Wohnungsmarktbeobachtung stehen auch im Internet unter www.bochum.de/wohnungsmarktbericht als PDF-Datei zur Verfügung.

Beim Blick in den Bericht zeigt sich, dass die Wohnungsmarktlage in Bochum weiterhin angespannt ist. Dies lässt sich aus den Rückmeldungen von Wohnungsmarkt-Fachleuten sowie verschiedenen Indikatoren erkennen. Der vorliegende Bericht zeigt damit erneut, wie wichtig die Umsetzung der im städtischen Handlungskonzept Wohnen aufgeführten Maßnahmen ist, um Bochum als lebenswerte Stadt für alle Bevölkerungsgruppen zu erhalten. Die Stadt Bochum begegnet bestehenden Defiziten im Wohnraumangebot beispielsweise mit dem Neubauvorhaben „Querenburger Straße“ und dem Großprojekt „Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid“. Von jährlich 800 neuen Wohnungen im Stadtgebiet sollen 200 öffentlich gefördert entstehen. Daneben ist auch die Aufwertung und Weiterentwicklung des vorhandenen Bestandes von besonderer Bedeutung. Als eine von nur wenigen Gemeinden im Lande, leistet Bochum mit einem kommunalen Modernisierungsprogramm für Klein- und Einzel-Eigentümerinnen und Eigentümer einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung des Wohnimmobilienbestandes.

Wichtige Erkenntnisse laut Wohnungsmarktbericht sind:

  • Seit gut fünf Jahren schätzen Wohnungsmarktexpertinnen und -experten die Lage als angespannt ein. Sie sehen insbesondere bei den preisgebundenen Mietwohnungen ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage – vor allem für Familien, aber auch für Ältere und Einkommensschwache.
  • Der geförderte Wohnungsbestand geht weiter zurück, der Anteil am Gesamtwohnungsbestand liegt nur noch bei 6,4 Prozent und würde in den nächsten zehn Jahren um etwa 25 Prozent weiter zurückgehen, sofern nicht durch Wohnraumförderung ein entsprechend neues Angebot entsteht.
  • Die Angebotsmieten sind weiter gestiegen, allein in den letzten fünf Jahren um über 21 Prozent. Mitte 2020 lag die Nettokaltmiete bei 7,02 Euro pro Quadratmeter. Eine mit Landesmitteln geförderte Wohnung wurde dagegen im Mittel bereits für 5,15 Euro pro Quadratmeter angeboten. Dies bestätigt einmal mehr den Handlungsbedarf, mehr geförderten Mietwohnungsbau zu schaffen.
  • Der Kaufpreis für Wohnbauland war 2019 in Bochum recht stabil, doch ist der Erwerb im Vergleich zu den umliegenden Kommunen weiterhin überdurchschnittlich teuer. Auch bei den bebauten Grundstücken bewegen sich die Preise in Bochum auf einem hohen Niveau.
  • 2019 wurden in Bochum weniger Wohnungen fertiggestellt als in den beiden Jahren zuvor. Jedoch erreichten die Baugenehmigungen das höchste Ergebnis seit mehr als 20 Jahren. Diese Entwicklung lässt zukünftig deutlich höhere Fertigstellungszahlen erwarten.
  • Der hohe Anteil älterer Gebäude macht Bestandsmaßnahmen unerlässlich, um den Anforderungen an eine alternde Gesellschaft, veränderten Wohnwünschen sowie energetischen Zielen und Klimaschutzzielen gerecht zu werden.
  • Der Wohnungsleerstand in Bochum bewegt sich nach Erkenntnissen der Stromzählerauswertung sowie der Befragung von Wohnungsunternehmen recht konstant auf einem niedrigen Niveau.
  • Ende 2019 wohnten laut der kommunalen Statistik fast 372.200 Personen im Stadtgebiet. Eine höhere Einwohnerzahl hatte Bochum zuletzt vor zwölf Jahren, auch wenn die Zahlen im Jahr 2020 wieder etwas gesunken sind.
  • Mehr als ein Viertel der wohnberechtigten Bevölkerung lebt in Ein-Personen-Haushalten. Dies erklärt einen anhaltend hohen Bedarf bei kleineren, preisgünstigen Wohnungen. Da auch die Zahl der Geburten in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, fällt der Schaffung familiengerechter Wohnangebote und eines familien- oder kindgerechten Lebensumfeldes ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Auch die Alterung der Gesellschaft setzt sich weiter fort, was die Nachfrage nach Wohnraum quantitativ und qualitativ beeinflusst.

(4. März 2021)