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Aktuelle Pressemeldungen

Vortrag im Stadtarchiv beleuchtet Bochum und seine Weinpatenschaften im Dritten Reich

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„Saufen für den Führer! Bochum und seine Weinpatenschaften im Dritten Reich“ ist der Titel eines Vortrags von Dr. Christof Krieger am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47. Der Eintritt ist frei. Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. Die erforderlichen Anmeldungen können per E-Mail an stadtarchiv@bochum.de oder unter den Rufnummern 0234 910-9510 sowie -9501 erfolgen: dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.

Nie zuvor - und auch nie danach - hat es in Deutschland eine gewaltigere Absatzaktion für die heimischen Winzer gegeben: Unter der eingängigen Parole „Wein ist Volksgetränk!“ entfaltete das NS-Regime in den Friedensjahren des Dritten Reiches eine groß angelegte Weinpropaganda, die das Trinken deutschen Rebensaftes als geradezu nationale Tat beschwor. Und mehr noch: Ab 1935 übernahmen annähernd 1.000 Städte vom Rheinland bis nach Hinterpommern besondere „Weinpatenschaften“ für einzelne Winzerorte, wobei im Zuge eines im ganzen Reich stattfindenden „Festes der deutschen Traube und des Weines“ vom Parteiapparat der NSDAP allerorten volkstümliche Weinfeste und Umzüge organisiert worden waren. Der Volksmund machte daraus rasch die Parole: „Saufen für den Führer!“ Tatsächlich wurde den deutschen Winzern damit seitens des Hitlerstaates eine propagandistische Aufmerksamkeit gewidmet, wie sie keiner anderen vergleichbaren Berufsgruppe in den Jahren der Hitlerdiktatur je zuteilgeworden ist. Auch in Bochum beteiligte man sich eifrig an dem staatlich verordneten Trinkgelage, wobei der ansonsten eher dem Gerstensaft zugeneigten Ruhrstadt 1935 das Moselstädtchen Cochem als „Patenkind“ zugeteilt worden war.

(30. September 2020)