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Aktuelle Pressemeldungen

Alles eine Frage der Technik – die hauseigene Werkstatt des Technischen Betriebs

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Sommer 2021: Es ist warm und regnet. Tagelang. Das bedeutet ideale Bedingungen für die Pflanzenwelt und das wiederum bedeutet, dass die Stadt ihre Rasenmäher braucht. Möglichst jeden einzelnen Rasenmäher. Denn bei langanhaltender, feuchtwarmer Witterung springt das Grün mit einer Geschwindigkeit aus dem Boden, dass man beinahe dabei zusehen kann. Wege werden quasi über Nacht zu Waldpfaden, Kreuzungen wuchern zu, Böschungen dehnen sich über die Fahrbahnen hinaus aus – Rasenmäherzeit.

Grube für Fahrzeug- und Maschinenreparatur

Um den Grünschnitt im Stadtgebiet kümmert sich der Technische Betrieb. Darum, dass die Technik der Frauen und Männer in Orange stets gut in Schuss ist, kümmert sich das Team des stadteigenen Reparatur-Service-Centers (RSC). In der riesigen, 215 mal 80 Meter großen Halle an der Oberen Stahlindustrie, in der der Technische Betrieb seit rund zwei Jahren zu Hause ist, gibt es dafür eine topmoderne Werkstatt. Und in diesen Tagen schrauben sie hier ziemlich viel an, man ahnt es, Rasenmähern. Schmiermittel nachfüllen, Motoren warten, Messer schleifen, gesplitterte Scheiben austauschen, Reifen wechseln – und wieder raus in den Einsatz. 

Beim Rundgang durch die Werkstatträume erzählt Christian Behm, einer der beiden Leiter des RSC, dass die Rasenmäher früher sogar noch ein zweites Leben hatten, nämlich im Winterdienst. Sie wurden umgebaut zu Räumfahrzeugen und zum Schneeschieben eingesetzt, „aber dabei haben die so gelitten, dass man sie nach fünf Jahren nicht mehr einsetzen konnte“, so Behm. Inzwischen werden für den Winterdienst Fahrzeuge angemietet, eigene hat der Technische Betrieb kaum noch, auch, weil die Winter zuletzt kaum noch Schnee brachten.

Regal mit Nagelsortiment

Aber der Technische Betrieb kümmert sich nicht nur um Rasenschnitt oder um Wegeräumung. Er rückt auch aus, um Reparaturen an Straßen oder Kanälen vorzunehmen, führt Bau- und Wegearbeiten aller Art im gesamten Stadtgebiet aus, pflegt Bäume, unterhält die Friedhöfe und betreut die Brunnenanlagen. Über 150 PKW und LKW mit den unterschiedlichsten Spezialfunktionen stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür zur Verfügung, dazu unzählige Werkzeuge und kleine und große Maschinen. Während große Reparaturen an Fahrzeugen beim USB durchgeführt werden, ist alles andere Sache des RSC. 23 MItarbeiter bohren, schweißen und schrauben in den zwei Werkstatthallen, es gibt Kfz-Mechaniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker und Metallbauer – natürlich wird hier auch ausgebildet. Und das in einer Umgebung, die sowohl in puncto technischer Ausstattung als auch Arbeitsschutz nichts zu wünschen übrige lässt. Aus zahlreichen anderen Kommunen, berichtet Behm, kämen Besucherinnen und Besucher, um sich in Bochum den neuesten Stand der Ausstattung und Organisation zeigen zu lassen.

Bild der Schweißerhalle

Es gibt hier zum Beispiel ein eigenes Öllager, mit 50 bis 60 verschiedenen Ölen für jeden denkbaren Motor. Die drei Gruben für die Fahrzeug- und Maschinenreparatur verfügen über Hydrauliksysteme, Druckluft und ein geschlossenes Ölentsorgungssystem – 90.000 Euro haben sie pro Stück gekostet. Die lauten Maschinen, zum Beispiel der 80.000 Euro teure Messerschleifautomat, stehen in einem eigenen, schalldämpfenden Raum. Ein großer, beweglicher Kran überspannt die Hallen in ihrer gesamten Breite, unzählige Ersatzteile - Schrauben, Rohre, Reifen, Rücklichter, Spiegel, Bolzen, Kabel – füllen Meter um Meter Regale. Mehr als 4.000 verschiedene Artikel benötigt das RSC jährlich, um Radlader und Muldenkipper, Presslufthämmer und Motorsägen, Anhänger und Heckenscheren für die Einsätze in Bochum bereitzuhalten.

Kurz nach sechs Uhr morgens fährt die Flotte des Technischen Betriebs jeden Werktag vom Hof und schwärmt in die Stadt aus, um ihren vielfältigen, anspruchsvollen Tätigkeiten nachzugehen. Das Team des RSC bleibt dann an der Oberen Stahlindustrie zurück – und sorgt dafür, dass auch am nächsten Morgen alles zur Verfügung steht, was die Kolleginnen und Kollegen brauchen, um die Stadt sauberer, schöner und sicherer zu machen. Rasenmäher zum Beispiel.

27. August 2021